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Kreiſes vor der Lücke zwiſchen zweien des nächſt niederen(äußeren), d. h. die Blüten teile wechſeln miteinander ab lalternieren). Der oberſte(innerſte) Kreis wird dargeſtellt durch die drei Kanten des Fruchtknotens, denen die drei Narbenlappen entſprechen. Dieſe Anordnung läßt ſich überſichtlich in einem Blütendiagramm darſtellen.
8. Die einzelnen Blütenteile können frei ſein(Tulipa) oder miteinander verwa chſen. Bei Crocus ſind z. B. die(3+ 3) Blätter der Blütenhülle untereinander und mit den Staubfäden verwachſen..
9. Die drei Narbenlappen wechſeln bei Crocus nicht mit den Staubblättern ab, ſondern ſtehen ihnen gegenüber,(Der Stempelkreis iſt dem Staubblattkreis opponiert). 10. Einzelne Blütenteile oder ganze Kreiſe, die man der Stellung der übrigen nach erwarten ſollte, fehlen mitunter in einer Blüte. Man ſagt dann, ſie ſind unterdrückt
(Crocus: innerer Staubblattkreis).
11. Bei Tulipa iſt der Fruchtknoten an einer höheren Stelle am Blütenboden eingefügt(inseriert) als die Blütenhülle. Letztere heißt daher unterſtändig, der Fruchtknoten oberſtändig und die Einfügung(Insertion) oder auch die ganze Blüte unterweibig (hypogyn). Bei Crocus hingegen ſteht die oberſtändige Blütenhülle ſcheinbar auf dem unterſtändigen Fruchtknoten. Die Einfügung(Insertion) oder die Blüte heißt deshalb oberweibig(epigyn). Die oberweibige Einfügung erklärt ſich dadurch, daß die Blütenhülle(und die Staubblätter) von dem Rande des Blütenbodens, welcher becherartig emporwuchs, in die Höhe gehoben wurde.
Wurzel: faſerig ohne Pfahlwurzel 104. Stengel: A. Zwiebel 97, B. Knolle 133. Schaft 100
Plätter ſitzend 25. Erucht: Kapſel 20. 152. Vaterland: A. Orient. B. Süddeutſchland. Verwandte Pflanzen: Crocus satiivus der Safran (Orient), aus deſſen Narbe der als Gewürz und zum Färben benutzte Safran bereitet wird.
§ 2. Primula officinalis. Die Schlüſſelblume.
24 Fam. Primulacéae. L. Kl.
12. Selten ſteht die Blüte auf der Spitze der Hauptachſe; meiſt werden die Blüten erſt von Nebenachſen entwickelt. Das Achſenſyſtem, welches die Blüten trägt, heißt der Blüten⸗ ſtand(inflorescentia).
13. Bei Primula trägt die Hauptachſe ſelbſt keine Blüte und ſchließt an der Stelle ab, wo die Nebenachſen entſpringen: die Hanptachſe iſt verkürzt. Jede Blüte ſteht dagegen auf einem beſondern Stiel: die Nebenachſen ſind verlängert. Ein ſo gebildeter Blütenſtand heißt eine Dolde(umbella).
14. Die aufeinander folgenden Teile der Blütenhülle unterſcheiden ſich häufig durch ihre Be⸗ ſchaffenheit. Der äußere beſteht aus meiſt derberen, grüngefärbten Blättern von geringerer Größe, den Kelchblättern(sepala) und bildet den Relch(caly); der innere, die Blumenkrone(corolla) wird gebildet von den Blumenblättern oder Kronenblättern (petäla), die meiſt zart und verſchiedentlich gefärbt ſind. Beſteht die Blütenhülle dagegen aus gleichartigen und gleichgefärbten Blättern(§ 1: A. B.), ſo heißt ſie einfach und wird dann Perigon genannt.
15. Sind die Kelchblätter untereinander verwachſen, ſo heißt der Kelch verwachſen⸗blät⸗ trig; ſind die Kronenblätter untereinander verwachſen, ſo iſt die Krone verwachſen⸗ blättrig. Die Blüte wird in dieſen Fällen als verwachſen⸗kelchig(gamosepal)⸗ oder verwachſen⸗kronig(gamopetal) bezeichnet.
16. Den Kelchblättern gegenüberſtehende(7) Stau bblätter heißen kelchſchauend (episepal), den Kronenblättern gegenüberſtehende kronenſchauend(epipetal).
17. Bei zahlreichen Pflanzen wirkt die Befruchtung mit Blütenſtaub von einem andern Exemplar


