21 278“ und 254“ vor. Solche Resultate in den Tabellen, welche das Mittel aus sehr stark differierenden Beobachtungen sind, sind mit einem— unter den betreffenden Zahlen bezeichnet.
Was ist aber die Ursache dieser starken Differenzen, die in Beobachtungsfehlern nicht mehr begründet sein können? Bei Neigungen von 200°, 30 u. s. w. verschwinden dieselben, sie müssen also darin ihren Grund haben, dass bei einer Neigung von 5 die Wirkung der Schwer-Kraft eine sehr geringe ist, so dass die kleinsten Veränderungen des Widerstandes, wie etwa Erhöhung der Reibung auf der Glaswand qurch geringste Staubtheilchen, sehr kleine Verschiedenheiten der Glaswand selbst ete. dann schon im Stande sind, sehr starke Differenzen hervorzurufen.
Auch wurde eine Versuchsreihe wegen der Frage angestellt, ob sich etwa ein Unterschied herausstelle, wenn entweder die Kugel eben unmittelbar aus der sie um- gebenden Luft in die Flüssigkeit der Röhre kommt oder wenn sie schon längere Zeit in der Flüssigkeit der Röhre gelegen hat und dann zu den Versuchen dient. Es konnte nämlich vermuthet werden, dass die Luftschicht, welche jedem Körper sehr innig adhärirt, hierbei eine gewisse Rolle spiele. Wir liessen in den wenigen Fällen, in denen sich solche starke Verschiedenheiten gezeigt hatten, die Elfenbein-, wie die Hartgummikugel, nachdem eine Reihe von Versuchen mit denselben gemacht worden war, die Nacht über in der Röhre, die mit Wasser, Zucker- oder Salzlösung gefüllt war, liegen. Nachdem die Kugeln so länger als 12 Stunden in der Flüssigkeit gelegen hatten, wurden die Versuche wiederholt, ergaben aber widersprechende Resultate, so dass hierin wohl nicht der Grund der Abweichungen zu suchen war.
Trotzdem soll bei einer weiteren Fortsetzung unserer Arbeit dieser Umstand doch noch einmal ins Auge gefasst und untersucht werden. Uebrigens hat sich, wie schon gesagt, eine so starke Verschiedenheit der Zeiten bei sonst gleichen Verhältnissen nur in wenigen Fällen gezeigt, die sämmtlich namhaft gemacht sind.
Es wurden ferner längere Beobachtungsreihen angestellt, um zu untersuchen, ob eine Aenderung der Temperatur der Flüssigkeit um einige, etwa 2° bis 3⁰, wie sie wohl bei einzelnen Versuchen vorkam, von Einfluss sei. Konnte dieser Einfluss als ver- schwindend vernachlässigt werden, so erleichterte dieses die Versuche sehr, da die Flüssigkeit während des Versuchs ihre Temperatur öfters etwas änderte. Es ergab sich, dass selbst noch stärkere Temperaturdifferenzen keinen bestimmten Einfluss ausübten, also die Schwankungen der Temperatur während des Versuchs vernachlässigt werden


