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lieren und Mechaniſieren unſeres äußern Lebens und unſerer Geiſtes⸗ richtungen bedroht wird, ſo muß man auf die von Gott unſerem Volke eingepflanzten Geiſteseigentümlichkeiten hinweiſen, nach denen es unſere Beſtimmung nicht ſein kann, in die Fehler der romaniſchen Völker zu verfallen, bei denen die Herrſcher des Staats und der Kirche und geiſtliche wie weltliche Lehrer die originalen Kräfte der in Gottes Gnade zu geiſtiger Freiheit berufenen menſchlichen Perſönlichkeit ſo ſehr geſchwächt haben. Der Erfolg unſerer erzieheriſchen und didak⸗ tiſchen Bemühungen wird ohne Zweifel von unſerer eigenen Ver⸗ ſenkung in das tiefe, reine, wahre, aus Gott quellende Leben unſeres Gemüts und unſeres geſamten geiſtigen Innenlebens und von dem Ernſte abhängen, mit dem wir dieſes ideale perſönliche Geiſtesleben in allen Geſtaltungen des familiären, geſellſchaftlichen, ſtaatlichen, wiſſenſchaftlichen und künſtleriſchen Lebens unſeres Volkes und der Menſchheit überhaupt aufſuchen, unſerem Verſtändnis nahe bringen und zum beſten Beſtandteil unſeres Unterrichts machen. Der Unter⸗ richt in der Religion, in den Sprachen und in der Geſchichte vermag dies am unmittelbarſten und beſten zu leiſten. Die Religion führt durch die innigſte Hingabe des menſchlichen Weſens an Gott in das tiefſte, innerlichſte Leben der Perſönlichkeit ein, wodurch nicht nur das Gemüt vertieft, belebt und erwärmt, ſondern auch der ſittliche Wille gekräftigt und das religiös⸗ſittliche Urteil über alle menſchlichen Angelegenheiten herangebildet wird. Eine tief gläubige, nicht durch das Bekenntnis beſchränkte, ſondern geiſtvolle religiöſe Erziehung und Bildung muß heute dringend für unſere männliche und weibliche Jugend gefordert werden. Denn es iſt nicht zu viel geſagt, wenn wir behaupten, daß inmitten unſerer erwerbenden und genießenden Geſellſchaft und trotz unſerer Lernſchulen eine Grauen erregende Un⸗ bildung oder gar Verwilderung in ſittlichen und religiöſen Begriffen und im ſittlichen Leben einreißt und um ſich greift. Unſere Natur⸗ wiſſenſchaft wird viel zu wenig und zu ſelten mit den Thatſachen der Geiſtes⸗ und Religionswiſſenſchaft in Beziehung geſetzt.“ Durch die ausgeſprochenen Gedanken und Forderungen erklärte ich mich früher und erkläre ich mich heute gegen jeden Unterricht, durch den der jugendliche Geiſt nicht zu ſich ſelbſt geführt, wirklich entwickelt und gebildet, ſondern faſt von ſich abgelenkt wird, indem er beſonders da⸗


