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lungsweiſe berechtigt war oder nicht, darüber zu entſcheiden kann hier nicht unſere Aufgabe ſein, das aber iſt wohl unbezweifelbar, daß die Ausſchließung der Kinder Karlmanns und die dadurch ermög⸗ lichte Erhaltung der Reichseinheit die unerläßliche Vorausſetzung der in der Kaiſerkrönung des Jahres 800 gipfelnden Politik, die Voraus⸗ ſetzung namentlich des theokratiſchen Imperiums geweſen iſt.
Excurs. Aeber die ſ. g. Einhard'ſche Frage.
Die Frage über das Verhältnis der ann. Laur. mai. zu den ann. Linh. ſowie über den Urſprung beider Quellen, welche ſchon im vori⸗ gen Jahrhundert die Gelehrten beſchäftigte, hat neue Anregung erhal⸗ ten durch die Pertz'ſche Ausgabe beider Werke und die von demſelben vorausgeſchickte Einleitung¹). Pertz ſchrieb die ann. Einh. und den letzten Theil der ann. Laur. mai.(788— 829) Einhard zu, während er den früheren Theil der letzteren(741— 788) von einem älteren Ver⸗ faſſer herrühren ließ.
In Bezug auf die ann. Laur. hat ſich ſeine Anſicht als unhalt⸗ bar erwieſen, indem Waitze) dargethan hat, daß auch der die Jahre 788— 795 umfaſſende Theil nicht Einhard zum Verfaſſer haben könne, eine Annahme, die von allen neueren Hiſtorikern gebilligt und beſon⸗ ders von Gieſebrecht) weiter ausgeführt worden iſt. Dagegen herrſcht über den Antheil Einhards an den nach ihm benannten Anna⸗ len noch heute verſchiedene Anſicht unter den bedeutendſten Forſchern
¹) Mon. Germ. hist. SS. I, 124 ff.
²) Kleine Bemerkungen zur Geſchichte der deutſchen Hiſtoriographie im Mittelalter, in den Nachrichten v. d. G. A. Univerſität u. d. Kgl. Ak. d. W. zu Göttingen v. Jahr 1857 Nro. 3, p. 46 ff.
³) Die fränkiſchen Königsannalen und ihr Urſprung, im Münchener hiſt. Jahrbuch für 1865 p. 189 ff.


