Aufsatz 
Der Neubau der Großherzogl. Augustinerschule. Beschreibung des Neubaus
Entstehung
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sind die vier Vorschulklassen sowie Sexta, Quinta und Quarta des Gymnasiums untergebracht. ¹) Das erste Obergeschoss nimmt die übrigen sechs Gymnasialklassen, sowie Sexta und Quinta der Realschule auf, während das zweite Obergeschoss(Abbild. 3) für die oberen vier Real- klassen und die drei Parallelklassen, von denen vorläufig zwei zusammengelegt sind und als Gesangsaal benutzt werden, bestimmt ist.Später dient der Zeichensaal als Gesangsaal. Ausserdem enthält das Erdgeschoss des Hauptgebäudes einen Lehrsaal für Physik und Chemie nebst Vorbereitungszimmer und je einem grösseren und kleineren Sammlungsraum sowie ein Zimmer für die Altertumssammlung und ein Pedellenzimmer am Haupteingang.

Im ersten Obergeschoss ist an der Ecke des Platzes und des seitlich vorbeiführenden Schützenrains das Erkerzimmer des Directors nebst Vorzimmer untergebracht. Ausserdem enthält es das Beratungs- und Lehrerzimmer, einen Sammlungsraum für beschreibende Natur- wissenschaften und die Bibliothek. Im zweiten Obergeschoss liegen ausser dem Gesangsaal und den schon genannten Klassenzimmern der nach Norden gerichtete Zeichensaal nebst Sammlungszimmer für Lehrmittel.

In einer besonderen Baugruppe ist dem Hauptgebäude, nur durch-y schnittlich 0,30 m über dem umgebenden Gelände gelegen, die Turn- und Festhalle nebst dem Archiv angegliedert(Abbild. 4). Ueber dem Hauptein- L. gang zu ersterer, der Kleiderablage und dem Geräteraum, welche auf 3,65 m Höhe liegen blieben, sowie über dem Archiv und der Halle sind, durch eine Nᷣ besondere Treppe zugänglich, Galerieen nebst Kleiderablagen untergebracht. 7 Diejenigen über letztgenannten beiden Räumen öffnen sich in mächtigen Bögen Noᷣ nach dem Festraum.

An die nördliche. Schmalseite der Turn- und Festhalle lehnt sich das Schülerabortgebäude nebst Vorraum an, während an die Nordseite des Haupt- gebäudes das Pedellenhaus sich anschmiegt. Das letz- tere enthält drei Zimmer, 4 4 Küche, Keller(in letzterem Abbild. 3. II. Obergeschoss.

Waschküche) und Boden- raum(Abbild. 5).

In dem Keller des Hauptgebäudes ist die Central-(Niederdruckdampf- und Luft-) Heizung mit ihren Frischluftkammern, Räumen für Brennstoffe u. s. w. und ein grosser zweiter Raum für die Altertumssammlung untergebracht. Letzterer dient für die grösseren, schwerer zu bewegenden Stücke von kunst- und culturgeschichtlicher Bedeutung, welche teilweise von Ausgrabungen herrühren. In dem Hauptgebäude sind zwei Treppen angelegt, welche den

Nerkehr zwischen den einzelnen Geschossen vermitteln(Abbild. 6 und 7). Bezüglich der Orientierung des Gebäudes ist zu bemerken, dass die Klassenzimmer nach Osten und Süden gerichtet sind. Da auch nachmittags Unterricht abgehalten wird, ist die Westlage als un- günstig vermieden. Als Flächeneinheit auf den Schüler waren erfordert: für kleinere Schüler 1 am, für grössere Schüler 1,2 bis 1,5 qm. Diese Masse sind durchweg reichlich vorhanden-

Die Raumeinheit bewegt sich bei lichten Stockwerkhöhen von 4,05 m in Unter- und Oberklassen zwischen 4,2 bis 5,21 chm für den Schüler. Die Fensterlichtmasse betragen überall sehr reichlich ein Fünftel der Grundfläche der einzelnen Klassenzimmer. Die freie Spielplatzfläche bemisst sich auf den Kopf(unter Annahme von 730 Schülern) auf rund 2,75 dm. Ausserdem ist ein besonderer Turnhof vorhanden; auch ist ein botanischer Garten im Anschluss an den Spielplatz geplant.

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4. ¹) Da nach Einführung der facultativen Abschlussprüfung die Raumbedürfnisse sich etwas änderten, sind jetzt die Obersecunda des Gymnasiums im zweiten, die Quarta des Gymnasiums im ersten Obergeschoss untergebracht.

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