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II. Im erſten Jahre: a. Der Beief Pauli an die Römer wird geleſen und erklärt; 2 Stunden einzelne Stellen werden memoriert. In gleicher Weiſe werden ausgewählt eAbſchnitte aus wöchentl. anderen neuteſtamentlichen Briefen behandelt. Das Evangelium Johannis wird durchge⸗ nommen. b. Die Bibelkunde des A. und N. Teſtaments wird repetiert. c. Wieder⸗
holung der memorierten Kirchenlieder und Pſalmen.
Im zweiten Jahre: a. Die Apoſtelgeſchichte St. Lucae wird geleſen und
erklärt. Die Hauptepoche der Kirchengeſchichte, ſowie das Leben mehrerer Kirchen⸗ liederdichter werden eingehender betrachtet. b. Repetition der 5 Hauptſtücke des Kate⸗ chismus nebſt Bibelſprüchen. c. Wiederholung der memorierten Kirchenlieder und Pſalmen. 15 Einen integrirenden Teil des Religionsunterrichts bildet auch die jeden Sonnabend um 12 Uhr als Wochenſchluß des Unterrichts mit allen evangeliſchen Schülern abgehaltene Andacht(Hora), in welcher die Pericopen geleſen, kurz erklärt und einer chriſtlichen An⸗ ſprache zu Grunde gelegt werden; hierdurch wird zugleich auf den Fortgang des Kirchen⸗ jahres ſtets hingewieſen.
Für den Religionsunterricht der wenigen katholiſchen und israelitiſchen Schüler wird ſeitens der hieſigen resp. Religionsgemeinden geſorgt.
2. Deutſch.
VI. a. Leſen, teils ſtatariſch, teils curſoriſch, in Hopf und Paulſieks Leſebuch für 4 Stunden Sexta; Nacherzählen des Geleſenen und ſchriftliche Uebungen aus dem Leſeſtoff. b. Er⸗ chentl. läutern, Memorieren und Vortragen von ca. 20 ausgewählten und hinreichend erklärten Gedichten aus dem Leſebuche. 8. Grammatik im Anſchluß an das Leſebuch: Wort⸗ formenlehre, Uebungen aus der Wortbildungslehre, Unterſcheidung der Glieder des einfachen Satzes. Die deutſche Formenlehre wird in der grammatiſchen Terminologie an den latei⸗ niſchen Unterricht angeſchloſſen d. Stilübungen in Verbindung mit orthographiſchen Uebungen: kleine Erzählungen und Beſchreibungen. Alle 14 Tage neue ſchriftliche Arbeit
zur häuslichen Correctur.
V. a. Leſen und mürdliches, bisweilen ſchriftliches Nacherzählen des Geleſenen in Hopf 4 Stunden und Paulſieks Leſebuch für Quinta. b. Memorieren und Vortragen von ca. 20 ausge⸗ wöchentl. wählten Gedichten des Leſebuches, nachdem dieſelben in vorausgehender Beſprechung genügend erlaͤutert worden ſind. c. Grammatik im Anſchluß an das Leſebuch: der einfach er⸗ weiterte und der zuſammengezogene Satz, ſowie die leichteren Formen des zuſammengeſetzten Satzes, einſchließlich des Nothwendigſten der Interpunctionslehre. Kenntnis der Wortarten. Die Rection der Präpoſitionen, die Conjunctionen. Beſprechung einiger Zeitwörter nach Ableitung und Zuſammenſetzung und der dadurch geänderten Bedeutung. d. Stil⸗ übungen: Erzählungen und Beſchreibungen, Briefe, Umformen poetiſcher Stücke(ge⸗ ſchichtlichen Inhalts) in Proſa. Briefe. Orthographiſche Uebungen. Bei dieſen wie bei der Interpunctions⸗ und Satzlehre wird der betreffende Anhang im Leſebuche benutzt. Alle 14 Tage eine ſchriftliche Arbeit zur häuslichen Correctur.. IV. a. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Stücke aus dem Leſebuche 3 Stunden von Hopf und Paulſiek für Quarta mit mündlichem oder ſchriftlichem Wiedergeben des wöchentl. Inhalts. b. Memorieren und Vortragen von ca. 23 hierzu ausgewählten Gedichten des Leſebuches, nachdem dieſelben hinreichend erläutert ſind. c. Grammatik: Der zuſammen⸗ geſetzte Periodenbau. Interpunctionslehre. Die Rection der Zeit⸗ und Eigenſchaftswörter. d. Stilübungen. Etwas umfangreichere Erzählungen oder Beſchreibungen, Briefe und Geſchäftsaufſätze. Alle 2—3 Wochen ein Aufſatz zur häuslichen Correctur. III. a. Leſen und Erklären proſaiſcher und poetiſcher Abſchnitte aus Hopf und Paul⸗ 4 Stunden ſieks Leſebuch für Tertia. Uebungen im mündlichen und ſchriftlichen Reproducieren und wöchentl. Umformen(indirecte Rede). Im erſten Jahre wird ferner geleſen: Geſänge aus dem


