Aufsatz 
Lehrplan und Prüfungsordnung für die Landwirtschaftsschulen nach den Änderungen vom 15. November 1892
Entstehung
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I. 1. Das Dickenwachstum der Bäume und die dadurch veranlaßten Veränderungen im Hautſyſtem. 2. Dierflaenennihrſtoffe und ihre Aufnahme in die Pflanze. 3. Die Fortpflanzung der Würmer. 4. Probearbeit.

B. In der Phyſik, Chemie und Mineralogie: III. 1. Die Veränderungen der Metalle beim Erhitzen. 2. a) Wie viel g Na und Waſſer ſind zur Darſtellung von 8,2 g Waſſer erforderlich? b) Wie viel O iſt zur Oxydation von 2,5 Ca erforderlich? c) Wie viel O kann man aus 12 g HgO erhalten? 3. a) Wie viel% Waſſer vermag der gebrannte Gyps wieder aufzunehmen? b) Wie viel Kryſtallwaſſer ver⸗ lieren 36 Kupfervitriol beim Erhitzen? c) Wie viel% Kryſtallwaſſer enthält die Soda? 4. Zwölf Fragen aus dem Penſum des Halbjahres(Probearbeit). 5 Der Schwerpunkt. 6. Aufgaben über die Hebel⸗ geſetze. 7. Phyſikaliſche Aufgaben. 8. Phyſikaliſche Probearbeit.

II. 1. Wie viel Liter Cl kann man vermittelſt 60 g Braunſtein von 90% MnOz Gehalt bekommen, und wie viel Salzſäure von 21,4% HClI iſt dazu erforderlich? 2. Es ſollen 24! COz dargeſtellt werden a) durch Brennen von Kalkſtein; wie viel iſt erforderlich? b) durch Auflöſen von Marmor in Salzſäure; wie viel Salzſäure iſt erforderlich, wenn dieſelbe 27% HCl enthält? 3. Die Verbindungen der Kohlen⸗ ſäure mit Calcium. 4. Wie viel Schwefelſäure vom ſp. Gew. 1,6 kann man aus 500 kg Kupferkies gewinnen, wenn die Ausbeutung an Schwefel 85% beträgt? 5. 156 g 920%ge Schwefelſäure ſollen zu SOz redu⸗ ziert werden; wie viel Kupfer iſt dazu erforderlich, und wie viel 1 SO2 erhält man? 6. Zehn Fragen aus dem Penſum des Halblahres(Probearbeit). 7. Die Brechung des Lichtes. 8. Die durch Konvexlinſen hervorgebrachten Bilder. 9. Die elektriſche Verteilung oder Influenz. 10. Berechnung der Stromſtärke nach dem Ohm'ſchen Geſetz. 11. Phyſikaliſche Aufgaben. 12. Phyſikaliſche Probearbeit.

I. 1. Vergleichung von Verweſung, Gärung und Fäulnis. 2. Alkoholometrie. 3. 25 kg Fett, zu gleichen Teilen aus ſtearinſaurem und palmitinſaurem Glycerin beſtehend, ſollen verſeift werden; wie viel NaOl iſt erforderlich, und wie viel Seife erhält man? 4. Die wichtigſten Kohlenwaſſerſtoffe(Abiturienten⸗ und Probearbeit). 5. Es ſollen die Mengen von SO4Naz, Nazs. CO und CO3Naz berechnet werden, die bei der Verarbeitung von 600 g NaCl zu Soda entſtehen. 6. Aufgaben über die Ausdehnung der Körper durch die Wärme. 7. Die chemiſchen Vorgänge bei der Umwandlung von Kalkſtein in gebrannten und ge⸗ löſchten Kalk und in lösliches Carbonat. 8. Aufgaben über die Fallgeſetze. 9. Mineralogiſche Arbeit. 10. Phyſikaliſche Aufgaben. 11. Chemiſche Arbeit. 12. Phyſikaliſche Probearbeit.

Landwirtſchaftliche Arbeiten: III. 1. Wie und wodurch verbeſſert man die fehlerhaften Eigenſchaften des Sandbodens? 2. Beſtandteile des Pfluges und deren Beſchreibung. 3. Wozu dient die Egge? 4. Welchen Zweck haben die verſchiedenen Walzen?(Probearbeit.) 5. Die ſtickſtoffhaltigen Beſtandteile des Futters und ihre Bedeutung. 6. Die Körner von Getreide und Hülſenfrüchten als Futtermittel. 7. Die Hlkuchen. 8. Probearbeit. 1

II. 1. Die wichtigſten Geſichtspunkte, welche bei dem Anbau der Kartoffel zu beachten ſind. 2. Die Pferdebohne und deren Anbau. 3. Wert der Lupine und ihr Anbau. 4. Die Hülſenfrüchte(Probearbeit). 5. Die Vorteile und Nachteile des Aufſaugens und Auftränkens der Kälber. 6. Die Sommerſtallfütte⸗ rung des Rindviehs. 7. Eine Futterberechnung. 8. Probearbeit.

I. 1. Einteilung der Güter nach ihrem Gebrauchs⸗ und nach ihrem Tauſchwerte. 2. Die land⸗ wirtſchaftlichen Produktivgenoſſenſchaften. 3. Die Ableitung von ſchädlichem Grundwaſſer. 4. Der Pflug und ſeine Arbeit. 5. Die in der Landwirtſchaft zur Verwendung kommenden Kapitalien und ihre Bedeutung im Produktionsprozeß. 6. Wonach richtet ſich auf einem Wirtſchaftshofe die Höhe des unbedingt nötigen Gebäudekapitales? 7. Die europäiſchen Rinderraſſen. 8. Die Pflege der landwirtſchaftlichen Haustiere (Abiturienten⸗ und Probearbeit). 9. Die Haubergswirtſchaft in einzelnen Teilen des Regierungsbezirks Wiesbaden. 10. Die Farben und Abzeichen der Pferde. 11. Einflüſſe auf die Verdaulichkeit und den Nährwert der Futtermittel. 12. Abiturienten⸗ und Probearbeit.

Die Lehrerbibliothek hat ſich von 3423 auf 3507 Werke vermehrt. An Büchern ſind der Anſtalt geſchenkt worden:

Von Sr. Excellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: Thiel, land⸗ wirtſchaftliche Jahrbücher Bd. XX(1891) Ergänzungsband 1 u. 3, Bd. XXI(1892) H. 36 und Ergän⸗ zungsband 1. Nobbe, landwirtſchaftliche Verſuchsſtationen Bd. XXXX H. 36 und Bd. XXXXI H. 1 6. Reglement, Lehrplan und Prüfungsordnund für die Landwirtſchafts⸗Schulen nach den Anderungen vom 15. November 1892. Congrès international de l'Agriculture, tenu à la Haye du 7. au 13. sept. 1891. Compte sendu tome I. La Haye 1892. Bericht über die Verhandlungen des deutſchen Weinbau⸗Kongreſſes Bd. IX(1886), X(1887), XI(1889), XII(1890). Mainz 1887, 88, 90, 91. Über die Bekämpfung der Reblaus in Oſterreich und Ungarn und die ſich hieraus für die deutſchen Verhältniſſe ergebenden Folgerungen. Die Geſchlechtsverhältniſſe der Reben und die Hybridiſation. Mainz 1889. Dietrich und König, Zu⸗ ſammenſetzung und Verdaulichkeit der Futtermittel. 2 Bde. Berlin, Springer, 1891.

Von dem Deutſchen Fiſcherei⸗Verein: Circulare des deutſchen Fiſcherei⸗Vereins 1892 Nr. 3, 4, 5.

Von der Rheiniſch⸗Weſtfäliſchen Thomasphosphatmehlfabriken⸗Geſellſchaft in Dortmund: Das Thomasphosphatmehl und die zweckmäßige Verwendung desſelben.

Von Herrn Fabrikanten Sigmund Oppenheimer in Mainz: Rudolf Sacks Geräte und Maſchinen zur Bodenbearbeitung und Reihenkultur. Leipzig⸗Plagwitz.

Von dem früheren Schüler Ernſt Mallmann eine Partie gebrauchter Schulbücher.

Von den Herren Verfaſſern: Hermann Strack, Der Blutaberglaube in der Menſchheit. Blut⸗ morde und Blutritus. 4. Aufl., München. Adolf Helmkampf, Unterſuchungen über die Feſtſtellung des