Aufsatz 
Zu Schillers Gedächtnis.
(Ansprache an die Schüler der Anstalt, gehalten am 9. Mai 1905.)
Entstehung
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poetischen Wert, sondern auch zugleich eine hervorragende ethische Bedeutung. II. A. Inhalt der Sage(nach der Bearbeitung von Vob). 1. Der Empfang der beiden Götter(der Zweck ihres Er- scheinens»in sterblicher Bildung-?) a) bei den gottlosen Reichen; b) bei dem frommen alten Ehepaare. 2. Der Ratschluß der Götter: a) die Bestrafung der Frévler; b) die Belohnung der einzigen Frommen. B. Der ethische Kern der Sage. 1. Grundgedanke(Hlauptthema): Die Gottheit bestraft jeg- lichen Frevel und belohnt wahre Tugend und Frömmigkeit (vgl. die Worte Juppiters V. 161:»Wir sind, auch züchti- gend, Geber des Guten-).. *2. Nebenthema: Darstellung des sittlichen Wertes der Gast- freundschaft(vergl. oben A, 1).

3. Die Bedeutung des Eingangsgespräches in GoethesHermann und Dorothea.

I. Das Gespräch des Wirtes und der Wirtin, welches Goethes Epos»-Hermann und Dorothea« einleitet(I, V. 150), kann als das Muster einer Exposition bezeichnet werden; denn es führt uns auf die natürlichste und ungezwungenste Weise in die Handlung ein.

II. Das Eingangsgespräch macht uns bekannt A. mit dem Orte und der Zeit der Handlung(Lage des Städt-

chens: V. 6, 10 12, das Gasthaus zum Goldenen Löwen: 20 21, Jahres- und Tageszeit: 45 50, 7);

B. mit drei Personen:

1. unmittelbar mit Hermanns Eltern: sie sind wohlhabend (V. 15), der Vater ein»trefflicher Hauswirt«(32, seine Vor- liebe für bequeme, wenn auch altmodische Kleidung: 33 37), die Mutter eine»kluge, verständige Hausfrau-(22), wirt- schaftlich und sparsam(23 25); beide, gutherzig und mild- tätig, sind bemüht, menschliches Elend nach Kräften zu lin- dern(13 15, 25 31), entziehen sich aber gern seinem An- blick(8 12, 42 f.);

2. mittelbar mit Hermann, dessen Geschicklichkeit im Fah- ren der Vater mit Befriedigung hervorhebt(16);

C. mit der Situation, aus der sich die ganze Handlung des Epos entwickelt: dem Schicksal der Vertriebenen, dem Anteil der Stadtbewohner, der Sendung Hermanns.

III. Indem uns dieses einleitende Gespräch sofort»in medias res« versetzt, erregt es zugleich unsere lebhafte Spannung, zu er- fahren, was die Stadtbewohner draußen auf der Landstraße gese- hen, und besonders, was Hermann erlebt hat,