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Zu den Sammlungen ſind an Geſchenken hinzugekommen:
Von Sr. Erzellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: Auf Pappe gezogene Tafel, die gelbe Halmfliege darſtellend. Berlin, Parey.
Von G. Freitag und Berndt, Wien: Vergleichende Größe der deutſchen Staaten nach ihrem Flächenraum, Wandtafel.—
Von der Delegation der vereinigten Salpeterproduzenten, Berlin: Wie viel Chili⸗ ſalpeter ſoll man dem Ackerboden geben, und wann muß das geſchehen? Wandtafel.— Ergebniſſe von Dün⸗ gungsverſuchen, Photographiſche Aufnahmen von Gefäßkulturen und Felddüngungsverſuchen der Verſuchsſtation Darmſtadt. Mappe mit 18 Tafeln und Text.
Von Herrn Sandel Katz in Caſſel: Eine Sammlung von Kraftfutter⸗ und Düngemitteln.
Von der Aktiengeſellſchaft für Trebertrocknung in Caſſel: Eine Probe getrockneter Bier⸗ treber. Von der Palmkernölfabrik Darmſtadt: Palmkerne, Palmkernöl, Palmkernmehl.
Von Herrn Plantagen⸗Aſſiſtenten Otto Matzat zu Bibundi in Kamerun: verſchiedene Schlangen, Termiten, Myriopoden, Kakaobohnen, Kaffeefrüchte.
Von Direktor Matzat: Berlin, Panorama, aufgenommen durch Paul Wagner, 1886.
Von Herrn Oberlehrer Dr. Kienitz⸗Gerloff, Panorama der deutſchen Kaiſerſtadt.— Plan zur Schlacht bei Sedan mit Zeichen für die Stellung der einzelnen Heeresteile.
Von dem Quintaner Karl Görtz: ein ausgeſtopfter Storch.
Allen dieſen geehrten Gebern ſagt die Anſtalt beſten Dank.
Die Verſuchs- und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
A. Das obere Verſuchsfeld, Größe ca 40 a. Es dient zur Beſchaffung des nöti⸗ gen Demonſtrationsmaterials für den Unterricht im ſpeziellen Pflanzenbau, Obſtbau, Wieſenbau und in der Botanik, ſowie zur Prüfung aller neu auftretenden Varietäten, ihrer Kulturbedingun⸗ gen und praktiſchen Brauchbarkeit. Das Feld wird bewirtſchaftet mit Hülfe von Tagelöhnern durch den landwirſſchaftlichen Fachlehrer. Letzterer hält je nach Bedürfnis mit den Schülern Demonſtra⸗ tionsſtunden ab, im übrigen iſt das Feld den Schülern faſt täglich zu beſtimmten Stunden zur eigenen Orientierung zugänglich. Im Jahre 1895 verzögerte ſich durch ſpäten Dienſtantritt des neuen Fachlehrers die Beſtellung des Feldes, ſo daß der Pflanzenwuchs nicht überall mehr als nor⸗ mal bezeichnet werden konnte. Trockenheit war dem Aufgehen und der Weiterentwickelung vielfach hinderlich. Pflanzenſchädigungen traten beim Sommergetreide durch Roſt, auch Brand, bei Kohlge⸗ wächſen durch Raupenfraß, an den Obſtbäumen durch Inſektenſtiche auf. Davon abgeſehen zeigten die meiſten angebauten Gewächſe trotz ſpäter Beſtellung einen relativ üppigen Wuchs. Stärkerer Veruntrantung wurde durch Jäten, Handhacken und Bearbeitung mit einer Handhackmaſchine vor⸗ gebeugt. 6 nan Jahre 1895 kamen folgende Pflanzen zum Anbau(die Zahlen bedeuten die Zahl der
arietäten):
1. Getreide und ähnliche Pflanzen: Roggen 1, Gerſte 2, Hafer 5, Weizen 2, Mais 7, Hirſe 3, Buchweizen 3.
2. Hülſenfrüchte und Futterpflanzen: Erbſen 20, Vietsbohne 6, Pferdebohne 3, Lupine 3, Linſe 2, Wicke 6, Klee 6, Luzerne 3, Serradella, Spargel, Olrettich, Wickfutter, Gräſer 27, Klee⸗ nageueuge Waldplatterbſe, Ginſter, Griechiſch Heu, Beſenpfriemen, Spitzwegerich, Schafgarbe,
impinelle. 9 M 3 Wurdeli und Knollen: Kartoffel 27, Topinambur, Stachys, Zuckerrübe 4, Runkelrübe 10, Möhre 5.
2 Olpflanzen: Olmad, Dotter, Seſam, Lallemantie, Mohn 2, Senf, Rübſen, Sonnen⸗ blume 2.
5. Geſpinſtpflanze: Lein 3, Hanf.
6. Gewürzpflanzen: Anis, Kümmel, Fenchel, Dill, Koriander, Schwarzkümmel, Wermut.
7. Gemüſepflanzen: Küchenkräuter ca. in 40 Varietäten.
B. Das untere Verſuchsfeld: Größe ca 27 a. Dasſelbe war im Jahr 1895 ganz der Benutzung der Schüler überlaſſen, indem einem jeden nach ſeinem Wunſche eine mehr oder minder große Fläche überwieſen wurde. Saatgut und Pflanzen lieferte die Anſtalt, die geernteten Erträge fielen den Schülern zu. Das Feld war den Schülern täglich 2 Stunden lang geöffnet
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