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Die Grundzüge ihrer religiösen und sittlichen Anschauung sind folgende:
Gott ist Einer d. h. Israels Gott ist der einzig wahre unter den auf Erden verehrten Göttern. Hos. 13, 4:„Ich, der Herr, bin doch dein Gott von Egypten her; einen andern, der Gott wäre, kennst du nicht....“ Mich. 4, 5:„Wenn alle(andern) Völker im Namen ihres Gottes wandeln, so wandeln wir im Namen des Herrn, unsres Gottes, immer und ewiglich.“— Zeph. 2, 11.— Jer. 32, 27:„Siehe, ich der Herr, bin ein Gott aller Menschen.“ Jes. 43, 10:„Vor mir ist kein Gott gewesen, so wird auch nach mir keiner sein.“ 44, 6. 8. 45, 6. 21. 46, 9.— Sach. 14, 9:„Zu der Zeit wird der Herr nur einer sein und sein Name nur einer.“
Gott ist eiwig d. h. er war immer und wird immer sein. Jer 10, 10:„Der Herr.... ist ein ewiger König.“ Jes. 40, 28:„.. der Herr ist ein ewiger Gott...— 43, 13:„Schon von Anbeginn bin ich....“— 51, 6. 8:„... mein Heil bleibt ewig..., meine Gerechtigkeit bleibt ewig...— Hab. 1, 12.
Gott ist unreränderlich gedacht bezüglich seines Entschlusses, zu strafen. Hes. 24, 14: ich will's nicht rückgüngig machen, noch mich gereuen lassen.“— Sach. 8, 14.— Mal. 3, 6:„Und ich will euch strafen,.. denn ich bin derselbe...“ Jedoch wird dieser Entschluss öfter durch seine Barmherzigkeit und Gnade wieder aufgehoben und dann Gott veränderlich dargestellt. Klagel. 3, 31— 33. Jo. 2, 13, auch Mich. 7, 18. 19. Hes. 18, 21. 22. Jes. 60, 10 u. n.
Gott ist sehr mächtig. Das bezeugen seine Werke aus der Vorzeit, der seinem Willen entsprechende Weltlauf und besonders seine stete Herrschaft über die zeugenden und zer- störenden Kräfte der Natur. Am. 4, 13:„Denn siehe, es ist einer, der die Berge gemacht und den Wind geschaffen hat, der den Menschen zeigt, was er im Sinn hat, der die Morgenröte in Finsternis verwandelt, der dahinschreitet über die Höhen der Erde.„Herr, Gott der Heerscharen“, ist sein Name.“— 5, 8:„Er ist's, der das Siebengestirn und den Orion geschaffen hat, der aus der Finsternis den Morgen macht und aus dem Tag die finstere
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Nacht, der dem Wasser des Meeres ruft und es ausgiesst über den Erdboden.„Herr“ ist sein Name.“— 4, 6— 10.— Hos. 2, 8:„Denn sie will nicht wissen, dass ich es bin, der ihr Korn, Most und Oel gegeben hat...“— 8, 7.— 9, 2:„Darum sollen dich Tennen und Keltern nicht ernähren und der NMost soll ausbleiben.“ 9, 11.
12.— Jes. 5, 10:„Denn zehn Joch Weinberg sollen nur einen Eimer geben und ein Malter Aussaat nur einen Scheffel bringen.“— 19, 5— 9. 30, 23. Jer. 5, 22. 10, 6.— 10. 12:„Er hat die Erde durch seine Kraft geschaffen...“ V. 16:„... er ist's, der das All geschaffen hat...“— 14, 22. 27, 5. 31, 35.— 32, 17:„Ach Herr Gott, siehe, du hast Himmel und Erde geschaffen durch deine grosse Kraft und deinen ausgereckten Arm— für dich ist kein Ding unmöglich.“— V. 19 heisst Gott„mächtig an That.“— Der Cherub Hes. 1. 10. ist ein Sinnbild der überallhin Leben oder Tod spendenden göttlichen Macht. Hes. 10, 5 heisst Gott„der Allmächtige.“ Jes. 45, 7: „Der ich das Licht bilde und die Finsternis schaffe, der ich Heil wirke und Unheil schaffe. Ich, der Herr, bin's, der dies ulles bewirkt.“— 48, 12.— 49, 26 ist Gott„der Starke Jakob's“ genannt.— 51, 15. Sach. 8, 6.
Gott ist allgegenirärtig d. h. seine Macht reicht überallhin, niemand kann sich ihren
Wirkungen entziehen. Am. 9, 2. 3:„Wenn sie in die Unterwelt einbrechen, soll sie doch meine Hand von dort zurückholen, und wenn sie in den Himmel hinaufsteigen, will ich sie doch von dort herabstürzen. Wenn sie sich gleich oben auf dem Gebirge Karmel verstecken, will ich sie doch dort ausfindig machen und herabholen. Und wenn sie sich vor meinen Augen auf dem Grunde des Meeres verbergen, will ich dort die Schlange ent- bieten, die soll sie beissen.“— Jes. 7, 10. 11.— Jer. 16, 17.— 23, 23. 24:„Bin ich denn ein Gott(nur) in der Nähe, spricht der Herr, und nicht ein Gott(auch) in der Ferne? Meinst du, dass sich jemand so heimlich ver- bergen könne, dass ich ihn nicht sehe? Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?“— Im Widerspruch
mit dieser Anschauung steht die Meinung des Propheten Jona(1, 3), Gott entfliehen zu können.
Gott weiss alles, zas die Meuschen sinnen und thun. Jes. 29, 15:„Wehe denen, die verborgen sein wollen vor dem Herrn, die ihr Vorhaben verhehlen und ihr Thun im Finsteren halten und(dabei) denken: Wer sieht uns? und wer kennt uns? Wie seid ihr so verkehrt!“— Jer. 17, 10:„Ich, der Herr, bin es, der das Herz erforscht, die Nieren prüft und zwar, um einem jeden nach seinem Wandel, nach der Frucht seiner Thaten zu vergelten.“— 32, 19:„du, dessen Augen offen stehen über allen Wegen der Menschenkinder...— Mal. 3, 16.
Gott besitet hohe Weisheit, die die menschliche unendlich weit übertrifft. Sie offenbart sich in der wunderbaren Einrichtung des Weltalls und in Gottes Ratschlüssen und Wegen auf dem Gebiet der sittlichen Welt. Das Gleichnis Jes. 28, 23— 29:„Horcht auf und höret meine Stimme, merket auf und höret meine Rede! Pflügt der Landmann jeden Tag seinen Acker, um zu säen? durchfurcht und eggt er ihn in einem fort? Nicht wahr? Wenn er ihn eben gemacht hat, so streut er Dill und virft Kümmel und säet Weizen und Gerste, ein jegliches, wobhin er es haben will, und Spelt an seinem Rand. Und zwar unter- wies ihn, lehrte ihn sein Gott. Denn man drischt Dill nicht mit dem Schlitten, auch lässt man nicht das Wagen- rad über Kümmel gehen, sondern Dill schlägt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken. Wird Brotkern etwa zermalmt? nicht immerfort drischt man drauf los oder treibt das Rad seines Wagens und seine Pferde darüber; man zermalmt es nicht. Auch das ist von dem Herrn der Heerscharen ausgegangen. Er hegt einen wunderbaren Plan, hohen Verstand.“ Jer. 10, 12:„Er, der.. den Erdkreis durch Weisheit ge- gründet und durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt hat.“— 32, 19 nennt Gott„gross an Rat.“ Jes. 55, 8. 9:„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern, soviel der Himmel höher ist, denn die Erde, soviel sind anch meine Wege höher, denn eure Wege, und meine Gedanken, denn eure Gedanken.“
Gott ist heilig d. h. er besitzt überirdische Herrlichreit, die allen Menschen, besonders Israel Ehrfurcht abnötigt, und unerreichbare sittliche Hoheit, die ihn zum Freund der Frommen, zum, Feind der Bösen macht und darum die Menschen antreiben soll, in seinen Wegen, nach


