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Soll ein völliger Luftabschluß auch bei der früher(Jahres- bericht 1901) beschriebenen und auch oben kurz angedeuteten Anordnung erreicht werden, so kann dies bei lungerem Nicht- gebrauche des Schwefelwasserstoffwassers dadurch bewirkt werden, daß ein Schraubenquetschhahn über das Ausflußrohr geschoben und durch genaues Einstellen über der Kapillaren- Mündung und vorsichtiges Zuschrauben(Kork- oder Kautschuk- zwischenlage!) die kleine seitliche Offnung verschlossen wird.
12. Eine Probe auf die Stärke des Schwefelwasser- stoff-Wassers, die wührend des Einleitens von H. S ausgeführt werden kann.
Die meisten Bücher geben die Vorschrift: man leite Schwefel- wasserstoff in Wasser„bis zur Sättigung“; einige geben in schärferer Weise auch an, wie diese„Sättigung“ festzustellen würe, und sagen, das Einleiten des Gases hat so lange zu ge- schehen, bis bei auf die Mündung der Absorptionsflasche ge- legtem Daumen nach kräftigem Durchschütteln des Flaschen- inhaltes kein Druck mehr auf den Daumen verspürt, der Daumen- ballen vielmehr in den Flaschenhals hineingezogen erscheint.
Diese Probe kann mit Erfolg natürlich nur ausgeführt werden, wenn eine kleine Flasche benützt und wenn das Einleiten ohne jede Schutzvorrichtung vorgenommen wird, was aber aus hygienischen Gründen selbstredend nicht empfehlens- wert sein kann.
Soll die Bereitung des Reagens unter möglichster oder auch unter gänzlicher Vermeidung der Luftverunreinigung und — was sehr vorteilhaft ist— bei Anwendung von größeren Absorptionsflaschen vorgenommen werden, so muß die Erprobung des Sättifungsgradles anders ausgeführt werden.. Da ist zuerst die Frage zu lösen, wie man während des Einleitens Flüssigkeit aus der Flasche herausbekommt und dann wie der Grad der Sättigung abgeschätzt, eventuell auch abgemessen werden kann..... Wird die Sättigung des Wassers in einer Flasche vorgenommen, die nahe dem Boden einen seit- lichen Tubas besitzt, so kann durch denselben jederzeit wuührend des Einleitens eine Flüssigkeitsprobe entnommen werden, wie im Jahresberichte 1901, S. 34, des näheren angegeben worden ist.
Die Anwendung einer seitlich tubulierten Flasche kann aber auch umgangen werden, was in finanzieller Hin- sicht gewiß kein Nachteil ist. In diesem Falle wird die Flasche (von etwa 4— 5 Liter Inhalt) mit einem dreifach durchbohrten Stopfen(am besten Kautschuk!) versehen. Durch eine Bohrung führt das Zuleitungsrohr bis fast auf den Boden, durch eine zweite geht das etwas über dem Flussigkeitsspiegel beginnende Ableitungsrohr(Verbindung desselben mit einem den Gasüber-


