Aufsatz 
Eine physicalische Abhandlung [über den Widerstand, welchen Kugeln verschiedenen Durchmessers und spezifischen Gewichtes in geschlossenen Röhren finden, welche mit verschiedenen Flüssigkeiten und Lösungen gefüllt sind] / vom ... Carl Zuschlag
Entstehung
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dann auch die Zeitdauer bei Wiederholung desselben Versuches so genau dieselbe, als wie bei den anderen Versuchen; die Versuche wurden hierbei grade noch mehr als sonst wiederholt, um ein richtiges Resultat zu erhalten. Daher sind diese Zahlen auch aufgenommen, aber, um sie gegen die andern doch kenntlich zu machen, mit einem bezeichnet.

Wenn die Luftblase in der Röhre, die wir wie eine Libellenblase benutzten, etwas zu gross wurde, so brachte sie leicht, wenn sie bei der Neigung der Röhre der herab- rollenden Kugel entgegen aufwärts zog, durch einen Stoss auf die Kugel bei der Begegnung mit derselben eine solche schwirrende Bewegung hervor; die Luftblase wurde aber leicht etwas grösser, da bei dem Hin- und Herschwenken der Röhre hin und wieder einige Tropfen Flüssigkeit austraten und Luft dafür ein. War dies ge- schehen, so musste vor Fortsetzung der Versuche erst nachgefüllt werden.

Bei 80 und 90° war aber das Zittern und Schwirren der Kugel in engen Röhren oft so stark und dabei so unregelmässig, dass ein Resultat vermittelst unserer Methode nicht erzielt werden konnte. Es trat aber auch ein, wenn die Röhre ohne Kugel zuvor senkrecht gestellt und dann die Kugel erst in ihr fallen gelassen wurde. Ueberhaupt sind auch die Resultate bei 80° und 90°, welche noch aufgenommen wurden, doch nicht der Art, dass sie ebenso gut und brauchbar wären, als die von den vorher- gehenden Graden. Fast waren wir geneigt, sie wegzulassen und nur die Resultate von Neigungen bis 70° hier aufzuführen; aber der Vollständigkeit wegen sind sie doch geblieben. Auch ist es schon desswegen bedenklich, sie mit den anderen Zahlen zusammen zu stellen, da bei Neigungen von 0 bis 70° die Kugel sicher auf der Glaswand rollt, aber bei 90 meist ohne Reibung an der Glaswand einfach durch die Flüssigkeit fällt, was auch schon bei 80 bisweilen vorkommt.

Die stärksten Differenzen bei demselben Versuche zeigten sich bei der geringen Neigung von 5°, wenn die specifisch leichtesten Kugeln in den specifisch schwersten Flüssigkeiten sich bewegten. So ergaben sich z. B., wenn die Elfenbeinkugel vom kleinsten Durchmesser in einer Zuckerlösung von 1,2 spec. Gew. in der Röhre II bei einer Neigung von 5° hinabrollte, folgende Resultate: 390(eigentlich halbe Sekunden), 360, 400, auch bei 10 noch: 153, 164, 176; wenn die Steinkugel vom grössten Durchmesser sich in Zuckerlösung von 1,2 spec. Gew. in Röhre I bewegte bei 5⁰: 228, 242, 220, 248; wenn die Elfenbeinkugel(D.) vom grössten Durchmesser sich in Salzlösung von 1,2 spec. Gew. in der Röhre I bewegte, kamen Differenzen von