3
Nicht soll der Rede Schmuck IThu scehmücken, Der einfach war, wie die Natur; Die Blumen, die wir heut' IZhm pflücken, Erblühten all' auf Seiner Flur.
So weit als die Geschichte reichet, Sind unsre Ilerrscher treu und gut; Doch keinem Seiner Vüter weichet An Treusinn Er und Edelmuth.
Wer zühlet Ladecigs edle Thaten, Die Er mit Vaterhuld uns bot?
Er hiess nicht bloss von Gottes Gnaden, Er war auch gnädig, wie ein Gott.
Für's Höchste sah'n wir Ihn entbrennen, Nie wich Er von der Milde Bahn;
Hätt' Er die Welt beglücken können, Mit Seinem Blut hätt' Er's gethan.
Die Herrschaft trug Er als ein Lehen, Die Tugend war Sein Eigenthum:
Solch ein Besitz kann nicht vergehen, Unsterblich ist ein solcher Ruhm!
Rein, wie es kam aus Gottes Händen, Blieb auch sein Herz in falscher Zeit;
Vom Rechten war's nicht abzuwenden: Denn es war ganz voll Biederkeit.
0! was ist aller Glanz der Kronen Vor solcher Einfalt des Gemüths?- Die Thaten, so im Herzen wohnen,
Sind mehr, als Adel des Geblilts.— 1*


