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lI. Der Spaziergang.
Sei mir gegrüsst, mein Berg mit dem röthlich strahlenden Gipfel! Sei mir, Sonne, gegrüsst, die ihn so lieblich bescheint!
Dich auch grüss' ich, belebte Flur, euch, säuselnde Linden, Und den fröhlichen Chor, der auf den Aesten sich wiegt,
Ruhige Bläue, dich auch, die unermesslich sich ausgiesst Um das braune Gebirg', über den grünenden Wald,
Auch um mich, der, endlich entflohn des Zimmers Gefängniss Und dem engen Gespräch, freudig sich rettet zu dir:
Deiner Lüfte balsamischer Strom durchrinnt mich erquickend, Und den dqurstigen Blick labt das energische Licht.
Kräftig auf blühender Au erglänzen die wechselnden Farben, Aber der reizende Streit löset in Anmuth sich auf.
Frei empfängt mich die Wiese mit weithin verbreitetem Teppich, Durch ihr freundliches Grün schlingt sich der ländliche Pfad,
Um mich summt die geschäftige Biene, mit zweifelndem Flügel Wiegt der Schmetterling sich über dem röthlichen Klee,
Glühend trifft mich der Sonne Pfeil, still liegen die Weste, Nur der Lerche Gesang wirbelt in heiterer Luft.
Doch jetzt braust's aus dem nahen Gebüsch, tief neigen der Erlen Kronen sich, und im Wind wogt das versilberte Gras;
Mich umfängt ambrosische Nacht; in duftende Kühlung Nimmt ein prächtiges Dach schattender Buchen mich ein.
In des Waldes Geheimniss entflieht mir auf einmal die Landschaft, Und ein schlängelnder Pfad leitet mich steigend empor.
Nur verstohlen durchdringt der Zweige laubiges Gitter Sparsames Licht, und es plickt lachend das Blaue herein.
Aber plötzlich zerreisst der Flor. Der geöffnete Wald gibt Ueberraschend des Tags blendendem Glanz mich zurück.
Unabsehbar ergiesst sich vor meinen Blicken die Ferne, Und ein blaues Gebirg' endigt im Dufte die Welt.
Tief an des Berges Fuss, der gählings unter mir abstürzt, Wallet des grünlichen Stroms fliessender Spiegel vorbei.


