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Der Direktor überbrachte ihm das Patent, zugleich mit den Glückwünſchen der Kollegen, in ſeine Wohnung, da ihn ſein Geſundheitszuſtand leider an das Bett gefeſſelt hielt. Aus demſelben Grunde mußte, auf ſeinen Wunſch, auch ein von den Schülern geplanter Fackelzug unterbleiben.
Am 30. März wurde die Verſetzungsprüfung für den Ubergang aus der oberen Vorſchul⸗ klaſſe in die III. Klaſſe abgehalten. . Am 1. April, dem 80. Geburtstage des Fürſten Bismarck, fand eine öffentliche Schul⸗ feierlichkeit ſtatt, bei welcher der Direktor die Feſtrede hielt(vgl. oben S. 3— 10).
Am 2. April folgte eine öffentliche Prüfung aller Klaſſen, am 3. April die Cenſur und Verſetzung, womit das Schuljahr 1894/95 geſchloſſen wurde.
Am 17. April fanden die Aufnahmeprüfungen für das neue Schuljahr 1895/96 ſtatt. Die Frequenz desſelben geſtaltete ſich folgendermaßen:
V IV III II 1 Beſtand Febr. 1895(XVIII. Progr. S. 19) 9 17 19 17 12= 74 Abiturienten 22. März........— 6=— 6 Verſetzung 3. April.........— 7— 13— 11— 9 + 7+ 13+ 11+† 9 Abgegangen.........— 5— 4— 1=— 10 Aufgenommen...........+ 12+ 4+. 4=+ 20 Abiturienten 26. Sept.........— 5=— 5 Berſetzung 5. Okt..........— 5— 5 5 5 Abgegangen...........— 1— 1 †=— 2 Aufgenommen........... 1.+ 2+ 1=+ 4 Beſtand Febr. 1896...... 14 11 16 18 16— 75
Am 18. April wurde das neue Schuljahr durch Herrn Dr. Nauhaus eröffnet und durch denſelben zugleich der neue Lehrer Herr Dr. Helmkampf(vgl. XVIII. Progr. S. 21) in ſein Amt eingeführt. Der Direktor war vom 18. bis zum 20. April beurlaubt, um an der dritten deutſchen Hiſtoriker⸗Verſammlung in Frankfurt a. M. teilzunehmen. Die Augenunterſuchungen, welche von den Herren Dr. Nauhaus und Dr. Kienitz⸗Gerloff an den Schülern vorge⸗
nommen wurden, ergaben in V IV III II I gute Augen.... 7 4 11 12 10= 44 mittlere Augen... 4 4 7 3 2= 20 ſchlechte Augen... 3— 3 4 3= 13
Den Kurzſichtigen wurden in jeder Klaſſe die vorderſten Plätze angewieſen.
Auch dieſes Schuljahr erlitt Störung durch Krankheit eines Lehrers: Herr Ketter, ſchon im vorigen Jahre erkrankt, konnte ſeinen Unterricht in dieſem Jahre nicht wieder aufnehmen.
Am 24.— 26. April war Herr Dr. Kienitz⸗Gerloff beurlaubt, weil er in ſeiner Eigen⸗ ſchaft als Hauptmann der Landwehr militäriſche Kontrollverſammlungen abzuhalten hatte.
Vom 1. bis zum 5. Juni dauerten die Pfingſtferien.
Am 7. und 8. Juni beſuchten die Schüler der I. und II. Klaſſe unter Führung des Herrn Dr. Helmkampf ſowie der Herren Seminarmitglieder Thömsgen, Dr. v. Spillner und Maier die Ausſtellung der Deutſchen Landwirthſchafts⸗Geſellſchaft in Köln.
Am 10. Juni brachte der Deutſche Reichs⸗ und Königlich Preußiſche Staats⸗Anzeiger fol⸗ gende unter dem 8. Mai Allerhöchſt genehmigte„Bekanntmachung, betreffend Zulaſſung der In⸗ haber von Reifezeugniſſen der Landwirtſchaftsſchulen zum Subalterndienſt“:
„In Ergänzung des Abſchnitts II der unter dem 1. Dezember 1891 Allerhöchſt ge⸗ nehmigten Bekanntmachung, betreffend Anderungen in dem Berechtigungsweſen der höheren preußiſchen Lehranſtalten, werden hierdurch die Reifezeugniſſe der Landwirtſchaftsſchulen in Bezug auf die Zulaſſung zum Subalterndienſt den Reifezeugniſſen der höheren Bürgerſchulen und ſonſtigen realiſtiſchen Lehranſtalten mit ſechsjährigem Lehrgang gleichgeſtellt.
Das Staats⸗Miniſterium.“
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