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5. Was für Geld iſt bei uns üblich?— 6. Wie unterſcheidet ſich der Anbau des ewigen Klees von dem des Rotklees? Be⸗ ſtimmung vorgelegter Samenproben.(Abiturienten⸗ und Probearbeit.)— 7. a. Ein Wechſel über 1405,80 Mk., ausgeſtellt am 9. September, fällig nach 2 Monaten, wird am 21. September mit 4,5% diskontiert. Wie hoch iſt der Betrag? Wie teuer iſt die Stempelmarke? b. Ein Landwirt kauft am 15. Juli zwei Pferde für 1650 Mk. und gibt zwei andere zum vereinbarten Preiſe von 910 Mk. zurück. Für die fehlende Kaufſumme unterſchreibt er einen Wechſel über 780 Mk., zahlbar am 1. September. Wieviel% Zinſen bezahlt er, pro Jahr gerechnet? Wieviel hätte er geſpart, wenn er die fehlende Kaufſumme bei der Darlehns⸗ kaſſe zu 4% entnommen hätte?— 8. Unter welchen Verhältniſſen empfiehlt ſich für den Landwirt die Haltung von Schweinen? — 9. Iſt für den Landwirt Buchführung nötig?— 10. Eine Kuh im Gewicht von 940 Pfd. erhält täglich 25 Pfd. Runkel⸗ rüben, 10 Pfd. Kohlrüben, 4 Pfd. Haferſpren, 6 Pfund Gerſteſtroh. Gelingt es unter Zulage von Luzerneheu das Tier aus⸗ reichend zu ernähren, wenn es täglich ca. 8 1 Milch gibt?— 11. Zwei Pferde von durchſchnittlich je 650 kg Lebendgewicht erhalten auf 1000 kg täglich bei mittlerer Arbeit 3 kg Roggenſtroh, 3 kg Kleeheu, 8 kg Wieſenheu. Wieviel Hafer iſt täglich zuzufüttern? Was koſtet das tägliche und jährliche Futter, wenn die Preiſe für Stroh, Kleeheu, Wieſenheu, Hafer mit 2,60 Mk. bezw. 4,80 Mk., 4,20 Mk., 13,80 Mk. pro dz angenommen werden?— 12. a. Wie groß iſt das Nährſtoffverhältnis in mittlerem Wieſenheu, Gerſte, Runkelrüben, Erdnußkuchen? b. Die Ration für ein Pferd ſoll 0,7 Pfund Fett, 12 Pfd. Kohlehydrate ent⸗ halten und ein Nährſtoffverhältnis von 1:6 aufweiſen. Wieviel Pfund Eiweiß ſind nötig?— c. Einem Landwirt wird Kleie angeboten zu 10 Mk., Biertreber zu 11,40 Mk., Seſamkuchen zu 11,50 Mk. Welches Futtermittel iſt am billigſten?— 13. Für 14 Ackerpferde ſteht der Wieſenwuchs von 15 Morgen und der Kleewuchs von 4 Morgen zur Verfügung. Die Haferſtrohgabe iſt pro Tag mit 3 Pfd angeſetzt. Wieviel Morgen Haferland müſſen für die Pferde zur Verſorgung mit Hafer reſerviert werden? — 14. a. Ein Landwirt mißt jeden 1. und 15. eines Monats die Milch ſeiner Kühe und fand dabei nachſtehende Zahlen(Zahlen gegeben). Wieviel Milch gab jede Kuh im Jahr? Wie hoch war der Milchertrag pro 100 kg Lebendgewicht? b. Ein Landwirt lieferte wöchentlich 150 1 Milch in eine Anſtalt und bekam für je 1% Fett pro 1 4 Pfg. Die Milch enthielt bisher rund 3,1% Fett. Durch Auswahl unter den Kühen gelang es ihm, Milch von 3,4% Fett zu liefern. Wieviel Mehreinnahme hatte er jetzt?— 15. Wie erzeugt der Landwirt Milch für Kurzwecke?— 16. Abiturienten⸗ und Probearbeit.
Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
A. Das obere Verſuchsfeld, Größe ca. 40 a. Es dient zur Beſchaffung des nötigen Demonſtrationsmaterials für den Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau, Obſtbau, Wieſenbau und in der Botanik, ſowie zur Prüfung neuer Varietäten, ihrer Kulturbedingungen und praktiſchen Brauch⸗ barkeit. Das Feld wird mit Hilfe von Tagelöhnern durch den landwirtſchaftlichen Fachlehrer be⸗ wirtſchaftet. Der Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau findet ſo viel wie möglich auf dem Verſuchs⸗ felde„ſtatt, jedem Schüler der oberen Klaſſe iſt außerdem eine Feldabteilung zur eigenen Beobachtung und Überwachung überwieſen. Im übrigen iſt das Feld allen Schülern der Anſtalt zu beſtimmten Stunden zugänglich. Das Feld beſteht aus 8 Hauptparzellen, welche durch Wege von allen Seiten zugänglich ſind. Zur Abhaltung des Unterrichts iſt ein freier Platz reſerviert.
Von den acht größeren Abteilungen ſind Feld I, II und III in je 4 Parzellen getrennt. Davon dienen die Parzellen 1—9 zur Demonſtration einer neunfeldrigen Fruchtwechſelwirtſchaft. Der Turnus iſt: Hackfrucht, Sommerfrucht, Klee, Winterfrucht, Futterpflanzen, ev. Brache, Raps, Wintergerſte, Hülſenfrüchte, Winterfrucht. Die Parzellen III 2, 3 und 4 tragen Eſparſette, bezw. Luzerne und Dauerpflanzen. Die Abteilungen IV, V, VI ſollen den Schülern die wichtigſten Varie⸗ täten der Kulturpflanzen bieten, auf ihnen findet ein dreijähriger Wechſel ſtatt. Im Sommer 1903 trug Abteilung VI getreideähnliche Gewächſe, Ol⸗ ſowie Geſpinſtpflanzen, Abteilung V war mit Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen bebaut, während Abteilung IV für Hackfrüchte beſtimmt war. Auf der Abteilung VII dienen drei Parzellen zur Vorführung einer verbeſſerten Dreifelder⸗ wirtſchaft, während die vierte Parzelle Beerenobſt trägt. Abteilung VIII iſt für den Anbau von Gemüſe ꝛe. hergerichtet.
Im Jahre 1903 kamen folgende Pflanzen zum Anbau(die Zahlen bedeuten die Zahl der Varietäten):
1. Getreide und ähnliche Pflanzen: Roggen 6, Gerſte 4, Hafer 6, Weizen 4, Mais 6, Hirſe 6, Buchweizen 3.
2. Hülſenfrüchte und Futterpflanzen: Erbſen 4, Vietsbohne 3, Pferdebohne 3, Lupine 5, Linſe 1, Wicke 9, Klee 6, Luzerne 3, Steinklee 2, Serradella, Spörgel, Olrettich, Wickfutter, Klee⸗ grasgemenge, Waldplatterbſe, Ginſter, Griechiſch Heu, Beſenpfriemen, Spitzwegerich, Schafgarbe, Pimpinelle. Grasarten 26.
.Wurzeln und Knollen: Kartoffeln 8, Topinambur, Zuckerrübe 2, Runkelrübe 12, Möhre 3. . Ölpflanzen: Slmad, Dotter, Mohn 3, Senf, Raps, Rübſen, Sonnenblume 2.
5. Geſpinſtpflanzen: Lein 2, Hanf.
6. Gewürzpflanzen: Anis, Kümmel, Fenchel, Dill, Koriander, Schwarzkümmel.
7. Gemüſepflanzen: Küchenkräuter in ca. 20 Varietäten.
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