Aufsatz 
Tabellen für den landwirtschaftlichen Unterricht an der Landwirtschaftsschule zu Weilburg an der Lahn
Entstehung
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Sommer.

Runkelrübe bezw. Zuckerrübe(kürzer: Kohlrübe, V

Waſſerrübe, Möhre). Die Futterpflanzen: Rotklee, Luzerne(kürzer: Inkarnatklee, Weißklee, Baſtardklee, Hopfenklee, Steinklee, Wundklee, Eſparſette, Serradella, Platterbſe), Wickfutter (kürzer Spörgel, Senf), Futterkohl. Die Ol⸗ pflanzen: Raps(kürzer: Rübſen, Olrettich, Mohn, Sonnenblume). Die Geſpinſtpflanzen Lein(kürzer: Hanf). Tabak. Hopfen. Wieſenbau. Die Pflege der vorhandenen Wieſen. Bewäſſerung. Düngung. Eggen. Maß⸗ regeln zum Schutz gegen Näſſe, Witterungsungunſt, Feinde aus der Tier⸗ und Pflanzenwelt. Be⸗ ſeitigung von Steinen, Geſtrüpp ꝛc. Die Ernte. Bereitung von Dürrheu, Braun⸗ und Brennheu, Süß⸗ und Sauerheu. Erträge. Aufbewahren des Heus. Verbeſſerung ſchlechter Wieſen. Neuanlage von Wieſen und Weiden. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Betriebslehre, 6 St. Der Unterricht knüpft

an die Bewirtſchaftungsart in der näheren Um⸗

gegend Weilburgs und ſolcher Wirtſchaften ent⸗ der Milch auf Jutter.

fernterer Gegenden, die allen oder einzelnen Schülern genauer bekannt ſind. Es kommen zur Behandlung: Die Feldſyſteme: Felderwirtſchaft, Fruchtwechſelwirtſchaft, Graswirtſchaft, Feldgras⸗ wirtſchaft, freie Wirtſchaft, beſondere Feldſyſteme in Moor⸗, Sand⸗ und Waldgegenden. Die Vieh⸗ haltung: das Arbeitsvieh; das Nutzvieh; ins⸗ beſondere die Haltung von Rindvieh, Pferden, Schweinen, Schafen, Ziegen, Geflügel, Fiſchen, Bienen. Viehverſicherung. Der Bedarf an totem Inventar. Der Bedarf an Gebäuden. Landwirt⸗ ſchaftliche Nebengewerbe. Der Bedarf an menſch⸗ lichen Arbeitskräften(Beamte, Lohnarbeiter). Die Bezahlung der Arbeitskräfte. Beſchaffung und Erhaltung tüchtiger Arbeiter. Die Arbeiter⸗ verſicherung. Die Beſchaffung und Erhaltung der

Winter.

punkten werden behandelt: Heu, Grünfutterarten, Stroh und Spreu, Körnerfrüchte, Wurzeln und Knollen, Abfälle und Produkte der Mühle, Brauerei, Brennerei, Stärke⸗, Zucker⸗ und Olfabrik, tieriſche Abfälle und Produkte. Die Zuſammenſetzung des täglichen Futters nach Tierart und Nutzungszweck. Fütterungsnormen(Nährſtoffverhältnis). Die Er⸗ nährung des Rindes auf der Weide und im Stalle. Die Ernährung des Pferdes, Schweines, Schafes. Ausführung von Futterberechnungen. Die Beſchaffung der Futtermittel. Regeln beim Ankauf von Futtermitteln; Nährwerteinheit, Ga⸗ rantie, Unterſuchung. Die Aufzucht der jungen Tiere, ihre Ernährung und Pflege. Molkerei⸗ weſen. Die Eigenſchaften und die Zuſammen⸗ ſetzung normaler Kuhmilch. Gewinnung derſelben; Abſonderung im Euter. Einflüſſe auf Menge und Güte der Milch. Abweichend zuſammengeſetzte Milcharten; Koloſtrum, kranke Milch. Die Ver⸗ wendung der Milch in der Wirtſchaft. Der Ver⸗ kauf von Vollmilch. Verfälſchung der Milch. Milchunterſuchungsmethoden. Die Verarbeitung a Die Rahmgewinnung. Aufrahmverfahren unter Benutzung der Schwer⸗ kraft und der Zentrifugalkraft. Rahm, Sauer⸗ milch, Magermilch. Die Abſcheidung des Butter⸗ fettes aus Rahm, event. Vollmilch. Butterungs⸗ maſchinen. Buttermilch. Weitere Verarbeitung der Butter. Kneten, Salzen, Färben, Formen, Verpackung. Vertrieb der Butter. Die verſchiedenen Butterſorten. Verfälſchung der Butter. Margarine. Butterunterſuchungsmethoden. Die Käſegewinnung.

Abſcheidung des Käſeſtoffs. Molken. Verarbeitung

zum Betriebe nötigen Vorräte. Das Geld: Bar⸗ geld, Wechſel, Wertpapiere. Ausleihen und leih-

weiſe Beſchaffung von Geld. Lebensverſicherung. Sparkaſſen. Darlehnskaſſe von Raiffeiſen, Vor⸗ ſchußkaſſe von Schultze-Delitzſch, ſonſtige Kredit⸗

inſtitute. Börſe und Kurszettel, Einrichtung und wichtigſte Geſchäfte der Banken. Kauf und Pacht

eines Gutes. Abſchluß eines Kaufes. Pacht⸗ kontrakt. Rentengüter, Gutsübernahme. Die Auf⸗

ſtellung des Wirtſchaftsplanes. Die Ausführung

der laufenden Arbeiten und von Meliorationen. Konſolidation. kauf der f produkte. Märkte. Genoſſenſchaftlicher Abſatz. Die Intereſſenvertretung der Landwirte. Wo irgend möglich, werden Berechnungen angeſtellt. 6 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Der Verkauf der Wirtſchafts-

des Käſeſtoffs zu Käſe. Die wichtigſten Käſeſorten. Die Verwertung der Rückſtände der Milch. 6 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Betriebslehre, 2 St. Buchführung. Zweck der Buchführung. Feſtſtellung des Vermögens und des Reinertrages der Wirtſchaft, event, einzelner Betriebszweige und Einrichtung der dazu erforder⸗ lichen Bücher nach dem Prinzip der einfachen und doppelten Buchführung.(Einkommen⸗ und Er⸗ gänzungsſteuergeſetz.) Berechnung des Rein⸗ ertrages und Einkommens. Kontrolle der Wirt⸗ ſchaftsführung durch Hülfsbücher. Regiſter für Feldbeſtellung und Ernte. Regiſter für Boden⸗, Scheunen⸗ und Mietenvorräte. Viehregiſter. Probe⸗ melk⸗ und Wägeregiſter. Molkereiregiſter. Lohn⸗

regiſter. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.