Aufsatz 
Leitfaden über die Erziehung und Behandlung der Obstbäume
Entstehung
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Düngerlage aufzuthauen, weil ſonſt der Saft in den obern Theilen des Baumes durch die atmosphäriſche Wärme in Thätigkeit kommt, ehe die Wurzeln vegetiren können, wodurch der Tod erfolgt.

Anhang.

Es erſcheint noch nothwendig, die Verfertigung einiger Baumpflaſter anzugeben.

Eines der beſten Arten Baumwachs bereitet man aus 2 Theilen Harz. 2 Theilen Wachs und 3 Theilen venetianiſchem Terpentin. Dieſe Beſtandtheile werden bei Kohlenfeuer unter ein ander geſchmolzen, worauf man etwas gepulrerte Aloe oder Kienoel hinzugießt, Alles gehörig unter einander rührt, in kaltes Waſſer ausſchüttet und in Stangen formt.

Einen weniger koſtſpieligen Baumkitt, welcher gleichfalls beim Pfropfen und bei allen Wun⸗ den gebraucht werden kann, bereitet man aus folgenden Theilen: 1 Theil friſchem Kuhfladen, 1 Theil Letten, etwas Kuhhaaren, ½ Pfund dickem Terpentin. Nachdem die drei erſten Be⸗ ſtandtheile gehörig vermengt ſind, gießt man den auf Kohlenfeuer flüſſig gemachten Terpentin darunter und arbeitet das Ganze nochmals gehörig durch einander. Da dieſer Kitt an der Luft ſehr ſchnell härtet, ſo verfertigt man immer nur ſo viel, als man in einem Tage verbrauchen will, oder man verwahrt ihn in feucht bedeckten Töpfen im Keller.

Den ſogenannten Forſyth'ſchen Baummörtel bereitet man aus: 2 Theilen Rindermiſt, 1 Theil Kalkſchutt von alten Gebäuden, 1 Theil Holzaſche und /[ reinem Flußſand Nachdem die 3 letzten Beſtandtheile fein geſiebt ſind, arbeitet man Alles mit einem Spaten gehörig unter einander und trägt den Mörtel Zoll dick auf die wunde Stelle. Auf das aufgelegte Pflaſter ſiebt man von halber zu halber Stunde Holzaſche, in welche% Aſche von gebrannten Knochen vermiſcht iſt, um es zu trocknen.

Der wohlfeilſte Baumkitt wird aus 4 Theilen Lehm, 1 Theil ungelöſchtem Kalk und 1

Theil friſchem Kuhfladen bereitet.

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