9. Abfuhr: D) Arbeiten zur Reinigung unſeres Körpers: Herſtellung von Waſch⸗ und Badevorrichtungen, Beſchaffung des dazu nötigen Waſſers; IIl) Wegſchaffung der Auswurf⸗ und Abfallſtoffe. b. Ruhe und Bewegung: . Herſtellung von Geräten zum Sitzen und Liegen, beſonders für die Nachtruhe (Betten). 9. Zu unſerer Fortbewegung dienen:— ¹) die Herſtellung von Wegen, Straßen, Treppen, Brücken, Kanälen und Schienengeleiſen; Ih) die Arbeiten zur Erfindung, Beſchaffung oder Herſtellung von Transport⸗ mitteln(Reittiere, Wagen, Kähne, Schiffe) und zu ihrer Fortbewegung durch Zugtiere, Dampf oder Elektrizität. B. Arbeiten zur Pflege unſeres Geiſtes. Dazu gehören: a. die Arbeiten zur Mitteilung und Verbreitung der vorhandenen geiſtigen Güter: . durch mündliche Mitteilungen: Belehrung und Unterricht; 9. durch ſchriftliche Mitteilungen: 1) Herſtellung derſelben: Schreiben und Drucken, Ih Beförderung derſelben: Poſt und Telegraphie. b. die Arbeiten zur Vermehrung der geiſtigen Güter: a. die Wiſſenſchaften, welche 1) es uns erſparen, Erfahrungen zu machen, indem ſie 1) die bereits gemachten Erfahrungen für uns ſammeln und aufſparen, 2) noch nicht gemachte Erfahrungen für uns machen oder durch Schlüſſe erſetzen; Il) dieſe Erfahrungen in die einfachſte und kürzeſte Form bringen und uns dadurch Arbeit bei ihrer Aneignung und Anwendung erſparen; 9. die Künſte, welche für uns Schönes ſchaffen: D) die muſiſchen Künſte: Dichtkunſt, Tonkunſt, Schauſpielkunſt; Ih die bildenden Künſte: Baukunſt, Bildnerei, Malerei. Durch alle dieſe Arbeiten wird beſeitigt oder verhütet, was für uns verderblich, ſchäd⸗ lich oder unangenehm iſt, erhalten oder geſchaffen, was für uns notwendig, nützlich oder an⸗ genehm iſt. Die menſchliche Arbeit ſchafft alſo für uns eine ungeheure Summe von Werten.
III. Was verdanken wir dem wirtſchaftlichen Verkehr?
Da wir nur ſehr weniges von dem, was uns verderblich, ſchädlich oder unangenehm iſt, ſelbſt beſeitigen oder verhüten können und nur ſehr weniges von dem, was uns not⸗ wendig, nützlich oder angenehm iſt, ſelbſt ſchaffen oder thun können, ſo ſind wir faſt ganz und gar auf die Hilfe anderer Menſchen angewieſen. Dieſe verſchafft uns der wirtſchaftliche Verkehr und zwar auf zwei verſchiedenen Wegen.
1. Wir brauchen oder wünſchen, entweder dauernd oder zeitweiſe Sachen, welche wir nicht haben, aber Andere haben und dauernd oder zeitweiſe nicht brauchen. Es iſt nötig oder erwünſcht, daß für uns Arbeiten gethan werden, welche wir gar nicht oder zeitweiſe nicht thun können oder mögen, welche aber Andere thun können und mögen. Wir brauchen oder wünſchen, dauernd oder zeitweiſe, Geld, welches ein Mittel iſt, uns Sachen oder Arbeits⸗ kräfte zu verſchaffen, während Andere, dauernd oder zeitweiſe, deſſen mehr haben, als ſie brauchen.
In derſelben Lage ſind andere Menſchen uns gegenüber; und es iſt daher beiden Teilen gedient, wenn ſie ſich durch einen Austauſch helfen.
Wir geben deshalb Anderen eine Sache oder Geld, entweder dauernd oder zeitweiſe (zur Benutzung oder um für dieſe Zeit die Erzeugniſſe der Sache, z. B. eines Ackers, an ſich zu nehmen) oder wir leiſten für ſie eine Arbeit oder treten in ihren Dienſt. Dafür geben


