Aufsatz 
Eine physicalische Abhandlung [über den Widerstand, welchen Kugeln verschiedenen Durchmessers und spezifischen Gewichtes in geschlossenen Röhren finden, welche mit verschiedenen Flüssigkeiten und Lösungen gefüllt sind] / vom ... Carl Zuschlag
Entstehung
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standes des Wassers gegen verschieden gestaltete und in verschiedenen Neigungen gegen dasselbe bewegte Körper. DieGesellschaft für Verbesserung des Schiffsbaues in England, die mit auf seinen Antrieb 1791 gestiftet wurde, liess hauptsächlich durch ihn, der sich bereits durch eine Untersuchung über die Bewegung von Pendel im Wasser bekannt gemacht hatte, eine Menge von Versuchen in einem sehr geeigneten Bassin des Grönland-Docks unweit London anstellen*). Der Nutzen derselben bezieht sich wesentlich auf die Schiffsbaukunst, die Methode unterscheidet sich nicht wesent- lich von der schon von uns erwähnten, deren sich die französischen Akademiker bedienten.

Dann hat Beaufoy auch einzelne Abhandlungen²) bekannt gemacht, in denen der Widerstand in Pfunden angegeben ist, welchen eine Fläche von 1 Quadratfuss bei 6 Fuss Geschwindigkeit in 1 Sek. erleidet, wenn sie unter Winkeln von 90° bis 10° Neigung gegen die Richtung ihrer Bahn bewegt wird. Er findet denselben einmal= 42,855 Pfund, das andere Mal= 40,382 Pfund, welches letztere Resultat wohl den Vorzug verdient, weil es unmittelbar durch Messung des Widerstandes gegen eine Fläche gefunden, die bloss 1 Quadratfuss gross war, während ersteres Resultat erst durch grössere Flächen erhalten wurde, die dann reduziert wurden.

Eine Verbesserung in dieser Methode der Bestimmung des Widerstandes brachte noch Jos. Walker ²) auf folgende Weise an. Um die Fehlerquelle zu beseitigen, die durch die Reibung des Seils im Wasser hervorgerufen wurde, mass er die zur Be- wegung der Boote erforderliche Kraft vermittelst einer Federwage(eines Dynamo- meters), an welche das Ende des Zugseils am Boote befestigt war, unmittelbar. Das andere Ende des Seils, an welchem sich bei den früheren Versuchen das Gewicht be- fand, wurde vermittelst einer Winde gezogen. Zur Erreichung einer gleichmässigen Geschwindigkeit diente ein Pendel, welches die Arbeiter genau im Auge hatten und nach ihm die Zahl der Umdrehungen der Winde abmassen. Je nachdem die Zahl der Umdrehungen und damit die Geschwindigkeit grösser oder geringer werden sollte, wurde das Pendel verkürzt oder verlängert. Das wesentlichste Resultat dieser Versuche war, dass sich bei kleineren Geschwindigkeiten der Widerstand dem Quadrate der Geschwindigkeit proportional zeigte, bei grösseren darüber hinaus ging. Die Ursache

¹) Nautical and hy draulic experiments with numerous scientiſic miscellanies. By Colonel Mark Beufoy. London 1834.

²) Annals of Philos. New Ser. T. III. p. 276. cf. G. Bd. X. p. 1833 ff.

³) Philos. Trans. 1828. P. I. p. 15. Edinburgh Journ. of Science. N. XX, p. 355. G. Bd. X. p. 1835.