.
18— 0— 4
„dies ſind Worte einer beruͤhmten Engliſchen Schriftſtellerin*) ermunternd muß jedem Weibe der Gedanke ſeyn, daß beinah alle durch „Verdienſte ausgezeichnete Menſchen die feinere Bildung ihres Gemuͤthes
„ihren Muͤttern verdanken. Moͤchte mein Geſchlecht ſeine ehrenvolle
hund große Beſtimmung der Mutterwuͤrde gehoͤrig achten und nie „leichtſinnig vernachlaͤſſigen! Moͤchte jedes Weib uͤber ihre Gefuͤhle nund Handlungen ſo wachen, daß es nie fuͤrchten duͤrfte, von ihren Kindern belauſcht zu werden! Moͤchten doch alle Muͤtter oͤffentlich nund in der Stile ſo handeln, daß das Andenken an ſie ihren Kindern „immer als eine Schutzgottheit ihrer Tugend zur Seite gehe!¹“
—— 1
—
Ich beſchließe die in der gegenwaͤrtigen und in der vorhergehenden
Schulſchrift enthaltenen Betrachtungen uͤber die Jugendbildung mit
folgenden Gedanken. Wenn das, was ſich auf geiſtige und ſittliche
Erziehung der aufwachſenden Geſchlechts bezieht, von jeher ein hohes
Intereſſe fuͤr Menſchen von Geiſt und Herz gehabt hat; ſo iſt es in dem gegenwaͤrtigen Zeitalter doppelte, ja zehnfache Pflicht, die Bildung unſerer Jugend zur Vernuͤnftigkeit und Moralitaͤt ſo zu betreiben, daß ſie dereinſt Entſchloſſenheit, Muth und Kraft haben moͤge, gegen das
je laͤnger je mehr uͤberhand nehmende Boͤſe ſiegreiche Kaͤmpfe zu wagen.— Vaͤter und Muͤtter! wie wird es dereinſt— wofern es in Zukunft wie bisher fortgeht— wenn unſere Kinder erwachſen
ſind,
1 6.„
*) Mad. Woolſtoncraft.


