Aufsatz 
Versuch einer Gesellschafts-, Rechts- und Staatslehre für Schüler : 1. Teil
Entstehung
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Bei der Weihnachtscenſur am 23. Dez. erhielten die Schüler Horny aus II und Lehnhardt aus V als Prämien Exemplare des PrachtwerkesUnſer Kaiſer, welche von der Landwirtſchaftskammer zu Wiesbaden der Anſtalt zu dieſem Zwecke überwieſen worden waren.

Vom 24. Dez. 1899 bis zum 8. Jan. 1900 dauerten die Weihnachtsferien.

Vom 9. bis zum 13. Jan. war Herr Oberlehrer Freybe beurlaubt, um den chemiſchen

Unterricht des Herrn Direktors Dr. Wilbrand an der Landwirtſchaftsſchule zu Hildesheim u beſuchen.

3 Am 27. Jan. fand zur Feier des Geburtstages Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs ein öffentlicher Schulaktus ſtatt, bei welchem Herr Prof. Dr. Kienitz⸗Gerloff die Feſtrede hielt(über Friedrich den Großen in ſeinem Verhältnis zur Wiſſenſchaft und zum Unterricht).

Zur Reifeprüfung für das Winterhalbjahr 1899,/1900 ſind 8 Schüler der I. Klaſſe zu⸗ gelaſſen. Ihre ſchriftliche Prüfung iſt auf den 5.9. März, ihre mündliche Prüfung auf den 30. März feſtgeſetzt. Über den Ausfall derſelben kann erſt im nächſtjährigen Programm berichtet werden.

Die Themata für die größeren ſchriftlichen Arbeiten der Schüler waren folgende:

Deutſche Aufſätze: III. 1. Tiberius. 2. Wie half Siegfried dem König Gunther Brunhilde heim⸗ führen? 3. Rüdiger von Bechlarn, eine Charakterſchilderung. 4. Inhalt des Gedichtes von Uhland Roland Schildträger. 5. Wodurch hat Karl der Große ſeinen ehrenden Beinamen verdient?(Probear⸗ beit). 6. Otto l und ſein Bruder Heinrich. 7. Inhalt von Uhlands Ballade Taillefer. 8. Was er⸗ zählt uns die Dichtung von Rudolf von Habsburg? 9. Die Bauern und der Adel in der Schweiz, ge⸗ ſchildert nach den beiden erſten Akten von Schillers Tell. 10. Probearbeit.

1I. 1. Eberhard der Rauſchebart, nach Uhlands Balladen. 2. Wodurch verliert die Jungfrau von Orleans ihre Wunderkraft? 3. Warum zieht uns Weislingens Charakter wenig an? 4. Der Charakter Albas. 5. Egmonts Charakter(Probearbeit). 6. Der Wachtmeiſter in Wallenſteins Lager. 7. Der Charakter Max Piccolominis. 8. Warum wird Kurfürſt Friedrich Wilhelm von Brandenburg der Große genannt? 9. Dispoſition und Gedankengang der OdeMein Vaterland von Klopſtock. 10. Probearbeit.

1. 1. a. Emanuel Geibel als Herold des neuen deutſchen Reiches. b. Der Major von Tellheim in Leſſings Minna von Barnhelm. 2. Zuſtände eines deutſchen Kleinſtaates zur Zeit Friedrichs des Großen nach Schillers Kabale und Liebe. 3. Warum ſoll man nicht lügen? 4. Wovon hängt der Wert eines Menſchen ab? 5. Dispoſition und Inhalt von Schillers Glocke(Abiturienten⸗ und Probeaufſatz). 6. Was verdanken wir den alten Griechen? 7. Rückerts Geharniſchte Sonette. 8. Welche Verdienſte hat Preußen ſich 1813 15 um Deutſchland erworben? 9.Thue das Gute, wirfs ins Meer! Sieht es der Fiſch nicht, ſieht es der Herr. Erläutert an Beiſpielen. 10. Abiturienten⸗ und Probeaufſatz.

Naturwiffenſchaftliche Arbeiten. A. In der Botanik und Zoologie: III. 1. Unſere Obſtbäume. 2. Beſchreibung von Diplotaxis muralis. 3. Beſchreibung von Linaria vulgaris. 4. Beſchreibung von Scrophularia alata(Probearbeit). 5. Beſchreibung der Waſſerratte, Arvicola amphibius, und Vergleichung derſelben mit der Wanderratte, Mus decumanus. 6. Eigentümlichkeiten des Vogelſkeletts. 7. Beſchreibung von Lucanus cervus. 8. Probearbeit..

II. 1. Vergleichung der Sommer⸗ und Wintereiche. 2. Die Familie der Gräſer. 3. Die Kohlen⸗ ſtoffaſſimilation. 4. Zu welchem Zweck, auf welchen Wegen und in welcher Form wandern die aſſimilierten Stoffe durch die Pflanze?(Probearbeit). 5. Vergleichung der Schmeißfliege, Rindsbremſe, Schlammfliege und Schnake. 6. Beſchreibung und Vergleichung der Kreuzſpinne, der Kelleraſſel und des Flußkrebſes 7. Auf welche Weiſe gelangen die verdauten Stoffe in das Blut? 8. Probearbeit.

I. 1. Vergleichung der Entwicklung von Erysiphe. Claviceps und der Flechten. 2. Wie werden die Blütenpflanzen beſtäubt und befruchtet?(Probearbeit) 3. Das Verhältnis zwiſchen Blutkreislauf und At⸗ mung bei den Wirbeltieren, Weichtieren und Gliederfüßlern. 4. Probearbeit.

B. In der Phyſik, Chemie und Mineralogie: III. 1. Die Verbrennung. 2. Die Schwefel⸗ ſäure und ihre Salze. 3. Der Kalkſtein und ſeine Verwertung. 4. Wie bereitet man brauchbaren Mörtel, und wodurch bindet derſelbe? 5. Wie verarbeitet man Phosphorit auf Superphosphat, Doppelſuperphos⸗ phat und Präzipitat? 6. Welchen Wert haben die einzelnen Phosphatdüngemittel? 7. Der Thon. 8. Die Staßfurter Salze und ihre Verarbeitung(Probearbeit). 9. a. Welche einfachen Maſchinen finden ſich an einem Ackerwagen, und wie wirken ſie? b. Welche Arten von Reibung müſſen beim Fahren berück⸗ ſichtigt werden? 10. Welche Pumpen werden in der Landwirtſchaft gebraucht, wie ſind ſie eingerichtet, und worauf beruht ihre Wirkung? 11. Wie entſteht ein Ton, und wovon hängt ſeine Stärke ab? 12. Durch welche mechaniſchen Vorrichtungen kann man ſchwere Laſten bewegen? 13. Wie ſind die gebräuchlichen Fern⸗ rohre eingerichtet, und wovon hängt ihre Güte ab? 14. Die Spiegelung von Gegenſtänden in Glasſpiegeln und im Waſſer. 15. Das Verhalten des Waſſers gegen Wärme und Kälte. 16. Gas⸗, Benzin⸗ und Pe⸗ troleummotore(Probearbeit).

II. 1. a. Wie bleicht man Gewebe? b. Butter und Margarine. 2. Das Leuchtgas, ſeine Herſtel⸗ lung und Verwendung. 3. Die Stärke(Eigenſchaften, Gewinnung und Verwertung). 4. Die Rüben⸗

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