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nicht gehörig verdichtet iſt, was man an den noch anſitzenden Blättern erkennt, Froſt ein, dann werden die weichlichen Triebe leicht von dieſem zerſtört, und müſ⸗ ſen abgenommen werden. Das Abbrechen des Laubes, welches man zur Verhü⸗ tung ſolchen Schadens hin und wieder angerathen hat, trägt zwar zur ſchnellern Verdichtung des Saftes und ſomit zur geringern Empfindlichkeit der Zweige bei; allein den eigentlichen Zweck wird man dadurch doch nicht erreichen, weil man nicht zeitig genug den bevorſtehenden Froſt erfahren kann. Die von hartem Win⸗ terfroſt gedrückten oder verdorbenen Aeſte— an dem gefärbten Baſte bemerkbar — und die Tragzweige dieſer Bäume werden abgenommen. Nur ſelten kommen jedoch Winterfroſtbeſchädigungen vor und treffen dann ſehr fruchtbare Bäume am empfindlichſten. Weit häufiger nachtheilig wirken die Spätfröſte, welche dann ein⸗ treten, wenn der Saft ſchon wieder in ſichtbarer Thätigkeit iſt und unſere Bäume bereits blühen oder gar Früchte angeſetzt haben. Nur in wenigen Fällen und im⸗ mer nur an einzelnen Bäumen können dieſe Fröſte durch Bedeckung, bei Wind⸗ ſtille durch Feuer in der Nähe der zu ſchützenden Objekte, durch Froſtableiter oder Zurückhaltung des Saftes unſchädlich gemacht werden. Froſtableiter verſertigt man, indem man eine Stange über den Baum reichen läßt, von der Spitze der⸗ ſelben nach allen Seiten hin Strohſeile bis auf die Erde ſo führt, daß ſie keine Aeſte berühren und in Gefäßen mit Waſſer, welche außerhalb des Baumbezirkes ſtehen, endigen. Natürlich wirkt dieſes Mittel nur bei gelinder Kälte. Sicherer hilft das Zurückhalten des Safttriebes, was jedoch für den Baum verderb⸗ lich wirken kann, wenn es zu lange dauert. Es wird auf folgende Art be⸗ thätigt: Den feſt gefrornen Boden bedeckt man, ſoweit die Baumwurzeln reichen, etwa ½ Schuh hoch mit ſtrohigem Dünger, tritt dieſen feſt, bringt, nachdem er gefroren, eine neue Düngerlage darauf und fährt ſo fort, bis eine gefrorne Dün⸗ gerſchichte von etwa 2 Fuß Höhe entſteht. Man richtet dieſe Lagen immer ſo, daß ſie eine Abdachung nach Außen erhalten, damit das Regenwaſſer abgeleitet wird. Durch dieſes Verfahren bleibt die Erde um die Baummurzeln ziemlich lange im gefrornen Zuſtande, und letztere werden in ihrer Lebensfunktion gehemmt. Man unterlaſſe aber ja nicht, die Froſtſchichte zeitig genug durch Abnehmen der


