Aufsatz 
Beschreibung des Tempels zu Olympia, der Bildsäule des Zeus und seines Thrones daselbst, übersetzt aus Pausanias V, 10. 11
Entstehung
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nern des Tempels ſtehen auch Säulen und erhöhete Hallen ſind darin, wodurch man zu der Bildſaͤule geht. Auf zum Dache führt auch eine gewundene Treppe.

Kap. 11. Der Gott nun ſitzt auf einem Throne, aus Gold gebildet und Elfenbein. Eine Krone liegt ihm auf dem Haupte, nachbildend die Zweige des Oelbaums. In der Rechten trägt er eine Nike, von Elfenbein iſt auch ſie und von Gold, eine Binde hält ſie, den Kranz auf dem Haupte. In der Linken des Gottes prangt ein Scepter von allen Me⸗ tallen erglänzend. Der Vogel, der auf dem Scepter ſitzt, iſt der Adler: von Geld ſind auch die Sohlen des Gottes und ebenſo das Gewand. Dem Gewande ſind Thiergeſtalten und Lilienblumen eingebildet.

Der Thron aber iſt reich geziert mit Gold und Geſtein, ſo wie mit Elfenbein und Ebenholz. Auch auf ihm ſind Thiere mit Farben nachgeahmt und erhobene Gebilde. Vier Nikenbilder in tanzender Stellung ſind an jedem Fuße des Thrones und zwey unten neben jedem Fuße. Auf den Vorderfüßen des Thrones liegen Thebaäiſche Knaben von Sphinxen ge⸗

In dem Innern des Tempels ſteben auch Säulen ꝛc. Aus den kurzen Worten iſt durchaus keine klare Vorſtellung zu entnehmen. Die erwähnten Säulen ſcheinen nach dem vorbergehenden zu ſchließen, wieder zunächſt am Eingange im Innern geſtanden zu haben. Die erhöheten Hal⸗ len ſetzen, wie Sibelis richtig hemerkt, keine andern auf dem Boden voraus, ſie konnten durch Säulen geſtützt ſeyn, aber der griech. Verbindung nach kann man das vorhergehende xiovec nicht darauf beziehen.

Zu Kap. 11. Der Gott nun ſitzt ꝛc. Brekanntlich ſoll Pheidias ſein Ideal nach den Homeriſchen Verſen(Jlias 1, 558 ff) geſchaffen haben: Ponsuiiche Alſo ſorach und winkte mit ſchwärzlichen Brauen Kronion; und die ambroſiſchen Locken des Königes waltten ihm vorwärts Von dem unſterblichen Haupt; es erbebten die Höh'n des Olympos.

eine Binde hält ſie die Stirn des ewigen Siegers zu umwinden.

vier Nikenbilder an jedem Fuße. Dieſe zuſammen bildeten wahrſcheinlich eine Gruppe rings um jeden Fuß, ſo daß ſie mit dem Rücken nach innen gekehrt den Thron zu umſchweben ſchienen, aber ei⸗ gentlich den Fuß des Thrones ſelbſt bildeten, nebmlich von dem Sitze an bis zu dem Abſatze, wo die eben vorkommenden Querſtäbe eingkiffen. Denn den unterſten Theil des Fubes, der von da bis zu dem Unterſatze, oder Poſtamente reichte, umſtanden wieder zwey Niken, ſo daß der Gefeierte rings wie von Siegesgenien getragen erſchien.

auf den Vorderfüßen des Thrones c. Dieſe Sphinxe bildeten nach Völkel die Armlehnen des Thrones, ſo daß ſie mit den Köpfen vorn auf dem oberſten Theile des Thronfußes ruheten. Unterhalb der Armlehnen ziehen ſich da, wo der eigentliche Sitz beginnt, parallel die Seitenſchwingen des Thrones durch; auf dieſen hat man ſich wahrſcheinlich die folgende Gruppe, den Apollon und die Artemis mit den Kindern der Niobe in der Mitte zu denken.