Aufsatz 
Versuch einer Gesellschafts-, Rechts- und Staatslehre für Schüler : Fortsetzung
Entstehung
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Chronin.

Aus dem Ende des Schuljahres 1901/2 iſt folgendes nachzutragen.

Im März 1902 wurde Herr Oberlehrer Krausbauer auf Grund ſeiner Abhand⸗ lungBeiträge zur Kenntnis der Collembola in der Umgegend von Weilburg an der Lahn von der Univerſität Marburg zum Dr. phil. promoviert.

Zur Reifeprüfung für das Winterhalbjahr 1901/2 waren folgende 6 Schüler der I. Klaſſe zugelaſſen:

239. Walther Ottmann, Sohn des Profeſſors an der Landwirtſchaftsſchule Dr. Hugo O. in Weilburg, geb. 11. Juli 1886, aufgenommen in V 21. April 1897;

240. Ewald Rabeneck, Sohn des verſtorbenen Gutsbeſitzers Georg R. zu Asbachhof bei Uffenheim in Mittelfranken, geb. 9. Nov. 1881, aufgenommen in III 5. Aug. 1899;

241. Friedrich Martin, Sohn des Güter⸗Expedienten a. D. Johann M. in Weil⸗ burg, geb. 3. März 1884, aufgenommen in IV 21. April 1897;

242. Karl Günther, Sohn des Gutsbeſitzers Andreas G. in Bergshauſen, Landkreis Kaſſel, geb. 6. April 1885, aufgenommen in IV 18. April 1898;

243. Hans Burkhard, Sohn des Weinhändlers Eduard B. in Eltville, Rheingau, geb. 16. Nov. 1881, aufgenommen in III 29. Aug. 1898;

244. Joſeph Weber, Sohn des Lehrers Johann W. in Weilburg, geb. 20. Nov. 1883, aufgenommen in III 19. Okt. 1898.

Am 3.7. März fand ihre ſchriftliche Prüfung ſtatt, deren Themata folgende waren:

Deutſcher Aufſatz: Wie die Saat, ſo die Ernte. Erläutert an Beiſpielen.

Franzöſiſch: überſetzung eines Stückes aus Paganel, Hist. de Frédérie le Grand, ins Deutſche und eines deutſchen Stückes ins Franzöſiſche.

Mathematiſche Aufgaben: a) Rechnen: Ein Landwirt hat mit einer Bank Kontokorrentverkehr. Die Bank zahlt 2 ½ pCt. Zinſen vom Einlegtage an und fordert 10 pECt. Proviſion bei Rückzahlungen. Der Landwirt legt 2350 Mk. ein und holt ſie nach 10 Tagen wieder. Lohnt ſich das Einlegen? Wie lange muß eine Summe ſtehen bleiben, damit der Einleger keinen Schaden hat? b) Geometrie: Ein Dreieck zu zeichnen, von welchem die Halbierungspunkte H und E zweier Seiten und der Fußpunkt F der zur dritten Seite ge⸗ hörigen Höhe gegeben ſind. c) Arithmetik:

1 4 y 3 y 2 4 x F

. 5 3 41* 2 17 18

II. 5-= 3y 2.

d) Aus einem vierſeitigen Holzblock von 3,5 m Länge, 1,2 m Breite und 1 m Dicke wird ein Waſſertrog hergeſtellt, der im Lichten 2,5 m lang, 0,75 m breit, 0,75 m tief und deſſen Wand 0,15 m ſtark iſt. Wieviel Holz geht dabei verloren und wieviel Waſſer hält der Trog?

Naturwiſſenſchaftliche Arbeit: Wie hängen Wind und Wetter zuſammen?

Landwirtſchaftliche Arbeit: Vergleichung des Anbaues der Kartoffel und der Runkelrübe.

Am 20 März wurde vormittags die Verſetzungsprüfung für den übergang aus der oberen Vorſchulklaſſe(IV) in die III. Klaſſe abgehalten; nachmittags fand die Zenſur und Verſetzung ſtatt, worauf die Schüler in die Ferien entlaſſen wurden.

Am 21. März folgte die mündliche Prüfung der Abiturienten, bei welcher Herr Geh. Regierungs⸗ und Schulrat Hildebrandt von Wiesbaden als Kommiſſar der Königl. Staats⸗ regierung den Vorſitz führte, und das Kuratorium durch Herrn Domänenpächter Knapp⸗ Hof Gnadenthal vertreten war. Der Abiturient Ottmann wurde auf Grund ſeiner vor⸗ züglichen Klaſſen⸗ und ſchriftlichen Leiſtungen von der mündlichen Prüfung befreit, und nach derſelben auch den übrigen 5 Abiturienten das Zeugnis der Reife einſtimmig zuerkannt.

Am 22. März wurde das Schuljahr mit der Entlaſſung der Abiturienten geſchloſſen.

Am 7 April fanden die Aufnahmeprüfungen für das Schuljahr 1902/3 ſtatt. Die Frequenz desſelben geſtaltete ſich folgendermaßen: