Dem Andenken
Seiner Königlichen Hoheit, des Allerdurchlauchtigsten Fürsten and Herrn,
L ü.dew i g I.,
regierenden Grossherzogs von Hessen und bei Rhein.
Am Tage Allerhöchst- Dessen Beisetzung den 10. April 1830.
Er war— und wie verwais't die Hülle Vom hohen Geiste schweigend liegt:
Sinkt auf uns nieder dumpfe Stille, Als ob der Tod die Welt besiegt.
Ja, unsre Welt liegt überwunden! Wir steh'n betäubt und fassen's nicht:
Der Glanz der Sonne ist verschwunden, Wenn eines Vaters Auge bricht.
Wir sahn die schwarze Stunde kommen, Und wähnten uns gefasst und stark:
Sie kam, der Funke ist verglommen, Und Graun des Tod's dringt uns durch's Mark.
Die Mutter schied und winkt beim Scheiden Des Segens Gruss dem Vater zu; Der Himmel hört's und öffnet Beiden
Die Pforte zu dem Land der Rub. 1


