Aufsatz 
Die Grundzüge der religiösen und sittlichen Anschauung der alttestamentlichen Propheten, aus ihren Schriften durch zahlreiche, z.T. wörtlich angeführte Stellen nachgewiesen, nebst einer kurzen geschichtlichen und sachlichen Einleitung
Entstehung
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und überall in evangelischer Reinheit geboten wurde und wird die Sünde sich als eine so furchtbare Macht darstellt, wie würde es erst ohne jenes stehen? und erwarten die Möglich- keit einer wahren Besserung der Menschheit nur von der fortschreitenden Entfaltung der Kräfte der christlichen Religion auf allen Lebensgebieten, auf die sie überhaupt einwirken kann. Es bleibt eben bei der biblischen Wahrheit:Gerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben. Demnach wird auch die Lebensfähigkeit unsres Volkes um so grösser, sein Bestand um so gesicherter, seine Zukunft um so glücklicher sein, je fester sich die überwiegende Mehrheit der christlichen Deutschen die Kraft des Glaubens aneignet, in der E. M. Arndt freudig bekannte:

Ich weiss, an wen ich glaube, ich weiss, was fest besteht,

Wenn alles hier im Staube wie Staub und Rauch verweht.

Ieh weiss, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt,

Wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen hält.

Ieh weiss, was ewig dauert, ich weiss, was nie verlässt;

Auf ew'gen Grund gemauert, steht diese Schutzwehr fest.

Es sind des Heilands Worte, die Worte fest und klar, An diesem Felsenhorte halt' ich unwandelbar

und die ächte, ungeheuchelte Frömmigkeit, deren WahlspruchAIlzeit im Herrn der gottbegnadigte Prediger und Dichter Karl Gerok uns tief ins Herz drücken wollte mit den herrlichen Worten:

AIlzeit im Herrn! Trag ich im HerzensgrundeAllzeit im Herrn! In Worten und in Werken

Sein Licht und Heil, sein seligmachend Wort, Thu, was du thust, vor seinem Angesicht,

Wird jede Stunde mir zur Andachtsstunde, So wird sein Geist zu jeder Pflicht dich stärken,

Wird jede Stätte mir zum Gnadenort. So gibt sein Wort auf jedem Weg dir Licht!

Ob rings umher das Weltgetümmel brause: In seinem Namen geh' ans Werk am Morgen,

Er ist bei mir, ich bin bei ihm zu Hause, In seinen Schoss wirf Abends deine Sorgen,

Und unverrückt ruht meines Lebens Kern Das Kleine thu' sowie das Grosse gern Allzeit im Herrn. Allzeit im Herrnt