Aufsatz 
Die Grundzüge der religiösen und sittlichen Anschauung der alttestamentlichen Propheten, aus ihren Schriften durch zahlreiche, z.T. wörtlich angeführte Stellen nachgewiesen, nebst einer kurzen geschichtlichen und sachlichen Einleitung
Entstehung
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von fünf(Leuten), bis euer Rest geworden ist wie ein Mast auf dem Berggipfel, wie ein Panier auf dem Hügel. Darum wartet der Herr damit, euch zu begnadigen, und darum hält er an sich, sich eurer zu erbarmen. Denn der Herr ist ein Gott des Rechtes. Heil allen, die auf ihn warten! 31, 13:Wehe denen, die nach Egypten hinabzogen, um Hilfe zu erlangen und sich auf Kriegsrosse zu stützen, die auf Streitwagen wegen ihrer Menge und auf Reiter wegen ihrer grossen Zahl ihr Vertrauen setzten, aber auf den Heiligen Israel's nicht blickten und nach dem Herrn nicht fragten! Doch auch er war weise und führte Unglück herbei. Er macht seine Worte nicht rückgüngig und so wird er sich gegen das Haus der Bösewichter und gegen die Hilfeleistung der UÜbelthäter aufmachen! Jer. 17, 5. 6:So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verlässt und Fleisch zu seinem Arm macht, dessen Herz aber von dem Herrn abtrünnig wird! Er ist wie ein Wachholderstrauch in der Steppe und erlebt nicht, dass Gutes eintrifft, er wohnt an ausgedürrten Stätten in der Wüste, in salzreicher und unbewohnbarer Gegend.

Gottvertrauen muss die Angehörigen des Gottesvolkes erfüllen; die Zukunft wird jenes

rechtfertigen. Hos. 12, 7:Halte auf Liebe und Recht und harre beständig deines Gottes! 14, 4:(Wir geloben): Wir wollen nicht(mehr) unsre Zuflucht zu Assur nehmen und wollen nicht(mehr) auf Rossen reiten und ferner nicht mehrunser Gott sagen zum Machwerk unsrer Hände, denn bei dir finden die Verwaisten Erbarmen! Jes. 7, 9:.. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht. 8, 9. 10:Erkennt es, ihr Völker, und horcht auf, alle Fernen der Erde! Schmiedet einen Plan; er wird zu nichte werden! Fasst einen Beschluss, er soll nicht zu stande kommen, denn mit uns ist Gott! 8, 17:Und ich will harren auf den Herrn, der sein Antlitz vor dem Hause Jakob's verbirgt, und auf ihn hoffen. 26, 4:Vertrauet immerdar auf den Herrn! Denn der Herr ist ein ewiger Fels! 28, 16:Darum hat der Herr also gesprochen: Schon habe ich in Zion einen Grundstein gelegt, einen geprüften Stein, einen kostbaren Eckstein festester Grundlage. Wer da glaubt, soll nicht weichen! 30, 15:Denn der Herr, der Heilige Israel's, hatte also gesprochen: In Umkehr und Ruhe besteht euer Heil, in Stille und Vertrauen besteht eure Heldenkraft! 33, 22:Denn der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Gebieter, der Herr ist unser König, er wird uns helfen! Mich. 7, 79:Ich aber will ausspähen nach dem Herrn, will harren auf Gott, der mein Heil ist! Mein Gott wird mich hören! Freue dich nur nicht über mich, meine Feindin! Denn, bin ich gefallen, so stehe ich(auch wieder) auf; sitze ich in Finsternis, so ist doch der Herr mein Licht! Den Unwillen des Herrn will ich tragen, weil ich mich an ihm versündigt habe, bis er sich meiner Sache annimmt und mir Recht schafft. Er wird mich zum Lichte führen; ich werde mich erquicken an seiner Gerechtigkeit. Jer. 16, 19:O Herr, meine Kraft und meine Burg und meine Zuflucht in Grangsalszeit, zu dir werden die Völker von den Enden der Erde herkommen und sprechen: Nur Trug haben unsre Väter zum Besitz bekommen, nichtige(Götzen), von denen keiner zu nützen vermag. 17, 7. 8:Gesegnet ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist! Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanat ist und seine Wurzeln nach dem Bache hinstreckt, der sich nicht fürchtet, wenn Hitze kommt, dessen Laub frischgrün bleibt, der(auch) in dürren Jahren unbesorgt ist und nicht ablässt, Früchte zu bringen. 20, 11:Aber der Herr ist mit mir wie ein gewaltiger Held, darum werden meine Verfolger straucheln und nichts ausrichten... Klagel. 3, 25. 26:Denn der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fragt. Es ist ein köstliches Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen! Jes. 40, 30. 31:Mögen Jünglinge müde und matt werden und junge Männer straucheln: die, die auf den Herrn hoffen, gewinnen(immer wieder) neue Kraft, sie verjüngen(ihr) Gefieder wie die Adler, sie laufen und werden(doch) nicht matt, sie wandeln und werden(doch) nicht müde. 50, 10:.. Wer in Finsternis dahinwandelt, ohne einen Lichtstrahl, der vertraue auf den Namen des Herrn und stütze sich auf seinen Gott!

Eine besondere Ausserung des Gottvertrauens ist dasBeten(Jes. 1, 15. 36, 7. 37, 15. 45, 20. Jer. 11, 14. 29, 7. Jon. 2, 2.),Plehen(Jer. 14, 12. Jo. 1, 14),Rufen(Jer. 11, 14. Klagel. 3, 57. Hab. 1, 2. Jes. 55, 6. 58, 9. 65, 24.),Schreien 2u Gott(Hos. S, 2. Jes. 30, 19. Klagel. 2, 18. 3, 56. Hab. 1, 2. Hes. S, 18.

Jes. 58, 9. Jon. 1, 5. 2, 3.) Jes. 30, 19:Ja du Volk, das auf dem Zion, zu Jerusalem wohnt: Immerfort sollst du nicht weinen! Gewiss wird er(Gott) dich begnadigen infolge deines Schreiens. Wenn er es vernimmt, erhört er dich. 65, 24:Und es soll geschehen: ehe sie noch rufen, antworte ich schon; während sie noch

reden, erhöre ich schon! Bittgebete finden sich: Jes. 26, 8 fl. Klagel. 5.(Hab. 3, 18. 19.) Jes. 61, 10 ff. 63, 5 ff. Jo. 2, 17. Von dem schuldigen Dank für die Lrfahrung der Hilfe Gottes reden: Jes. 38, 19. Jer. 33, 11. Jes. 51, 3. Jon. 2, 10. Dangebete finden sich: Jes. 12, 1. 2. Jon. 2, 2 10. Das erstere von beiden lautet:Ich danke dir, Herr, dass sich, nachdem du mir gezürnt, dein Zorn gewandt und du mich getröstet hast! Fürwahr, Gott ist mein Heil! Ich bin voller Zuversicht und fürchte mich nicht! Denn der Herr ist meine Stärke und mein Lobgesang und von ihm kam mein Heil.

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Viele Aussprüche der Propheten sind angeführt worden, jeder, wie ich denke, in der Gruppe, zu der er gehört. Auf wen machte es nicht einen erschütternden Eindruck, dass die, die besondere Sünden abgesehen von Götzendienst und gewissenloser Rechtspflege rügen, insgesamt unsre sittlichen Zustände treffen, dass sogar Bosheit und Frivolität heutzutage in einem jener Zeit unbekannten Grad vorhanden sind und zwar nach einer fast zweitausend- jährigen Wirksamkeit des Evangeliums Jesu Christi an den Herzen unzähliger Menschen? Doch führt diese Wahrnehmung nicht etwa zu dessen Entwertung in unsern Augen, sondern wir folgern so: Wenn trotz des Christentums das ja freilich den Menschen nicht immer