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Tausend Hände belebt ein Geist, hoch schläget in tausend Brüsten, von einem Gefühl glühend, ein einziges Herz, Schlägt für das Vaterland und glüht für der Ahnen Gesetze. Hier auf dem theuren Grund ruht ihr verehrtes Gebein; Nieder steigen vom Himmel die seligen Götter und nehmen In dem geweihten Bezirk festliche Wohnungen ein; Herrliche Gaben bescheerend, erscheinen sie: Ceres vor Allen Bringet des Pfluges Geschenk, Hermes den Anker herbei, Bacchus die Traube, Minerva des Oelbaums grünende Reiser, Auch das kriegrische Ross führet Poseidon heran, Mutter Cybele spannt an des Wagens Deichsel die Löwen, In das gastliche Thor zieht sie als Bürgerin ein. Heilige Steine! Aus euch ergossen sich Pflanzer der Menschheit, Fernen Inseln des Meers sandtet ihr Sitten und Kunst, Weise sprachen das Recht an diesen geselligen Thoren, Helden stürzten zum Kampf für die Penaten heraus. Auf den Mauern erschienen, den Säugling im Arme, die Mütter, Blickten dem Heerzug nach, bis ihn die Ferne verschlang. Betend stürzten sie dann vor der Götter Altären sich nieder, Flehten um Ruhm und Sieg, flehten um Rückkehr für euch. Ehre ward euch und Sieg, doch der Ruhm nur kehrte zurücke; Eurer Thaten Verdienst meldet der rührende Stein: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest „Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ Ruhet sanft, ihr Geliebten! Von eurem Blute begossen, Grünet der Oelbaum, es keimt lustig die köstliche Saat. Munter entbrennt, des Eigenthums froh, das freie Gewerbe, Aus dem Schilfe des Stroms winket der bläuliche Gott. Zischend fliegt in den Baum die Axt, es erseufzt die Dryade, Hoch von des Berges Haupt stürzt sich die donnernde Last. Aus dem Felsbruch wiegt sich der Stein, vom Hebel beflügelt; In der Gebirge Schlucht taucht sich der Bergmann hinab. Mulcibers Amboss tönt von dem Tact geschwungener Hämmer, Unter der nervigen Faust spritzen die Funken des Stahls. Glänzend umwindet der goldene Lein die tanzende Spindel; Durch die Saiten des Garns sauset das webende Schiff. Fern auf der Rhede ruft der Pilot, es warten die Flotten, Die in der Fremdlinge Land tragen den heimischen Fleiss; Andre ziehn frohlockend dort ein mit den Gaben der Ferne, Hoch von dem ragenden Mast wehet der festliche Kranz. Siehe, da wimmeln die Märkte, der Krahn von fröhlichem Leben, Seltsamer Sprachen Gewirr' braust in das wundernde Ohr.


