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11I. Chronik der Schule.
. Das Schuljahr begann am 20. April 1889 mit der Prüfung der angemeldeten Schüler
und wurde am folgenden Tage vorschriftsmässig eröffnet.
Der Lehrplan erlitt insofern eine Anderung gegen früher, als mit Genehmigung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums 2 Religionstunden mehr für jede Woche einge- schoben wurden.
. Während der Osterferien war mit Genehmigung des Königlichen Provinzial-Schul-
kollegiums der obere Stock des Schulgebäudes nach dem von dem Rektor vorgeschlagenen Plane umgebaut worden. Dadurch war wenigstens ein für die vereinigte Tertia aus- reichendes und richtig beleuchtetes Klassenzimmer gewonnen. Dasselbe muss nun zugleich als Zeichensaal für die stark besuchte Sekunda dienen. Der sehr notwendige Anstrich des Hauses im Inneren und Ausseren geschah in den Herbstferien.
Die vorgenommenen Umbauten wurden am 14. Aug. von Herrn Oberregierungsrat Opitz besichtigt.
Die Pfingstferien dauerten vom 8. Juni einschliesslich bis zum 16. Juni. .Da der Todestag Seiner Majestät des hochseligen Kaisers Friedrich, der 15. Juni,
in die Ferien gefallen war, wurde am 17. das Gedächtnis Höchstdesselben durch An- sprachen der Lehrer in den einzelnen Klassen begangen.
.Am 11. Juli wurde wegen grosser Hitze der Nachmittagsunterricht ausgesetzt. .Am 22. Juli unternahmen die einzelnen Klassen unter Führung ihrer Lehrer einen
Ausflug, die II nach Langenschwalbach, die IIIi nach dem Laacher See und der Kranenburg, die IIls nach dem Laacher See und Mayen, die IV nach dem Drachen- fels und Kloster Heisterbach, die V nach dem Lahnsteiner Forsthaus, die VI nach dem Niederwald.
. Der Reifeprüfung im Herbste unterzog sich der Obersekundaner Franz Reusch
und bestand die schriftliche Prüfung vom 9.— 13. Juli, die mündliche, welche unter dem Vorsitze des Königlichen Prüfungs-Kommissars, Herrn Geheimen Regierungs- und Provinzialschulrates Dr. Lahmeyer stattfand, am 10. August.
„Die Herbstferien währten vom 15. August bis zum 19. September.
Am 19. September wurde das Wintersemester in vorgeschriebener Weise eröffnet. Darauf fand die Prüfung der angemeldeten Schüler statt.
Bei der am 18. Oktober in der ersten Vormittagsstunde stattfindenden Gedenkfeier zn Ehren des hochseligen Kaisers Friedrich hielt der Rektor die Ansprache.
.Die Weihnachtsferien dauerten vom 23. Dezember 1889 bis zum 7. Januar 1890. .Der Allerhöchste Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. wurde
durch einen Festaktus begangen, für welchen die Casinogesellschaft„Eintracht“ wie in früheren Jahren freundlichst ihren Saal, Herr Lehrer Hermes gütigst seine Cottage-Orgel überliess. Die Festrede hielt der ordentliche Lehrer Werle.
Am 8. März wurde auf den folgenden Gedächtnistag für Seine Majestät den hoch- seligen Kaiser Wilhelm I. durch Ansprachen in den einzelnen Klassen hingewiesen;


