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Die Seinen wog Er nicht nach Sätzen, Die sich gestaltet in der Zeit;
Er wusste besser sie zu schätzen Im Geist des Herrn der Ewigkeit.
Gleich wie der milde Thau befeuchtet Rings alle Blumen auf der Flur;
Gleich wie des Himmels Sonne leuchtet, Belebend jeder Creatur:
IIatt' Er für Alle Eine Liebe, Umfasste sie mit Einem Blick,
Und wirkt' mit väterlichem Triebe Für Seines Volkes Ruhm und Glück.
Wer schirmte so der Geister Freiheit? Wer ehrte so das freie Wort?
Ihn schreckte nicht der Dinge Neuheit, Zum Bessern wirkt Er fort und fort.
Nicht in der Tempel engen Mauern Sucht Er den grossen Geist der Welt:
In der Betrachtung heil'gen Schauern Fand Er ihn überm Sternenzelt.
Sein Gottesdienst war— mässig leben, Und Sein Gebet— Arbeitsamkeit, Sein Glaube— Höh'rem nachzustreben,
Sein Himmel— Andrer Seligkeit.
Und musst' Er manches Leid ertragen: Er trug es, wie ein Heldenherz;
Wir hören Philokteten klagen, Doch Ludwig lächelt bei dem Schmerz.


