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zeiten“, ſo gehört die Provinz Treviſo(Oberitalien) entſchieden zu letzterer, während wir Unteritalien zu erſterer zählen müſſen. Im Jahr 1871 fiel das Maximum der Niederſchläge im Sommer, das Minimum im Winter, während die Anzahl der Herbſt⸗ und Frühlingsregentage faſt dieſelbe war.
Es ſielen Regentage
Frühling Sommer Herbſt Winter
auf das Jahr 1871 22 28 19 11 „„„ 1870 11 29 24 8
Man ſieht hieraus, daß die Sommerregen im Jahr 1870 ebenfalls vorherrſchten mit nicht unbedeutenden Mengen Herbſtregen und dies war auch während der übrigen Jahre meines dortigen Aufenthaltes der Fall. Dieſe Art der Verteilung der Niederſchläge, die geringe Menge derſelben, die geringe waſſerfaſſende und waſſerhaltende Kraft des Bodens(welche die Feuchtigkeit ſchnell eindringen, aber auch ſchnell verſinken oder verdunſten läßt), die faſt auf Null reduzierte Kapillarität des Schotters unter der fruchtbaren Erdſchicht(durch welchen Mangel das Emporſteigen der Feuchtigkeit aus dem Untergrunde verhindert wird), alle dieſe Erſcheinungen ſind im Verein mit der hohen Sommertempe⸗ ratur die Urſachen der faſt jährlich auftretenden Dürre, unter welcher namentlich das Sommerge⸗ getreide und die Futterpflanzen oft ſo ſehr zu leiden haben. Die Sommerregen im Juli und Auguſt helfen nicht ab, da ſie zu einer Zeit kommen, wo ſie vielen Kulturpflanzen wie z. B. dem ſchon Ende Juni und Anfangs Juli vollkommen reifen Getreide nichts mehr nützen, auch iſt ihre Wirkung auf die Vegetation, wenn ſie nicht tief in den Boden eindringen, eine unbedeutende; und doch, welche Erquickung für Menſchen und Tiere bietet ein erfriſchender Sommerregen, wenn wochen⸗ lang das Thermometer täglich eine Wärme von 30 bis 35⁰ C. Mittags im Schatten und als tiefſten Stand 200 C. zeigte! Die Herbſtregen ſind für die Entwicklung des Wintergetreides, das von Ende September bis Mitte Oktober geſät wird, von großem Werte und ebenſo für die Wieſen, welche den ganzen Sommer über wie verſengt und wie im Schlafe dalagen, jetzt aber bei der abnehmenden Hitze und den erfriſchenden Regen aufs Neue zu grünen beginnen. Die wenigen Winterniederſchläge liefern mit den Frühlingsregen meiſt ſo viel Feuchtigkeit, als die Vegetation zu ihrer Entwicklung im Früh⸗ jahr und die Sommerſaat zum Aufgehen bedürfen.
Häufig ſind die Spätfröſte im Frühjahr bis Ende Februar vorüber, im Allgemeinen iſt man aber vor Mitte April nicht ſicher vor denſelben, während man im Spätjahr ſelten vor Ende No⸗ vember Froſt zu erwarten hat. Der Schnee bleibt nicht lange liegen, eine Ausnahme machte jedoch das Jahr 1871.
1870 1871 Letzter Froſt im Frühjahr...... 29. März;......... 224. Februar. Erſter Froſt im Spätjahr.... 30. Nov.;......... 2. Dezember. Tage dazwiſchen........ 245;. 280;: Leetzter Schnee im Frühjahr..... 24. März(blieb nicht liegen);.. 10. Januar. Erſter Schnee im Spätjahr..... 6. Dezbr.(blieb nicht liegen);.. keiner. Tage dazwiſchen.... 256;.—,
Dauer der Schneedecke vom 21. Dez. und folgende Tage gefallenen Schnee.... 10 Tage; Dauer der Schneedecke. 22 Tage. Tage, an welchen das Thermometer auf und über 250 C. ſtieg, hatte das Jahr 1871 100. Tage, an welchen dasſelbe bis auf den Nullpunkt oder darunter ſank..... 56. Gewitter kommen zu allen Jahreszeiten vor. Das Jahr 1871 brachte Gewitter im: Frühling Sommer Herbſt Winter 13 25 2 1


