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bedient werden kann, das Reagens tropfenweise entnehmen, also sehr genau dosieren! Wichtig ist, die Schraube nicht zu stark anzuziehen, weil sonst der Schlauch zu sehr beansprucht wird und er dadurch seine Elastizität frühzeitig einbüßt.
Muß die Dose an einer vertikalen Fläche, etwa an der Mauer befestigt werden, so geschieht dies gleichfalls zweiseitig, weil das Hängen dadurch ein ruhigeres wird. Das Holzleistchen, auf dem der Quetschhahnbalken aufsitzt, wird dann selbst- verständlich von der Mauer soweit abstehen müssen, daß der Kautschukschlauch des Abflußrohres genau in die Quetschhahn- öffnung eingesenkt werden kann. Am einfachsten läßt sich dies erreichen, wenn in entsprechender Höhe und Entfernung von- einander zwei kräftigere Eisenhaken in die Mauer eingelassen werden; an deren von der Mauer genügend weit abstehendem Vertikalteile ist das Holzleistchen mit Draht festzubinden.
Die eben beschriebene Vorrichtung macht bei Neufül- lung der Flasche folgenden Vorgang notwendig: In das untere Schlauchende wird ein stramm passendes Stück Glasstab eingeschoben und dadurch der Austritt von Flüssigkeit durch das Abflußrohr unmöglich gemacht. Hierauf wird der Quetsch- hahn soweit aufgeschraubt, daß das Glasrohr samt Schlauch in der Offnung der Quetsche leicht bewegt werden kann, der Deckel der Dose abgehoben und die Flasche samt Verschluß oben bei der Dosenöffnung herausbefördert. Nach geschehener Füllung wird der Verschluß wieder sorgfältig aufgesetzt, die Flasche umgekehrt, in dieser Stellung in die Dose eingesenkt, die Schraube der Quetsche angezogen und dann erst das Glasstabstück aus dem eingeklemmten Schlauch entfernt. Einige Flüssigkeitstropfen, die dabei Ausflußrohr und Schlauch befeuchten, stammen von dem Wassersäulchen her, das bei Umkehrung der Flasche in die Kapillere gelangt ist und nunmehr seitlich am Rohre abfließt.
Die beschriebene Vorrichtung erlaubt es auch, von einem besonderen Festbinden des Verschlubstopfens(Kork oder Kaut- schuk) ganz abzusehen, weil nach dem Festklemmen des Schlauches ein Zug nach abwärts nicht mehr stattfindet, auch nicht bei der Entnahme des Reagens.
Die im vorausgehenden ausführlich beschriebene Art der Befestigung und Anordnung des Schwefelwasserstoffbehälters kann sich jedermann selbst, u. zw. fast kostenlos herstellen. Selbstredend kann die Angelegenheit mannigfach variiert werden, den örtlichen Verhältnissen und dem finanziellen Vermögen ent- sprechend, so z. B. mit verhältnismäßig geringem Kostenauf- wande in einfacher und sehr solider Weise etwa folgendermaßen: Die wie früher adjustierte Flasche wird in verkehrter Stellung beim Halse mit einer Klemme festgehalten, deren geschlossene Muffe an einem Eisenstäbchen befestigt wird; letzteres ist am Arbeitstisch in vertikaler Lage angeschraubt und in seinem oberen Teile soweit von der Fläche des Tischaufsatzes abstehend,


