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dem Schulrat und der aus Mitgliedern der Gemeindeverwaltung und des Schulrats bestehenden Baukommission, die alle ihr Bestes daran gesetzt haben, um das schöne Gelingen dieses Baues herbeizuführen. Dank, herzlichen Dank dem Meister, dessen hohem Ingenium der Plan entsprungen, unter dessen Oberleitung er ausgeführt wurde, und allen seinen Gehilfen, die in getreuer Arbeit sich ihm untergeordnet und darum teilhaben an seinem Verdienste um die Gemeinde. Dank, tausendfältigen Dank endlich der ganzen Gemeinde für ihre Liebe und Opferfreudigkeit, deren stummer und doch so beredter Zeuge dieser Bau ist, dem sie noch als besonderes Festgeschenk eine neue Einrichtung der naturkundlichen Kabinette eingefügt hat.
Möge— das ist mein Festwunsch— möge das erneute Opfer, das die Ge- meinde mit dem Bau auf den Altar der Humanität, des Vaterlandes und des an- gestammten Glaubens niederlegt, reichsten Segen verbreiten, und mõgen auch in dem neuen Bau Geschlechter heranwachsen, die mit treuester Anhänglichkeit an die Väterreligion innigste Vaterlandsliebe und reinste menschliche Gesinnung verbinden!—
Mit diesem Wunsche übergebe ich im Namen der Verwaltung dieser alt- ehrwürdigen Gemeinde dieses neue Glied in der Kette der uns verbindenden Insti- tutionen dem Schulrat. Wir vertrauen seiner bisher bekundeten Treue, daß er dieses Gut der Gemeinde wahren und über ihm stets mit der gleichen Treue wachen wird!“
Im Namen des Schulrates übernahm dessen Vorsitzender, Herr Stadtrat Horkheimer, den Bau in die Obhut der Verwaltung. Er sagte:
„Hochgeehrte Versammlung! Der Herr Vorredner hat dem Schulrat, in dessen Namen ich hier spreche, gedankt für seine Mitarbeit bei der Errichtung des neuen Schulgebäudes, dessen Weihe wir eben festlich begehen. Ich erachte es aber für angemessener, daß der Schulrat den Gemeindebehörden seinen wärmsten Dank aus- spricht für die Bereitstellung der Mittel für diesen Bau und das Entgegenkommen in jeder Form, nachdem beschlossen worden war, dass für das Philanthropin ein neues Heim geschaffen werden solle. Auch wir haben uns nicht leichten Herzens für den Neubau entschieden; mußten wir doch von rechts und links Einwendungen hören, hatten doch gerade die Herren, welche am lebhaftesten für den Neubau ein- traten, sich sagen lassen müssen, daß sie sich selbst nicht treu blieben, da sie im bürgerlichen und politischen Leben eifrige Verfechter der Simultanschule seien und hier für die Erhaltung und Erweiterung einer Konfessionsschule wirkten. Dieser Vorwurf konnte aber nur in Unkenntnis der Verhältnisse gemacht werden, denn das Philanthropin ist als Simultanschule ins Leben gerufen worden und auch später, als die israelitische Gemeinde Vaterstelle bei dieser Anstalt übernahm, stand, wie heute noch, Kindern jedes Glaubens der Besuch der Schule offen. Aber ganz abgesehen hiervon hat dieses Institut gerade in den ersten Jahrzehnten seines Be- stehens, in Erfüllung der Aufgabe, das Leben der Juden durch höhere Bildung mit ihrer Umgebung in Harmonie zu bringen, so überaus segensreich gewirkt, daß es schon ein Akt der Pietät war, es zu erhalten und, da es auch heute noch eine Aufgabe zu erfüllen hat und unter der trefflichen Leitung des Herrn Direktor


