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Moos wird mit der Baumſcharre abgeharkt und der Baum mit einer Lauge, aus 2 Theilen Buchenaſche und 1 Theil Kochſalz gewonnen, jährlich mehrmals abge⸗ waſchen. Eine kleine, faſt unmerkliche, gelblich grüne, fleckweiſe feſtſitzende Moos⸗ art bildet die Krätze.
5. Die Unfruchtbarkeit. Dieſe Erſcheinung kann von gar verſchiede⸗ nen Urſachen herrühren. Manche Obſt⸗, namentlich Apfelarten, wie der Borſtor⸗ fer, tragen in den 10— 12, ja 20 erſten Jahren keine Frucht; deſſenungeachtet kann hier von Unfruchtbarkeit keine Rede ſein, da ſolche Bäume gewöhnlich im Alter das nachholen, was ſie in der Jugend verſäumt haben. Armuth des Bo⸗ dens, andere Krankheiten in einzelnen Theilen, Veredlung mit Waſſerſchoſſen und Reiſern von unfruchtbaren Bäumen, meiſtens aber Nahrungsüberfluß begründen die Unfruchtbarkeit. Wie in den einzelnen Fällen zu heilen, iſt leicht zu erkennen; doch hat man für den letzten der ebengenannten noch beſondere Mittel, nämlich das Schröpfen, bei welchem durch Querſchnitte in die Rinde der Saft ſeitwärts geleitet wird, und das Ringeln, auch Goldringeln. Bei dieſem macht man, ehe der Saft eintritt, 2 etwa einen Zoll entfernte Querſchnitte rings um den Baum oder einzelne Aeſte bis auf den Baſt, und nimmt die Rinde zwiſchen denſelben heraus, ſo daß das Holz nur noch von der innern grünen Rinde bedeckt bleibt; jedoch ſei man bei dieſer Verrichtung vorſichtig, da, wenn gar keine Rinde mehr bleibt, der Aſt oder Baum ganz abſterben kann.*) Durch das Ringeln kann man ſich von der Fruchtart eines Baumes, den man nicht genau kennt, frühzeitig uͤberzeugen, wenn es mit einem Aſte vorgenommen wird, der ohnehin wegkom⸗ men kann.
6. Froſtſchaden. Tritt zur Zeit, zu welcher der Saft der jungen Zweige noch
*) Manche Pomologen, wie Hempel und Wredow, halten das Ringeln für ganz un⸗ ſchädlich, wenn. Zoll breit die Rinde völlig bis auf's Holz herausgenommen wird; ra⸗ then dabei aber doch an, ſolches nie am Stamme oder an ſämmtlichen Aeſten vorzu⸗
nehmen.


