Aufsatz 
Predigt, gehalten am 9. Mai 1830
Entstehung
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Sie sind vereint! Nach sel'gen Höhen Schwang sich zum Herzen auf das Herz.

Sie jauchzen nun im Wiedersehen; Doch, ach, uns bleibt der Trennung Schmerz!

Sie waren unser, wir die Ihren! Das fühlen wir mit Leid und Lust:

Mocht' Sie ein Gott dem Blick entführen, Ihr Bild lebt fort in unsrer Brust.

Sein theures Bild wird uns umschweben, Verklärt, wie es der Enkel schaut,

Im tiefsten Herzen ewig leben: Denn da steht Sein Altar erbaut.

Wer wird auch Dess vergessen können, Der Allen wollte Vater sein?

Wenn wir den Namen Vater nennen, So fällt uns Vater Ladavig ein.

Er war ein Mann ihr Männer klaget! Bergt nicht die Thränen, Ihm geweint!

Das Leid, so ihr um Ludoig traget, Tragt ihr um einen Menschenfreund!

Ich ruf' es laut mit all' den Meinen: Zum Tempel weiht' er sich mein Haus.

Wollt ich mein Leben nach Ihm weinen, Ich weint' Ihm meinen Dank nicht aus.

Doch will ich meinen Schmerz bekämpfen, Der flammend mir die Brust durchglüht,

Zu Klagen nicht die Saiten dämpfen, Und Ludwig leb' in meinem Lied.