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Marke in die Röhre hineingesteckt wurde, geschlossen war, wurde senkrecht gestellt, und die betreffende Flüssigkeit oben eingefüllt; sodann wurde die Kugel in die Flüssig- keit gebracht, etwas von derselben Flüssigkeit wieder nachgegossen, da durch das Einbringen der Kugel etwas Flüssigkeit verdrängt und leicht zuweilen verspritzt wurde, und dann wurde die Röhre, wie unten schon geschehen, auch oben festgeschlossen. Meistentheils blieb von selbst eine kleine Luftblase; wenn nicht, wurde ein wenig Luft eingelassen, um dieselbe als Libellenblase bei der wagerechten Einstellung der Röhre zu benutzen. Dadurch wurde eine besondere Libelle unnöthig gemacht. Der Vorsicht halber, da die Glasröhren nicht ganz genau cylindrisch waren, liessen wir die Blase an verschiedenen Stellen der Röhre zu diesem Zwecke stehen. Die Kreis- scheibe, welche etwas verschiebbar war, wurde dann so gestellt, dass ein Zeiger, welcher in der Mitte des mit der Glasröhre parallel laufenden Balkens angebracht war, genau auf 0°der Scheibe stand. Sodann wurde noch einmal nachgesehen, ob die Kugel auch genau am Ende der Röhre lag, da sie öfters, auch bei der wagerechten Lage, durch irgend eine kleine Erschütterung schon etwas nach vorn gerollt war. Nun wurde in schneller, aber gleichmässiger und ja nicht stossweise wirkender Bewegung die Röhre von 0o in eine Neigung von 5°, 10⁰, 20⁰, 30° etc. gebracht, und vermittelst eines Chronometers, däs halbe Sekunden schlug, die Zeit gemessen, welche die Kugel zur Zurücklegung ihres Weges in der Röhre durch die Flüssig- keit hindurch brauchte. Wie schon gesagt, es kann dieses Verfahren auf den ersten Blick vielleicht ungenau erscheinen, aber man darf nicht vergessen, abgesehen von der oben schon erwähnten Prüfung, dass wir durch eine tausend- und aber- tausendfache Wiederholung der Methode eine Sicherheit erlangten, die Jemandem beim Anstellen einer ersten Versuchsreihe wohl nicht leicht eigen sein dürfte. So könnte es auch gerathen erscheinen, einen Schieber an der Kreisscheibe so anzubringen, dass man ihn genau auf den Winkel stellt, bis zu welchem man den erwähnten Zeiger und damit die Glasröhre neigen will, weil man sonst leicht etwas über das Ziel hinausgehen oder kurz vor demselben stehen bleiben könnte; allein bei einiger Uebung gelingt es sehr bald, stets den richtigen Punkt zu treffen, bis zu welchem man die Röhre drehen will, und hat man je denselben verfehlt, so ist die Wiederholung des Versuches bei unserer Methode sehr einfach und sehr wenig zeitraubend. Auch würde ein solcher Schieber den Nachtheil haben, dass man leicht an denselben etwas anstiesse und den Apparat erzittern machte, was auf den Gang der Kugel sofort influieren würde.


