Aufsatz 
Chronologische Untersuchungen zur Geschichte der Könige von Juda und Israel
Entstehung
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15 742.] Nabu-dan-in-an-ni. Tartan. n. d. St. Ar-pad-da. 741. Bil-charran-Bil-usur. Rab-hikal. nach der Stadt Ar-pad-da. Nach 3 Jahren eroberte er sie. 740. Nabu-9-iti-ir-an-ni.. Rabbi-lub. n. d. St. Ar-pad-da. 739. Sin-tak-kil. Tukulti. Nach. d. L. Ullu- ba u. n. d. St. Birtu. Eroberungen. 738. Bin-Bikukin. vom Lande. Die St. Gul-la-ni erobert. 737. Bil-imur-an-ni. v. L. Ra-sap-pa. nach dem Stromlande. 736. Adar-malik. v. d. St. Na-si-bi-na. n. d. Gegend des Gebirges Na-al. 735. Asur-sal-lim-an-ni. vom Lande Ar-ba-cha. nach dem Lande Ur-ar-ti. 734. Bil-dan-ilu. von der Stadt Kal-chi. n. d. L. Pi-las-ta. 733.] Asur-dan-in-an-ni. v. d. St. Ma-za-mu-a. n. d. L. Di-mas-ka. 732. Nabu-Bikusur. v. d. St. Li-h-mi-i. n. d. L. Di-mas-ka. 731. Nirgal-u-ballit. v. d. St. a. Flusse Zu-chi-na nach der Stadt Sa-pi-ya. 730. Bil-lu-da-ri, v. d. St. Til-i. im Lande. 729. Nab-char-ilu. vom Lande Kirru-ri. Der König erfasste Bils Hände. 728. Dur-asur. vom Der König erfasste Bils Hände.

Die Verwaltungsliſte ſchweigt alſo bis 745 über Phul= Tiglath⸗Pileſar II. vollſtändig. Dies iſt nicht befremdlich, beſonders wenn man ſich erinnert, daß ſie unter der 722 beginnenden Dynaſtie Sargons abgefaßt iſt, deſſen Enkel Aſſarhaddon ſogar die ſog. Annalen Tiglath⸗Pileſars Il. faſt ver⸗ nichtete, indem er die betr. Platten zu einem anderen Bau verwenden und die Inſchriften teilweiſe auslöſchen ließ. Dieſer Gegenſatz, in welchem Sargon und ſeine Nachfolger zur Dynaſtie Tiglath⸗ Pileſars II. ſtanden, zeigt ſich auch in der Verwaltungsliſte. Sie ſtellt die legitimen Herrſcher Aſſur⸗ danil Ill. und Aſſur⸗nirar II. bis 745 als die wahren Könige von Aſſur hin, wenn dieſelben auch vielleicht wenig mehr als Titularkönige waren(Inſchriften von ihnen haben wir nicht), und führt nur ihre Feldzüge auf, ſo wenig ſie deren auch zu melden hat. Dafür meldet ſie Anderes, was deutlich genug zeigt, wie es mit dieſen beiden Königen geſtanden hat.

Dahin gehört zunächſt der Strich vor 763. Schrader(Keilinſchr. u. Geſch. 310, 311) meint, derſelbe beziehe ſich auf die Sonnenfinſternis von 763; dann aber iſt nicht einzuſehen, warum ein ſolcher Strich nicht auch zu 809 ſteht, wo in Nineve eine ebenſo bedeutende Sonnenfinſternis ſtattfand(jene 11,2, dieſe 11,1 Zoll; Schrader a. a. O. 339, 340). Rationeller wird es ſein, anzu⸗ nehmen, daß dieſer Strich bedeutet was alle anderen, d. h. in unſerm Falle, daß es 763 mit der Macht Aſſur⸗danils Ill. zu Ende war, und daß durch die Aufſtände von 763759 die Gewalt an einen Andern überging, nämlich Phul. DasFrieden im Lande zu 758 wird dann bedeuten, daß der bedrängte legitime König mit dem Uſurpators) einen Vergleich abſchloß, welcher jenen etwa im Beſitze ſeines Titels und der Hauptſtadt ließ, dieſem die Gewalt einräumte, wozu vortrefflich ſtimmt, daß nach unſerer Rechnung 742 das 17., alſo 758 das 1. palu Phuls iſt. Ja ich glaube, daß ſich ſogar noch ermitteln läßt, durch welchen der 3 Aufſtände, die die Liſte erwähnt, Phul empor⸗ kam. Der Prophet Hoſea, welcher(Hoſ. 1, 1) unter Uſſia von Juda und Jerobeam Il. von Israel, alſo vor 763, auftrat und bis in die Zeit Hiskias, d. h. bis nach 727, lebte, erwähnt 10, 6, ein goldnes Stierbild Israels ſeiin Aſſyrien gebracht, zum Geſchenk dem Könige zu Jareb(vgl. auch 5, 13). Dieſer König dürfte kein Anderer als Phul ſein, Jareb alſo vielleicht Arba-cha. Be⸗ merkenswerth iſt in dieſem Zuſammenhange auch, daß im 1. Jahre des Königs Tiglath⸗Pileſar(745) ein Beamtervon der Stadt Arba-cha die Eponymie führt. Ob demnach der Eponymus von 769, Bilmalik vom Lande Arba-cha, nicht vielleicht doch identiſch mit Phul iſt(was Schrader S. 440 von der Hand veiſt) laſſe ich dahingeſtellt. Schrader freilich hält Arba-cha für Arrapachitis, jetzt Albak in Kurdiſtan, was mir zweifelhaft iſt. Hebräiſch heißt dies(in der Völkertafel 1. Moſ. 10) Arphachſad; doch wäre es nicht unmöglich, daß die Hebräer auf 2 verſchiedenen Wegen(da die Völker⸗ tafel doch wohl phöniciſchen Urſprungs iſt) zu 2 verſchiedenen Namen für ein und dieſelbe Localität gekommen wären. ee,) Anm. Welcher vielleicht aus einer Nebenlinie ſtammte, da er in Z. 26 der großen Prunkinſchrift (Smith p. 260) und Z. 12 des 2. Annalenfragments(Smith p. 268) von den Königen ſeinen Vätern ſpricht.