Aufsatz 
Die Grundzüge der religiösen und sittlichen Anschauung der alttestamentlichen Propheten, aus ihren Schriften durch zahlreiche, z.T. wörtlich angeführte Stellen nachgewiesen, nebst einer kurzen geschichtlichen und sachlichen Einleitung
Entstehung
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ein Jahr des Wohlgefallens des Herrn auszurufen und einen Tag der Rache unsres Gottes, um alle Trauernden zu trösten, dass er den Trauernden Zion's zulege, ihnen verleihe Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, Prachtgewand statt verzagten Geistes; und man wird sie nennen Terebinthen der Gerechtigkeit, Pflanzung des Herrn, durch die er sich verherrlicht. 62, 10 12:Zieht hindurch, zieht hindurch durch die Thore! Richtet her den Weg für das Volk! Macht Bahn, macht Bahn! Räumet(alle) Steine aus dem Wege! Pflanzt ein Panier für die Völker auf! Lässt doch der Herr bis ans Ende der Welt verkündigen: Saget der Tochter Zion: Fürwahr, dein Heil kommt herbei! Fürwahr, sein Lohn(kommt) mit ihm, und seine Vergeltung(schreitet) vor ihm her! Und man wird sie nennenDas heilige Volk,Die Erlösten des Herrn; dich aber(Zion!) wird man Aufgesuchte nennen,Stadt, die nicht verlassen ward. Hagg. 2, 6 9:Denn so spricht der Herr der Heer- scharen: Nur noch eine kleine Frist währt es, so erschüttere ich den Himmel und die Erde, das Meer und das Trockene; ich bringe alle Völker in Erregung, dass die Kleinodien aller Völker herbeikommen sollen, und ich erfülle dieses Haus mit Herrlichkeit, spricht der Herr der Heerscharen. Mein ist das Silber und mein ist das Gold, spricht der Herr der Heerscharen. Die nachmalige Herrlichkeit dieses Tempels wird grösser sein, als die frühere, spricht der Herr der Heerscharen, und ich werde Heil auf diese Stätte legen, spricht der Herr der Heerscharen. Sach. 1, 16. 17:Darum spricht der Herr also: Ich wende mich erbarmend Jerusalem wieder zu: mein Tempel soll darin(wieder) aufgebaut werden, spricht der Herr der Heerscharen, und die Messschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden. Ferner verkündige laut und sprich: So spricht der Herr der Heerscharen: Fortan werden sich meine Städte vor Wohlergehen weit ausdehnen, und der Herr wird Zion wiederum trösten und Jerusalem wiederum erwählen! 2, 10 13:Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn alsbald erscheine ich, um in deiner Mitte zu wohnen, spricht der Herr. Da werden sich dann an jenem Tage viele Völker an den Herrn anschliessen, um zu seinem Volke zu gehören und mitten unter dir zu wohnen, und du wirst(daran) er- kennen, dass mich der Herr der Heerscharen zu dir gesandt hat. Der Herr wird Juda als sein Erbteil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen und Jerusalem wiederum erwählen. Alles Fleisch sei stille vor dem Herrn! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung. 8, 20 23:So spricht der Herr der Heerscharen: Noch wird es geschehen, dass(ganze) Völker und die Bewohner vieler Städte herbeikommen. Ihre Bewohner werden zu einander hingehen und sagen: Auf! lasst uns hinziehen, um den Herrn zu begütigen und um den Herrn der Heerscharen zu suchen! Auch ich will hinziehen! Und so werden viele Völker und zahlreiche Nationen herbeikommen, um den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und um den Herrn zu begütigen. So spricht der Herr der Heerscharen: In jenen Tagen wird es geschehen, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen einen Judäer beim Rockzipfel ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch ziehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist! Jo. 3, 15:Danach aber werde ich über alles Fleisch meinen Geist aus- giessen; da werden eure Söhne und eure Töchter prophezeien, eure Greise werden Träume haben und eure Jüng- linge Gesichte schauen. Sogar über die Sklaven und Sklavinnen werde ich in jenen Tagen meinen Geist ausgiessen. Ieh werde Wunderzeichen am Himmel und auf Erden erscheinen lassen: Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Finsternis wandeln und der Mond in Blut vor dem Anbruch des gressen und schrecklichen Tages des Herrn. Aber ein jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden; denn auf dem Berg Zion und zu Jerusalem soll Rettung sein, wie der Herr gesagt hat, und unter den übrigen(für den), den der Herr beruft. Was die Vereinigung Israel's und der Heiden zu einem grossen Friedensreich mit der Hauptstadt Jerusalem betrifft, so erscheint sie Hesekiel nach 44, 6. 7. nur unter der Bedingung vollziehbar, dass alle Heiden die Religion Israel's annehmen und auch dessen rituelle Vorschriften befolgen. Nicht nur in der Liebe Gottes, sondern auch in seiner Treue und Wahrhaftigkeit sehen die Propheten eine Bürgschaft für die Erfüllung ihrer Hofnung auf

eine glückliche Zulunft des Volles. Mich. 7, 20:Du wirst an Jakob die Treue erweisen, an Abraham die Gnade, die du unsern Vätern von(längst) vergangenen Tagen her zugeschworen hast. Jer. 32, 42:Denn so spricht der Herr: Wie ich über dieses Volk all dieses schwere Unheil gebracht habe, so bringe ich(auch) über sie all das Gute, das ich ihnen verheisse. Bei Hesekiel heisst es öfter:Siehe, ich, der Herr, habe es gesagt und will's auch thun. An einigen Stellen wird übrigens nicht das Interesse Gottes am Foll- Israel, sondern das an der Wahrung seines eignen Ansehens als Grund dafür angegeben, dass

er das Folk nicht aufgibt. Hes. 36, 22 24:Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr: Nicht euretwegen schreite ich ein, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Völkern,(überall), wohin ihr kamt. Und ich werde meinen grossen Namen heiligen, der unter den Völkern entweiht ward, den ihr unter ihnen entweiht habt, damit die Völker erkennen, dass ich der Herr bin, spricht der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen heilig an euch erweisen werde. Und ich werde euch aus den Völkern hinwegholen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen. Jes. 48, 11:Um meinet- willen, um meinetwillen thue ich's denn wie würde mein Name entweiht werden! und meine Ehre will ich keinem andern abtreten] 49, 23:.. und du sollst erfahren, dass ich der Herr bin, der ich nicht zu Schanden werden lasse, die auf mich harren!

Gott allein ist im stande, das Volk zum wahren Heil zu führen. Darum ist das Ver-

trauen auf menschliche Kraft und Anstrengung falsch und wird von Gott bestraft. Hos. 1, 7:Dem Hause Juda aber will ich(Gott).. Rettung schaffen durch den Herrn, ihren Gott; aber nicht will ich ihnen durch Bogen, noch durch Schwert, noch durch Schlachten, noch durch Rosse und Reiter Rettung schaffen. 8, 14: Weil sich Israel seinen Schöpfer aus dem Sinne schlug und(sich) Palläste baute, und(weil) sich Juda viele feste Städte anlegte, will ich Feuer wider seine Städte entsenden, das soll ihre Bollwerke verzehren. Jes. 30, 15 18:Denn der Herr, der Heilige Israel's, hatte also gesprochen: In Umkehr und Ruhe besteht euer Heil, in Stille und Vertrauen besteht eure Heldenkraft! Aber ihr wolltet nicht und sagtet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen! deshalb sollt ihr fliehen! Und auf Rennern wollen wir reiten! deshalb sollen rennen eure Verfolger! Tausend von euch sollen fliehen vor dem Kriegsruf eines Einzigen, vor dem Kriegsruf

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