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schuß verschluckenden Absorptionsmittel!), durch die dritte Bohrung aber wird ein Steigrohr gesteckt, das nahe dem Boden der Flasche beginnt und außen in einiger Höhe über dem Halse rechtwinkelig, dem Einleiter zugekehrt, abgebogen ist. Die Länge dieses horizontal liegenden Stückes braucht keineswegs beträchtlich zu sein; einige Zentimeter genügen vollkommen. Auf dieses Rohrstück wird ein gut passendes kurzes Stück Kautschukschlauch geschoben.
Soll nun nach längerem Einleiten von Schwefelwasserstoff der Flasche eine Flüssigkeitsprobe entnommen werden, so wird in das äußere Ende des Schlauchstückes die Spitze einer als„Ohrenspritze“ benützbaren, aus Hartgummi und Glas gefertigten Spritze bei möglichst tief hineingedrücktem Stempel gut schließend eingeführt und sodann der Stempel langsam herausgezogen, wobei Schwefelwasserstoffwasser in das Innere der Spritze eintritt. Nach dem Herausziehen der Spritze aus dem Schlauche kann das Reagens leicht tropfenweise eut- leert werden.
Die Spritze ist nach dem Gebrauche natürlich oftmals mit reinem Wasser auszuspülen, damit kein Schwefelabsatz statt- finden könne..
Nachdem nun gezeigt worden, wie aus einer Flasche ohne seitlichen Tubulus während der Bereitung des Schwefel- wasserstoffwassers eine Quantität des letzteren entnommen werden kann, soll jetzt die zweite Frage beantwortet werden, wie nämlich die Stürke des Reagens rasch zu beurteilen, bezw. wann das Wasser als mit Schwefelwasserstoff„gesättigt“ zu betrachten ist. Als dazu geeignete Erkennungsmittel erweisen sich Ferrichlorid-, Merkurichlorid- und wohl auch Stanni- chlorid-Lösung. Das„Wasser“ wird umso stürker sein, je rascher und reichlicher bei Einwirkung auf Ferrichlorid Schwefel ausgeschieden oder je rascher und reichlicher Mer- kurisulfid oder Stannisuifid gefällt wird. Es ist am stürksten, d. h. es ist„gesättigt“, wenn von einer Merkuri- chlorid-Lösung, die 1 9 Sublimat in je 16 g Wasser enthält), ein Tropfen durch vier Tropfen„Wasser“schwarz gefüllt wird.
13. Verwendung von Schwefelwasserstoff-Gas im Schülerlaboratorium.
Mit dem Schwefelwasserstoff-Wasser reicht man im Schülerlaboratorium vollständig aus. Will man aber doch in einigen Fällen die Schüler mit dem Gase selbst arbeiten lassen, so empfiehlt es sich, an einen guten, konstant wirkenden Schwefel- wasserstoff-Apparat(der von Teclu ist hiezu sehr geeignet!),
¹) Die von Fresenius für die Quecksilberchloridlösung als Reagens vorgeschriebene Konzentration.


