Aufsatz 
Festrede zum achtzigsten Geburtstag des Fürsten Bismarck
Entstehung
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Sommer. Franzöſiſch, 4 St.

Winter.

Lektüre: Mignet, Histoire de la révolution française, mit Präparation

der Schüler aus einem Wörterbuch. Im Anſchluß daran das Wichtigſte aus der Tempus⸗, Mo⸗

dus⸗ und Wortſtellungslehre.

In jedem Halbjahr 5 UÜberſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins

Deutſche und 5 aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, meiſt als Klaſſenarbeit, zur Korrektur.

Erdkunde, wöchentlich 2 Stunden. Mathematiſche Geographie(Matzat, Erdkunde V, 1).

Spezieller Pflanzenbau, 3 St. mit Anbauverſuchen der Schüler auf dem Verſuchsfelde. Obſtbau: Behandelt werden Apfelbaum, Birnbaum, Kirſchbaum, Zwetſchenbaum. Pflege der Wurzeln, des Stammes und der Krone; die Düngung der Obſtbäume, Schutz⸗ maßregeln gegen tieriſche und pflanzliche Schädlinge. Der Erſatz abgängiger Obſtbäume, Anlage neuer Pflanzungen. Die Beſchaf⸗ fung der Stämmchen durch Kauf und durch Anzucht aus dem Wildling. Veredelungsmethoden. Das Pflanzen der Bäumchen. Pflege derſelben bis zum Tragen. Kronenſchnitt. Die Obſternte. Aufbewahrung des Obſtes. Verwertung des Obſtes durch Ver⸗ kauf, Dörren, Weinbereitung u. ſ. w. Die wichtigſten Obſtſorten der Provinz. Im Anſchluß hieran Anbau der wichtigſten Beeren⸗ ſträucher(Stachelbeere, Johannisbeere, Himbeere) und der Erd⸗ beere und ihre Nutzung. Gemüſebau: Die wichtigſten Ge⸗ müſearten, ihre Kulturbedingungen, Saat bezw. Pflanzung, Dün⸗ gung, Pflege, Ernte und Verwertung. Anlage und Unterhaltung der Gemüſegärten. Der Anbau der wichtigſten übrigen Kul⸗ turpflanzen. Es werden beſprochen die wichtigſten Spielarten, die Anſprüche an Klima, Boden, Vorfrucht und Bodenbearbeitung, die Düngung, Saat, Pflege mit beſonderer Berückſichtigung tie⸗ riſcher und pflanzlicher Feinde, die Ernte, Aufbewahrung der Früchte, Verarbeitung und Verwertung derſelben, die Ernteerträge. Nach dieſen Geſichtspunkten werden behandelt: Die Halm⸗ früchte: Weizen, Roggen, Hafer, Gerſte, Mais(kürzer: Buch⸗ weizen). Die Hülſenfrüchte: Erbſe, Bohne,(kürzer: Wicke, Linſe, Lupine). Die Knollen⸗ und Wurzelgewächſe: Kar⸗ toffel(kürzer: Topinambur), Runkelrübe bezw. Zuckerrübe(kür⸗ zer: Kohlrübe, Waſſerrübe, Möhre). Die Futterpflanzen: Rotklee, Luzerne(kürzer: Inkarnatklee, Weißklee, Baſtardklee, Hopfenklee, Steinklee, Wundklee, Eſparſette, Seradella, Platterbſe), Wickfutter(kürzer: Spörgel, Senf), Futterkohl. Die Olpflan⸗ zen: Raps(kürzer: Rübſen, Olrettich, Mohn, Sonnenblume). Die Geſpinſtpflanzen: Lein(kürzer: Hanf). Tabak. Hopfen. 2 ſchriftliche Arbeiten zur Korrektur.

Betriebslehre, 6 St. Volkswirtſchaftliche Vorbegriffe: Gut, Ar⸗ beit, Wirtſchaft, Wert, Vermögen. Die Gütererzeugung, Mittel zu derſelben. Die Arbeit: die volkswirtſchaftlichen Arbeiten, Ar⸗ beitsteilung. Das Kapital: Vorrat von Gütern zum Zwecke fer⸗ nerer Produktion. Beförderungsmittel der Gütererzeugung, das landwirtſchaftliche Genoſſenſchafts⸗ und Verſicherungsweſen. Der Umlauf der Güter: Abſatzgelegenheit, Märkte, Börſen(Getreide⸗, Produkten⸗, Geldbörſen). Wert und Preis; Geld, Kredit, Kredit⸗ zeichen(Wechſel, Checks) und Kreditinſtitute(Banken). Die landwirtſchaftlichen Betriebsfaktoren im einzelnen. Das Grund⸗ kapital, Brauchbarkeit der Grundſtücke, Bonitierungsſyſteme für

Allgemeine phyſikaliſche und ſtatiſtiſche Geographie(Matzat, Erdk. V, 2 und 3).

Cierproduktionslehre, 5 St. Fütterungslehre. Die wich⸗ tigſten Futtermittel. Beſprochen werden ihre Gewinnung, die äußeren Eigenſchaften, die che⸗ miſche Zuſammenſetzung(Roh⸗ nährſtoffe; Verdaulichkeit, Ver⸗ dauungskoeffizient; Futtertabel⸗ len), ihre Zubereitung(Maſchi⸗ nen), ihre Wirkung für die ver⸗ ſchiedenen Tierarten und Nutz⸗ ungszwecke, der Bedarf. Nach dieſen Geſichtspunkten werden be⸗ handelt: Heu, Grünfutterarten, Stroh und Spreu, Körnerfrüchte, Wurzeln und Knollen, Abfälle und Produkte der Mühle, Brau⸗ erei, Brennerei, Stärke⸗, Zucker⸗ und Olfabrik, tieriſche Abfälle und Produkte. Die Zuſammen⸗ ſetzung des täglichen Futters nach Tierart und Nutzungszweck. Fütterungsnormen(Nährſtoff⸗ verhältnis). Die Ernährung des Rindes auf der Weide und im Stalle. Die Ernährung des Pfer⸗ des, Schweines, Schafes. Aus⸗ führung von Futterberechnungen. Die Beſchaffung der Futtermittel. Regeln beim Ankauf von Futter⸗ mitteln; Nährwerteinheit, Ga⸗ rantie, Unterſuchung. Die Auf⸗ zucht der jungen Tiere, ihre Er⸗ nährung und Pflege. Mol⸗ kereiweſen. Die Eigenſchaf⸗ ten und die Zuſammenſetzung normaler Kuhmilch. Gewinnung derſelben; Abſonderung im Eu⸗ ter. Einflüſſe auf Menge und Güte der Milch. Abweichend zuſammengeſetzte Milcharten; Ko⸗ loſtrum, kranke Milch. Die Ver⸗ wendung der Milch in der Wirt⸗ ſchaft. Der Verkauf von Voll⸗ milch. Verfälſchung der Milch.