Aufsatz 
Das botanische Pensum der Tertia. Anhang: Übersicht der Klassen des Linné'schen Systems
Entstehung
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Blätter: A untere längl.elliptiſch, in den Blattſtiel verſchmälert, obere eif., lanzettl., ſitzend. B lanzettl. bis linealiſch, ſpitz, am Rande zurückgerollt, dreinervig(107). C herznierenf., fünflappig. D herzeif., kerbig⸗geſägt, die unterſten geſtielt, die oberen ſitzend. E eif. oder elliptiſch, ganzrandig, plötzlich in einen breiten Stiel verſchmälert. F lanzettl., entfernt⸗gezähnelt, in einen langen, rinnenförmigen Stiel verſchmälert. Grundblätter 61. Schaft E, F. 100. Blütenſtand: B Traube 36. Tragblätter 39. Blüte: 8, 10, 11, 15, 24, 58, 59, 80, 116. Die Auf⸗ treibung der Ünterlippe bei B und C heißt Gaumen. Erucht: 20, 156. Vaterland: einheimiſch. Ver- gleichung mit den Pflanzen des§ 18: Fam. Scrophulariacene. Fam. Plantuginaceae!

§ 32.

A Lamium amplexicaule. Der ſtengelumfaſſende Bienenſaug O u. O. B. Thymus Serpyllum. Der Quendel h.

Fam. Labiatae. Ordn. Labiatiflörae. Kl. L. Kl. 171. Qibendf Blätter(25), deren Einfügung um den Stengel ganz oder teilweiſe herumgreift, heißen ſtengel⸗ umfaſſend.

Blätter: A die unteren klein, geſtielt, die oberen ſitzend, nierenf., kerbig⸗eingeſchnitten. B in einen kurzen Blattſtiel verſchmälert, an den Rändern ſchwach abwärts gerollt, meiſt am Grunde borſtig gewimpert. Plattſtel- lung: 106. Blütenſtand: 115. Blüte: 117. Frucht: 119. Vaterland: einheimiſch. Verwandte

flanzen: Thymus vulgaris. Der Thymian(Südeuropa) zum Küchengebrauch gebaut. Oelmum Basilicum(Oſt⸗ indien) Gewürzpflanze. Lavandüla Spica Lavendel(Südeuropa). Mentha piperita, Pfeffermünze(Süddeutſch⸗ land, England). Origänum Majorana Mairan(Orient) Gewürzpflanzen. Hyssopus officinalis Yſop. Satureja hortensis Pfefferkraut(Südeuropa) Gewürzpflanze.

Vergleichung mit den Pflanzen der§8§ 18, 31: Fam. Labiatae. Ordn. Labiatiflorae!

§ 33.* Oenothera biennis. Die Nachtkerze oder Rapontika. OO. Fam. Onagracéae. Kl. L. Kl.

Blätter: die der Roſetten(61) geſtielt, längl.⸗verkehrt⸗eif. oder elliptiſch, ſtumpf, ſtachelſpitzig, buchtig⸗gezähnt oder faſt ganzrandig. Stengelblätter(61) kurzgeſtielt, keilf., längl.⸗lanzettl., gezähnelt. Blütenſtand: 36. Blüte: 11, 43, 58, 59, 80. Frudt: 20, 156. Naterland: Nordamerika, ſeit 1614 in Europa eingewandert, jetzt ver⸗ wildert. Anbau und Gebrauch: In Gärten der eßbaren Wurzel(Rapontika) wegen gebaut.

§ 34.* Hypericum perforatum. Das Johanniskraut 2. Fam. Hypericacéae. Kl. L. Kl.

172. Eine einachſige Trugdolde(136), bei welcher die aufeinanderfolgenden Nebenachſen alle nach derſelben Seite ſtehen, heißt Schraubel(bostryx).(Vergl. 136). 173. Wie es verzweigte Blätter(62) giebt, ſo kommen auch verzweigte Staubblätter vor. Fälſchlich werden dieſe mitunter als durch Verwachſung mehrerer einzelner Staubblätter entſtanden erklärt. 174. Eine Kapſel(20), an welcher bei'm Aufſpringen die Scheidewände geſpalten werden, heißt wandſpaltig (septicid).(Vergl. 152). Blätter: längl., oval, ſtumpfl. Blüte: 11, 24, 43, 58, 59, 80. Vaterland: einheimiſch. Das mit dem Kraut gekochte, aus Drüſen(26. punktierte Blätter) ſtammende rote Ol, das Johannisöl ſtand und ſteht noch wegen ſeiner Heilkraft bei Aberglänbiſchen in hohem Anſehen.(Johannistag).

§ 35.*

A. Malva neglecta. Die Käſepappel( 2). B. Althaea rosea. Die Stockroſe(Malve) O O. Fam. Malvacéae. Kl. L. Kl. 175. Entſendet bei einem netzförmig berippten Blatt(34) die Mittelrippe die Nerven zweiter Größe nur von ihrem Grunde, ſo heißt die Berippung handförmig.(Vergl. 154). 176. Der Außenkelch der Malven beſteht aus hinaufgerückten Hochblättern(Vorblättern 139).(Vergl. 64).

Plätter: A rundl.herzf., gekerbt⸗geſägt, ſeicht 5 7lappig, mit ſtumpfen Lappen. B rundl., am Grunde meiſt herzf., 5 7eckig oder lappig gekerbt. Blüte: 8, 11, 15, 24, 43, 58, 59, 80, 173. Frucht: 119, 48. Vater- land: A einheimiſch. B Orient. Anbau und Gebrauch. B häufig als Zierpflanze und Färbepflanze gebaut. Die Blüten werden zum Rotfärben von Wein, Liqueur, Eſſig u. ſ. w. verwandt.

Vergleichung!