Vikar Fritz Dühring(für Mathematik in III'B).
Geboren 1883 zu Dresden, besuchte D. 1893— 1902 die Kreuzschule und widmete sich dann vorzugsweise dem Studium der Mathematik und Physik an der Technischen Hochschule zu Dresden und an den Universitäten zu Berlin und Leipzig. Die Staatsprüfung legte er vor der Kgl. Prüfungskommission in Leipzig ab. Seine Lehrtätigkeit begann er Ostern 1907 an der Tollerschen Realschule in Leipzig. Nachdem er am 1. Januar 1909 sein gesetzliches Probejahr am König Albert-Gymnasium begonnen hatte, wurde ihm Ostern desselben Jahres der Übertritt an das Schiller-Realgymnasium gestattet.
Vikar Arthur Felix Schiel(für Französisch und Erdkunde in IIIB).
Geboren 1880 zu Dothen(Sachs.-Weim.), besuchte Sch. von Ostern 1890 bis Ostern 1899 das König Albert- Gymnasium zu Leipzig, genügte danach seiner Militärpflicht beim 8. Inf.-Regt.„Prinz Johann Georg“ Nr. 107 und studierte dann an der Universität Leipzig neuere Sprachen und Erdkunde. Sein Universitätsstudium unter- brach er im Jahre 1903 durch einen siebenmonatigen Aufenthalt in Frankreich, wo er während des größten Teiles dieser Zeit assistant etranger am lycée zu Alengon war. Von Mich. 1905 bis Ostern 1908 unterrichtete er an der Barthschen Realschule in Leipzig, hielt sich im Sommer 1908 in England auf und wurde nach bestandener Staatsprüfung zur Erstehung des Probejahres Ostern 1909 dem Schiller-Realgymnasium zugewiesen, an dem er zugleich als Vikar tätig war. In seinem Militärverhältnis ist er Leutnant d. R. d. 8. Inf.-Rgts.„Prinz Johann Georg“ Nr. 107.
Ständiger Fachlehrer Kantor Friedrich Wilhelm Hänßel(für Singen, Schreiben, Stenographie
und Rechnen in VI).
Geboren 1865 in Königsbrück, besuchte H. von Ostern 1879 bis 1885 das Königliche Seminar zu Pirna und war hierauf drei Jahre als Hilfslehrer und ein Jahr als ständiger Lehrer an den Bürgerschulen in Leisnig tätig. Von Ostern 1889 ab wirkte er ein Jahr als provisorischer Lehrer in Lindenau und dann als ständiger Lehrer an verschiedenen Volksschulen Leipzigs. Daneben besuchte er mehrere Jahre das hiesige Konservatorium und die musikgeschichtlichen Vorlesungen Professor Dr. H. Kretzschmars an hiesiger Universität. Michaelis 1895 wurde ihm neben seinem Schulamte die Organistenstelle in Leipzig-Eu. und am 15. August 1897 die Kantorstelle in Leipzig-Li. übertragen. Ostern 1909 wurde er als ständiger Gesanglehrer am Schiller-Realgymnasium angestellt.
Ständiger Fachlehrer Julius Fritz Weißenborn(für Zeichnen).
Geboren 1869 zu Leipzig, besuchte W. von 1879 bis 1884 das Nikolaigymnasium und studierte von Ostern 1884 bis 1888 an der Königl. Kunstakademie der gleichen Stadt. Er war 1888 bis 1891 in Glogau und Leipzig als kunstgewerblicher Zeichner und Porträtist tätig, legte 1889 in Liegnitz die Einjährig-Freiwilligenprüfung und 1892 in Dresden die Fachlehrerprüfung für Zeichnen ab. April 1891/92 genügte er seiner Militärpflicht beim 10. Königl. Sächs. Infanterie-Regiment Nr. 134 in Leipzig und wurde 1893 zum Vizefeldwebel d. Res. befördert. Von Ostern 1892 bis 1895 war er als Zeichenlehrer an der Teichmannschen Realschule sowie Ostern 1894/95 an der Smittschen höheren Töchterschule und außerdem von Ostern 1894 bis 1908 an der Buchdruckerlehranstalt sowie 1900/1903 an der Städtischen Gewerbeschule in Leipzig tätig. Ostern 1895 wurde er in gleicher Eigenschaft an der Städtischen 13. Bezirksschule angestellt und Ostern 1909 zum Zeichenlehrer an dem Schiller-Realgymnasium ernannt. Außerdem ist er, und zwar seit Ostern 1906, Lehrer an der Königl. Akademie für graphische Künste zu Leipzig.
Ständiger Fachlehrer Friedrich Bernhard Striegler(für Turnen).
Geboren 1865 zu Lausigk, erlernte St. nach seiner Schulzeit den Buchhandel und war im Verlaufe von 18 Jahren in allen Hauptzweigen dieses Berufes(Sortiment, Verlag, Kommissionsgeschäft, Großsortiment) tätig. Nebenbei widmete er sich dem praktischen Turnwesen, machte nach mehrjähriger, privater Vorbereitung 1886 einen Kursus an der Königl. Turnlehrerbildungsanstalt zu Dresden durch und bestand im November die Prüfung als Lehrer für Turnen und Schwimmen. Ostern 1898 gab er seinen Buchhändlerberuf auf und trat als Turnlehrer in das Kollegium der VII. Bürgerschule zu Leipzig ein; Ostern 1909 erfolgte seine Berufung als Turnlehrer an das Schiller-Real- gymnasium.
Als Hausmeister der Schule ist Herr Ernst Günther angestellt worden, als Heizer für die Wintermonate Herr Gustav Schneider.
Die zur Einführung vorgeschlagenen Lehrbücher wurden durch die Verordnungen des König- lichen Ministeriums vom 31. III. und 16. IV. 1909 bestätigt.


