Aufsatz 
Das Prinzip der Politik Bismarcks. Festrede am 27. Januar 1890
Entstehung
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Schulnachrichten.

Die Landwirtſchaftsſchule zu Weilburg, an Stelle des 1876 aufgehobenen Königl. land⸗ wirtſchaftlichen Inſtituts zu Hof Geisberg bei Wiesbaden begründet, am 10. Oktober 1876 eröffnet und nach dem Reglement für die preußiſchen Landwirtſchaftsſchulen vom 10. Auguſt 1875(mit den Abänderungen vom 15. November 1892) organiſiert, iſt eine Berufsſchule, welche ihre Zöglinge für den mittleren landwirtſchaftlichen Lebensberuf vorbereiten ſoll. Sie hat daher den Zweck, ihre Zöglinge zu derjenigen allgemeinen körperlichen, ſittlichen und Verſtandes⸗Bildung zu führen, welche für den einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt erfordert wird, und ihnen zugleich diejenige naturwiſſenſchaftliche und wirtſchaftliche Fachbildung zu gewähren, welche für den mittleren Landwirtſchaftsbetrieb gebraucht wird.

Durch Erlaß des Reichskanzlers iſt ſie ſeit 1879 proviſoriſch, ſeit 1887 definitiv berech⸗ tigt, ihren Schülern nach beſtandener Entlaſſungsprüfung Zeugniſſe der Reife mit der wiſſen⸗ ſchaftlichen Befähigung für den einjährig-freiwilligen Militärdienſt zu erteilen. Seit 1895 ſind ihre Reifezeugniſſe auch in Bezug auf die Zulaſſung zum Subalterndienſt(Abſchnitt II der Bekanntmachung vom 1. Dezember 1895) den Reifezeugniſſen der Realſchulen und Real⸗ progymnaſien gleichgeſtellt.

Die Anſtalt reſſortiert vom Königl. preußiſchen Miniſterium für Landwirtſchaft, Domä⸗ nen und Forſten und iſt der Königl. Regierung zu Wiesbaden unterſtellt. Außerdem beſteht

für dieſelbe ein Kuratorium, deſſen gegenwärtige Zuſammenſetzung folgende iſt:

1. Dr. Wentzel, Königl. Regierungspräſident in Wiesbaden, Vorſitzender;

2. Hildebrandt, Geh. Regierungs⸗ und Schulrat in Wiesbadent

3. vacat, Delegierter der Landwirtſchaftskammer für den Rbz. Kaſſel;

4. Rodrian, Domänenpächter auf Hühnerhof, Poſt Lieblos, Kr. Gelnhauſen, desgl.;

5. Fink, Landwirt in Weyer, Oberlahnkreis, Delegierter der Landwirtſchaftskammer für den Rbz. Wiesbaden;

6. Domänenpächter Ph. J. W. Knapp, Hof Gnadenthal bei Dauborn, Kr. Limburg, Dele⸗ gierter des Vereins naſſauiſcher Land⸗ und Forſtwirte;

7. Freiherr v. d. Goltz, Königl. Landrat in Weilburg;

8. Schaum, Bürgermeiſter in Weilburg;

9. arr, Rentier in Weilburg;

10. Raht, Juſtizrat in Weilburg;

11. vacat, Delegierter der Stadt Weilburg;

12. Matzat, Direktor der Landwirtſchaftsſchule.

Die Landwirtſchaftsſchule beſteht aus drei Klaſſen von Tertia aufwärts(III, II, D und hat außerdem zwei Vorſchulklaſſen(V, IV), jede mit einjährigem Kurſus. Das Schuljahr läuft von Oſtern zu Oſtern. Regelmäßige Aufnahmen finden im April und Oktober ſtatt. Verſetzt wird aus V und V in der Regel nur Oſtern; dagegen von III aufwärts halbjähr⸗ lich zum Oſter⸗ und Herbſttermin), ſo daß Schüler, welche hier im Herbſt eintreten, auch wieder im Herbſt aufrücken, andere, welche in einem Jahre es nicht bis zur Verſetzung bringen, dieſelbe nach einem weiteren Halbjahr erreichen können.

Der Lehrplan der Anſtalt iſt folgender: