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198. Paul Hille, Sohn des Kaufmanns Louis H. in Limburg, geb. 15. März 1880, aufgenommen in III 17. Jan. 1895;
199. Georg Koch, Sohn des Gutsbeſitzers Cyriakus K. in Gudensberg, Kr. Fritzlar, Rbz. Kaſſel, geb. 3. Mai 1882, aufgenommen in III 17. April 1895;
200. Albert Dött, Sohn des Goldarbeiters Auguſt D. in Weilburg, geb. 13. März 1882, aufgenommen in V 20. April 1892;
201. Karl Göhring, Sohn des Maſchinenbauers Wilhelm G. in Weilburg, geb. 16. Okt. 1882, aufgenommen in V 10. April 1893.
Vom 2. bis zum 30. Okt. war Herr Oberlehrer Dr. Helmkampf beurlaubt, um die Einrichtungen der Samenprüfungsanſtalt in Hamburg zu ſtudieren.
Am 4. Okt. fand die öffentliche Prüfung für das Sommerhalbjahr ſtatt, deren Ord⸗ nung folgende war:
Vormittags 9 ¾— 12 Uhr: V. Rechnen— Repp, Botanik— Moſer; IV. Geſchichte— Dr. Gotthardt, Mineralogie— Petry; III. Rechnen— Geweniger, Botanik— Krausbauer. Nachmittags 2 ½— 4 Uhr: II. Geometrie— Dr. Ottmann, Wieſenbau— Müller; I. Pflanzenbau— Keſſel, Botanik— Dr. Kienitz⸗Gerloff.
Im Anſchluß an die Prüfung der einzelnen Klaſſen wurden als Prämien 9 Exem⸗ plare des Prachtwerkes von Büxenſtein, Unſer Kaiſer, welche Se. Excellenz der Herr Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten zu dieſem Zwecke geſchenkt hatte, an folgende Schüler verteilt: Karl Keller und Guſtav Weber in V, Walther Ottmann in IV, Fried⸗ rich Keller in III, Rudolf Stroh, Karl Zahn und Hugo Neufeld in II, Hermann Ochs und Julius Haas in IJ. Zum Schluß folgte die Entlaſſung der Abiturienten.
Am 5. Okt. wurde das Sommerhalbjahr mit der Cenſur und Verſetzung geſchloſſen. Mit dem Ende desſelben ſchied zugleich Herr Wieſenbaumeiſter Müller aus dem Lehrer⸗ kollegium, um ganz in den Dienſt des Kreiſes überzutreten. Er hatte dem Verbande der Anſtalt nur 2 ½ Jahre angehört, ihr aber während dieſer Zeit ſehr erſprießliche Dienſte ge⸗ leiſtet, wofür ihm auch an dieſer Stelle der gebührende Dank ausgeſprochen wird.
Am 20. Okt. wurde das Winterhalbjahr eröffnet und das neue Mitglied des Lehrer⸗ kollegiums, Herr Oberlehrer Freybe, in ſein Amt eingeführt.— Otto Freybe, geboren am 25. Sept. 1865 zu Nordhauſen, beſuchte das dortige Realgymnaſium. Im Herbſt 1885 be⸗ ſtand er die Abgangsprüfung und ſtudierte darauf in Halle und Berlin beſonders Natur⸗ wiſſenſchaften. Im Herbſt 1890 beſtand er die Staatsprüfung, leiſtete dann das Seminar⸗ und Probejahr am Gymnaſium zu Wernigerode am Harz ab und beſuchte im Winter 1892/93 die Königliche Turnlehrerbildungsanſtalt zu Berlin. Im Okt. 1893 wurde er am Fürſtlichen Gymnaſium zu Rudolſtadt als Hilfslehrer, Oſtern 1894 als Oberlehrer angeſtellt und war hier bis zum Herbſt 1898 thätig.
Den Unterricht im Freihandzeichnen in den Klaſſen III—l übernahm an Stelle des Heui Wieſenbaumeiſters Müller Herr Dolina, Lehrer an der Unteroffizier⸗Vorſchule hier⸗ elbſt.
1 Vom 22. Dez. 1898 bis zum 4. Jan. 1899 dauerten die Weihnachtsferien.
Während derſelben ſtarb am 1. Jan. Herr Lehrer a. D. Ketter, welcher von 1883 bis 1896 mit rühmlichem Eifer und Erfolg an unſerer Anſtalt gewirkt hatte, am 1. April 1896 aber wegen beginnender Lungentuberkuloſe in den Ruheſtand getreten war. Der Di⸗ rektor widmete ihm im Namen des Lehrerkollegiums folgenden öffentlichen Nachruf:„In den erſten Stunden des neuen Jahres iſt unſer vortrefflicher früherer Kollege Herr W. Ketter aus dem Leben geſchieden. Er hat an unſerer Anſtalt 13 Jahre lang treu und eifrig ge⸗ wirkt und an derſelben bei ſeinem großen pädagogiſchen Geſchick eine höchſt erſprießliche Thä⸗ tigkeit entfaltet, der eine tückiſche Krankheit leider allzu früh ein Ziel ſetzte. Wir werden ihm ſtets ein ehrenvolles Andenken bewahren.“
Am 3. Jan. geleiteten wir ihn zur letzten Ruheſtätte. Da der Schülerchor wegen der Ferien an ſeinem Grabe nicht ſingen konnte, ſo trat für denſelben der hieſige Geſangverein


