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beider Akte ſ. VI. Progr. S. 38). Die Feſtrede bei dieſer Feier(über den Freiherrn von Stein) hielt Herr Ewald. Hieran knüpfte ſich, da derſelbe mit dieſem Tage die Anſtalt verließ, um einem Rufe an die höhere Töchterſchule zu Bockenheim bei Frankfurt a. M. zu folgen, eine Anſprache an den ſcheidenden Kollegen mit dem gebührenden Dank für die erſprießlichen Dienſte, welche er der An⸗ ſtalt 2 ½ Jahre hindurch geleiſtet; ſodann die Entlaſſung der Abiturienten durch den Direktor und endlich der Cenſur⸗ und Verſetzungsakt, mit welchem das Schuljahr 1882,83 geſchloſſen wurde.
Das neue Schuljahr 1883/84 wurde, nachdem am 2. April die Aufnahmeprüfungen, in Vertretung des Königl. Kommiſſars durch den Direktor, abgehalten waren, Dienſtag den 3. April er⸗ öffnet. Die Frequenz desſelben geſtaltete ſich folgendermaßen:
V. IV. III. II. I.
Beſtand Anfang Februar 1883(VI. Progr. S. 29) 9 8 18 7 12= 54 Abiturienten.— 6=— 6 Verſetzung 21. März— 6— 5- 10— 4 + 6+ 5+ 10+ 4 Abgang in den Oſterferien.......— 1— 2=— 3 Neu aufgenommen. e. F 9+ 2=— 11 Abgang im Sommerſemeſter.......— 1— 1— 1=— 3 Abiturienten..— 3=— 3 Herbſt⸗Verſetzung.— 5— 1 5 S 1 Abgang in den Herbſtferien.......— 1— 2=— 3 Neu aufgenommen.,9i+† 1+† 5=+ 7 Beſtand Ende Februar 1883...... 12 8 12 14 8=— 54
Am 11. April trat der an die Stelle des Herrn Ewald neu berufene Herr Lehrer Ketter*), bis dahin erſter Lehrer an der Elementarſchule zu Kirberg im Unterlahnkreiſe, in das Lehrerkol⸗ legium ein.
Vom 12. bis zum 19. Mai dauerten die Pfingſt⸗, vom 1. bis zum 29. Juli die Sommerferien.
Am 1. Sept. fand zur Vorfeier des Sedantages vormittags ein öffentlicher Feſtaktus ſtatt, mit Geſängen und Deklamationen der Schüler. Die Feſtrede hielt Herr Krausbauer über das Leben des Fürſten v. Bismarck. Nachmittags folgte eine Turnfahrt nach Braunfels, an welcher ſich auch die Herren Kurſiſten(vgl. unten S. 35) beteiligten. 1
Am 3. und 4. Sept. fiel der Unterricht aus, weil an dieſen beiden Tagen die jährliche Generalverſammlung des Vereins naſſauiſcher Land⸗ und Forſtwirte in Weilburg ſtattfand. An der großen Ausſtellung, welche mit derſelben verbunden war, war die Schule ſowohl in ihrer Geſamtheit (insbeſondere durch Vorlegung ſämtlicher bisher gelieferten Abiturienten⸗-Arbeiten) als auch durch Lehrer und Schüler im einzelnen vielfach beteiligt.
Zur Entlaſſungsprüfung für das Sommerſemeſter hatten ſich 3 Schüler der I. Klaſſe gemeldet:
(28) Wilhelm Bähr, Sohn des Gutsbeſitzers Johannes B. zu Rohrbach bei Büdingen
in Oberheſſen, geb. 19. Mai 1873 daſelbſt, aufgenommen in III 31. März 1880; (29) Otto Müller, Sohn des Rechtsanwalts und Notars Dr. Julius M. zu Kaſſel, geb. 21. Febr. 1862 daſelbſt, aufgenommen in III 15. Okt. 1880;
(30) Franz Peters, Sohn eines verſtorbenen Kreisbaumeiſters, geb. 5. Juli 1863 zu Kreuznach, aufgenommen in IV 14. Okt. 1879.
*) Wilhelm Ketter, geb. den 23. April 1845 zu Haſſelbach, Amt Weilburg, war von Oſtern 1861- 64
ögling des Lehrerſeminars zu Uſingen, vom 1. Juni 1864 bis 1. Dezember 1868 Lehrvikar zu Reichenberg, Amt t. Goarshauſen, vom 1. Dezember 1868 bis 1. März 1872 Lehrer zu Naunſtadt, Amt Uſingen, vom 1. März
1872 bis 1. April 1880 Lehrer zu Laubach, Amt Uſingen, vom 1. April 1880 bis 1. April 1883 erſter Lehrer zu Kirberg, Amt Limburg.


