Aufsatz 
Versuch einer Gesellschafts-, Rechts- und Staatslehre für Schüler : Fortsetzung
Entstehung
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200 Mk. zur Anſchaffung der nötigen Uniformen bewilligt worden waren. Dieſelben nahmen an allen Übungen der freiwilligen Feuerwehr teil und wurden außerdem von den betreffenden Führern in 6 Sonderübungen an der Spritze, den Hydranten und der großen Leiter ausge⸗ bildet. An letzteren Übungen beteiligten ſich außerdem noch weitere 8 Schüler. Dieſe Neu⸗ einrichtung bezweckt, bei den künftigen Landwirten Intereſſe und Verſtändnis für die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr zu wecken, damit ſie im ſpäteren praktiſchen Berufe imſtande und bereit ſind, das gemeinnützige Wirken derſelben an ihrem Wohnorte zu fördern. Den Herren der freiwilligen Feuerwehr zu Weilburg, insbeſondere dem Kommandanten derſelben, Herrn Kaufmann und Stadtverordneten Erlenbach, ſei auch an dieſer Stelle für ihr freundliches und bereitwilliges Entgegenkommen der wärmſte Dank abgeſtattet.

Die Themata für die größeren ſchriftlichen Arbeiten der Schüler waren folgende:

Deutſche Auffätze: III. 1. Wozu man die Steine gebraucht hat. 2. Inhalt des vierten Abenteuers des Nibelungenliedes. 3. Was erzählt das Nibelungenlied von Volker? 4. Dietrich von Bern nach dem Nibelungenliede. 5. Die Schickſale Gunthers(Klaſſenarbeit). 6. Inhalt der erſten Szene des erſten Aktes von Schillers Tell. 7. Inhalt der vierten Szene des erſten Aufzuges von Schillers Tell. 8. Welche Gründe führt Rudenz im Geſpräch mit ſeinem Oheim für ſeinen Anſchluß an Habsburg an? 9. Welches Bild gewinnen wir vom Vierwaldſtätter See aus Schillers Tell? 10. Probearbeit.

II. 1. Welche Folgen hatte die Entdeckung Amerikas? 2. Über Lerſes Schlußwort in Götz:Wehe der Nachkommenſchaft, die Dich verkennt! 3. Die Schickſale Georgs aus dem Schauſpiel Götz von Berlichingen. 4. Der Anteil des Max an der Handlung in den Piccolomini. 5. Welche Gründe entſchuldigen den Verrat Wallenſteins? 6 Welche große Ziele haben die Hohenzollern in der Mark bis 1619 verfolgt? 7. Warum heißt der Kurfürſt Friedrich Wilhelm der Große? 8. Der Charakter des Wirts in Minna von Barnhelm. 9 Was half Friedrich dem Großen im ſiebenjährigen Kriege zum Siege? 10. Probearbeit.

I. 1. Welche Charakterzüge zeigt der Apotheker in den drei erſten Geſängen von Göthes Hermann und Dorothea? 2. Was erfahren wir in Göthes Iphigenie über die Schickſale der Heldin? 3.Die Götter brauchen manchen guten Mann zu ihrem Dienſt auf dieſer weiten Erde. Erläutert an Beiſpielen. 4. Welches Volk des Altertums iſt das bedeutendſte geweſen? 5.Das eben iſt der Fluch der böſen Tat, daß ſie fort⸗ zeugend immer Böſes muß gebären. Erläutert an Schillers Braut von Meſſinga. 6. a. Inwiefern iſt Napoleon I. durch ſeine eigene Schuld zu Grunde gegangen? b. Die Stimmung in Deutſchland nach 1815 in Gedichten von Uhland und Rückert. 7. Warum iſt in den Jahren 184850 die Einigung Deutſchlands mißlungen?(Klaſſenarbeit). 8. Vaterländiſche Dichtungen Geibels bis 1863. 9.Untreue ſchlägt den eigenen Herrn. Erläutert an Beiſpielen. 10. Abiturienten⸗ und Probearbeit.

Naturwiſſenſchaftliche Arbeiten: A. In der Botanik und Zoologie: III. 1. Die Blüte des Apfel⸗ baums. 2. Vergleichung der Blüte von Wieſenſalbei und weißem Bienenſaug. 3. Iſt der gemeine Wachtel⸗ weizen mit dem gebräuchlichen Augentroſt verwandt? 4. Die Herbſtzeitloſe(Probearbeit). 5. Zu welcher Familie gehört der Hamſter? 6. Welche Schlüſſe läßt der Körperbau der Ente auf deren Lebensweiſe zu? 7. Vergleichung der Mundwerkzeuge des Maikäfers und des grünen Heupferdes. 8. Probearbeit.

II. 1. Mit welchen Organen und auf welche Weiſe nehmen die Pflanzen die Bodennährſtoffe auf? 2. Der mikroſkopiſche Bau des Eichen⸗ und Kiefernholzes. 3. Die Familie der Gräſer. 4. Auf welche Weiſe hat man die Wege der Stoffwanderung in den Pflanzen ermittelt?(Probearbeit). 5. Nach welchen Geſichtspunkten muß man den Wert eines Nahrungsmittels beurteilen? 6. Durch welche Verdauungsſäfte, an welcher Stelle und auf welche Weiſe werden die wichtigſten Nährſtoffe verdaut? 7. Der Bau der Muskeln und der Nerven. 8. Probearbeit.

I. 1. Der echte und der falſche Meltau des Weinſtockes. 2. Vergleichung der Entwicklung von Mooſen und Farnen(Probearbeit). 3. Schnecken und Muſcheln, eine Vergleichung. 4. Probearbeit.

B. In der Phyſik, Chemie und Mineralogie. III. 1. Sulfide und Oxyde. 2. Die Schwe⸗ felſäure als Putzmittel. 3. Wie wird das Speiſeſalz gewonnen? 4. Das Kalkbrennen. 5. Die Cal⸗ ciumſalze. 6. Der Graukalk als Mörtel. 7. Nach welchen Geſetzen bilden ſich Salze? 8. Wie verhin⸗ dert man die Bildung von Keſſelſtein(Probearbeit). 9. Die Dezimalwage. 10. Wie erklärt ſich das Schwimmen der Körper? 11. Wie arbeitet die Wagenbremſe? 12. Wie muß die Pumpe eingerichtet ſein, welche Waſſer aus einem 9 m tiefen Brunnen heraufſchafft? 13. Weshalb bildet ſich das Eis im Win⸗ ter auf der Oberfläche des Waſſers? 14. Durch welche Einrichtungen wird der gleichmäßige Gang einer Hepſuneſcine bewirkt? 15. Weshalb haben wir bei hohem Baro meterſtande meiſt heiteres Wetter? 16.

robearbeit.

II. 1. Das chemiſche Verhalten der Calciumphosphate. 2. Die Salpeterarten. 3. Welche Vor⸗ ſichtsmaßregeln muß man aus chemiſchen Gründen beim Ausſtreuen von Düngemitteln beachten? 4. Die pflanzlichen Eiweißſtoffe und Amide.(Probearbeit). 5. Welche Stoffe gelangen durch die Verwitterung der Geſteine in den Ackerboden? 6. Wovon hängt Höhe und Stärke eines Tones ab? 7. Weshalb vergrößert die Lupe? 8. Probearbeit.

1. 1. Heizflamme und Leuchtflamme. 2. Das Petroleum. 3. Wie desinfiziert man mit Chlorkalk? 4. Die chemiſchen Vorgänge beim Räuchern. 5. Wie ſah es bei uns zur Devonzeit aus? 6. Wie ſind die Staßfurter Kaliſalze entſtanden? 7. Wie arbeitet die elektriſche Hausklingel? 8. Probearbeit.