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Friedrich Filler. Hamburg. 1896.— über Düngung tropiſcher Pflanzen. Anleitung und Verſuchsergebniſſe von dem Verkauſs⸗Syndikat der Kaliwerke Leopoldshall⸗Staßfurt.— Contra Märcker! herausgegeben von den Knochen ver⸗ arbeitenden Induſtriellen Deutſchlands. Ohlau(Schleſien) 1896. 2 Ex.— Die Betriebs⸗Ergebniſſe der Staatsmeierei Zſchadraß nach Ausſetzen der Düngererhaltung mit Superphosphatgyps. Mitgeteilt von A. Schippau und Co. Frei⸗ berg i. Sachſen. 1896. 2 Ex.
Zu den Sammlungen ſind an Geſchenken hinzugekommen:
Von Sr. Exrzellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: drei auf Pappe ge⸗ zogene Tafeln, die Weißlinge darſtellend.—
Von dem Direktorium des Vereins Naſſauiſcher Land⸗ und Forſtwirte: eine gleiche Tafel.
Von der Königl. Regierung in Wiesbaden: vier Tafeln, die einheimiſchen Schlangen, Echſen und Lurche unter beſ. Berückſichtigung in ihrer Bedeutung für die Landwirtſchaft, dargeſtellt von S. Schlitzberger.
Von den Farbwerken vormals Meiſter, Lucius und Brüning in Höchſt a. M.: eine Flaſche Nitragin.
Vou Herrn Kommerzienrat Geil, Dampfziegelei Gießen: eine Kollektion Drainröhren verſchiedener Weiter nebſt Verbindungsſtücken..
Von Herrn Profeſſor Dr. Kienitz⸗Gerloff: 19 ſelbſtgezeichnete farbige Tafeln zur Anatomie des Menſchen und der niederen Tiere.— 26 ſelbſtgezeichnete, z. T. farbige Tafeln zur Anatomie, Phyſiologie und Entwicklungsge⸗ ſchichte der Pflanzen. 4 3 3
Von Herrn Dr. Weiß: eine Anzahl Mineralien aus der Umgegend von Meiningen.
Von Herrn Otto Matzat in Kamerun: einige Verſteinerungen(Blattabdrücke) und Lavaſchlacken von Kap Debundſcha in Kamerun.
Allen dieſen geehrten Gebern ſagt die Anſtalt beſten Dank.
Die Verſuchs- und Demonſtrationsfelder der Anſtakt.
A. Das obere Verſuchsfeld, Größe ca 40 a. Es dient zur Beſchaffung des nötigen Demonſtrationsmaterials für den Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau, Obſtbau, Wieſenbau nnd in der Botanik, ſowie zur Prüfung neuer Varietäten, ihrer Kulturbedingungen und praktiſchen Brauch⸗ barkeit. Das Feld wird mit Hülfe von Tagelöhnern durch den landwirtſchaftlichen Fachlehrer be⸗ wirtſchaftet. Zur Bearbeitung wird außer den nötigen Handgeräten eine Handhack⸗ und Jätemaſchine benutzt. Der Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau findet ſo viel wie möglich auf dem Verſuchsfelde ſtatt, jedem Schüler der oberen Klaſſe iſt außerdem eine Feldabteilung zur eigenen Beobachtung und Überwachung überwieſen. Im übrigen iſt das Feld allen Schülern der Anſtalt zu beſtimmten Stunden zugänglich. Im Frühjahr 1896 wurde eine Neueinteilung des Feldes vorgenommen, ſo daß jetzt acht größere Parzellen entſtanden ſind, welche durch eingefaßte neue Wegeanlagen von allen Seiten zugäng⸗ lich ſind. Ein größerer freier Platz, auf welchem Bänke aufgeſtellt werden können, dient zur Ab⸗ haltung des mehr theoretiſchen Unterrichts.
Die Anordnung der Pflanzen blieb im Jahre 1896 ſo wie im Vorjahre, d. h. es wurden von allen wichtigeren Kulturgewächſen mehrere Varietäten neben einander angebaut, um in ihren Wachstumsbedingungen, ihren Erträgen der Menge und Güte nach geprüft zu werden. Im Herbſt desſelben Jahres ſind mehrere Parzellen ausgeſchieden, um den Schülern in Zukunft mehrere Feld⸗
ſyſteme zu veranſchaulichen. Einſtweilen iſt eine einfeldrige Fruchtwechſelwirtſchaft, ſowie eine Drei⸗
felderwirtſchaft eingerichtet. Da die ſo entſtandenen kleinen Parzellen gleichmäßige Behandlung er⸗ fahren, ſo eignen ſie ſich auch ſpäter zur Ausführung von Sorten⸗ und Düngungsverſuchen.
Im Jahre 1896 kamen folgende Pflanzen zum Anbau(die Zahlen bedeuten die Zahl der Varietäten): 1
1. Getreide und ähnliche Pflanzen: Roggen 6, Gerſte 6, Hafer 6, Weizen 18, Mais 7, Hirſe 5, Buchweizen 3.
2. Hülſenfrüchte und Futterpflanzen: Erbſen 10, Vietsbohne 4, Pferdebohne 3, Lupine 4, Linſe 2, Wicke 6, Klee 6, Luzerne 3, Serradella, Spörgel, Olrettich, Wickfutter, Gräſer 27, Klee⸗ — Waldplatterbſe, Ginſter, Griechiſch Heu, Beſenpfriemen, Spitzwegerich, Schafgarbe,
inelle.
.3. Wurzeln und Knollen: Kartoffel 30, Topinambur, Stachys, Zuckerrübe 2, Runkelrübe 10, Möhre 5.


