Der Neubau der Grossh. Augustinerschule.
Beschreibung des Neubaus.“
Behufs Erlangung von Entwürfen für ein neues Schulgebäude wurde im Jahre 1898, nachdem ein Friedberger Kunstfreund die Mittel für ein Preisausschreiben zur Verfügung gestellt hatte, ein allgemeiner Wettbewerb ausgeschrieben, bei welchem als Preisrichter die Herren Oberbürgermeister und Regierungs-Baumeister
Gnauth aus Giessen, der jetzige Finanzminister e--2as-. h †. 83 Hessens, Geheimer Oberbaurat Professor Karl Hof-—y— b mann und Professor Wickop aus Darmstadt wirkten.[.83. Der Entwurf des Unterzeichneten wurde mit dem ersten 4 4— Preise gekrönt. Auf Grund eines zweiten, engeren 4 8 venuubol 2 Wettbewerbs, an welchem noch die Verfasser des einen, 3 1 mit einem zweiten Preise gekrönten Entwurfes teil-— nahmen, wurde dem Unterzeichneten dann von der[[ Wor. aſe 362— Stadtverwaltung die gesamte Bearbeitung der Aus- Ar,. führungspläne und die Bauleitung übertragen. Nachdem am 20. September 1899 der erste e=0-- Spatenstich gethan war, wurde am 29. October in denpene feierlicher Weise der Grundstein zu dem Gebäude gelegt. Obwohl während des Frostes der Winterzeit 1899/1900 und 1900 7 1901— 49,29* die Bau- 2—— Norasbdl-K 1- eg 1 thätigkeit— ſebar——— monate- Wokns.— 8. 3 lang aus- L.. setzte, war 98 5——— das Ge- 4, 5——— 2 5ueg bäude doch wraen-a 4 7 Anfang;———— 4 u0 4142 11 441 4+ 4 2m † 2 Juli 1901—— vollständig. 9,18.— rſa 29,87 3— 15— 8,54— Kenleiidete Abbildung 2. Erdgeschoss.
grossen Sommerferien wurde es seiner Bestimmung übergeben.
Das Schulgebäude ist für 730 Schüler berechnet, und zwar sind vorgesehen vier Vorschulklassen zu je 25 Schülern, neun Gymnasialklassen zu je 25 Schülern, neun Real- klassen(darunter drei Reservezimmer für Parallelklassen) zu je 45 Schülern.
Gegenwärtig unterrichten einschliesslich des Directors an der Anstalt 22 Lehrer 419 Schüler..
Eine räumliche Trennung der Gymnasial- und Realklassen war nicht erfordert, und dieselben verteilen sich über die drei Geschosse in folgender Weise. Im Erdgeschoss(Abbild. 2)
¹) Mit gütiger Erlaubnis des Verfassers der Beschreibung, Herrn Architekten Franz Thyriot in Köln, des Schöpfers unseres Neubaus, und der Herren W. Ernst& Sohn in Berlin, abgedruckt aus dem„Centralblatt der Bauverwaltung“, XXI. Jahrgang, Nr. 73 vom 11. September 1901.


