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Die Räume für den physikalischen, chemischen und naturkundlichen Unterricht sind alle in gleicher Weise ausgeführt und behandelt. Die drei Lehrzimmer haben ansteigende Podien aus Eisenbeton erhalten, auf denen die Bänke stehen und zwar die großen vorn und die kleinen hinten. Dadurch war allerdings die Anlage gleicher Stufen in den Gängen nicht immer durchzuführen, aber andererseits der Vorteil gewonnen, daß die vorderen Bänke bei Benutzung der Räume durch die großen Schüler der oberen nur gering besetzten Klassen nicht, leer bleiben. Die Ableitung der Gase in dem physikalischen Vorbereitungszimmer und in den chemischen Räumen erfolgt durch verbleite Eisenrohre, welche eine obere und untere Offnung und eine obere Lockflamme haben. Das chemische Laboratorium und ebenso das Lehrzimmer und der Sammlungsraum für Physik haben Balkone erhalten.
Zu den naturkundlichen Lehrräumen gehören auch der rund 350 qm große Schulgarten, welcher auch ein Wasserbecken aus Zementbeton mit mehreren Abteilungen von verschiedener Tiefe enthält, ferner das Eckhäuschen im Schulgarten, das zur Aufbewahrung von Pflanzen und Gartengeräten dient, und der Raum für lichtfreie Keimversuche im Untergeschoß.
plattform. Die durch eine kleine Wendeltreppe vom Dachboden aus erreichbare Platt- form hat einen Durchmesser von rund 6,90 m, bietet also Platz genug für die Schüler einer der höheren Klassen. Der in der Mitte der Plattform von unten auf massiv hochgeführte Pfeiler ist oben als Tisch ausgebildet. Das Brüstungsgeländer ist nach Graden eingeteilt.
Schuldiener-Wohnung. Die Schuldiener-Wohnung besteht aus drei Zimmern, Küche und Speisekammer, Abort, Waschküche und Keller und ist mit Ausnahme der beiden letzt- genannten Räume im Erdgeschoß in direkter Verbindung mit der Schule angeordnet.
Heizung und Lüftung. Sämtliche Räume der Anstalt werden durch eine Niederdruck- dampfheizung erwärmt, da diese neben den verhältnismäßig geringen Anlagekosten die größte Gewähr für den notwendigen ununterbrochenen Betrieb bietet, auch im Betrieb billig ist und ein schnelles Anheizen ermöglicht. Die Bedienung des Heizkessels erfolgt durch den Schuldiener. Als Heizkörper sind in den Klassen glatte Rohrschlangen, in den übrigen Räumen Radiatoren, die außer denjenigen der Aula und einiger Dienstzimmer unverkleidet geblieben sind. Die Rohrschlangen besitzen den Vorteil der besseren Wärmeverteilung, bedürfen aber andererseits einer sorgfältigen Reinigung, da die Staubablagerung bei horizontalen Rohren eine erheblich größere ist, als bei den vorwiegend vertikalen Flächen der Radiatoren. Um die Klassen-Temperatur, die durch Transparent-Thermometer auch vom Flur aus ersichtlich ist, auf der ihr einmal ge- gebenen Höhe zu erhalten, sind selbsttätige Temperaturregler eingebaut. Diese Vorrichtung ist insofern von größter Bedeutung, weil eine UÜberheizung des Raumes leicht nachteilige Wir- kungen auf die Leistungsfähigkeit der Schüler ausübt...
In dem Amtszimmer des Direktors, dem Vorzimmer, Aktenzimmer und Lehrerzimmer, ferner in den Vorbereitungszimmern für Physik, Chemie und Naturkunde und in den Arbeits- zimmern des Büchereiverwalters und des Vorstehers der naturkundlichen Sammlungen sind Gasöfen aufgestellt, um eine Beheizung der Räume in der UÜbergangszeit vor der vollen Inbetrieb- setzung oder nach der Außerbetriebsetzung der Zentralheizung zu ermöglichen. Mit der Zentral- heizung ist eine Druckluft-Anlage verbunden. Die Zufuhr frischer Außenluft erfolgt durch einen im Untergeschoß eingebauten Ventilator, welcher die gehörig vorgewärmte Luft durch Mauer- kanäle in die einzelnen Räume drückt, während die verbrauchte Luft durch besondere Schächte nach dem Bodenraum entweicht.
Ent- und Bewässerung und Trinkspringbrunnen. Die Wasserversorgung des neuen Schulhauses ist so durchgeführt, daß sie auch den weitgehendsten Ansprüchen gerecht wird.


